Warum glaubt ihr an Gott oder warum nicht

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 292 Antworten

Ich denke,man fragt hier nach Gott/Göttin und nicht nach Kirche, deren Vertretern und auch Glaubensrichtungen - über die menschlichen Auslegungen und blinden Hoffnungen und Erwartungen lässt sich trefflich streiten.
So habe ich den Thread jetzt wirklich nicht verstanden... 😐

„Hamburg“ (Pseudonym)

Mattilda: Bin spontan zu einem italienischen Gottesdienst gegangen.
Durfte eine Fürbitte vortragen!
"Per le persone che non hanno dubbi mai"
(Für die Leute die niemals Zweifel)

Es geht um Santa Lucia, die "Nationalheilige" in Italien
(auch Schweden) von Lucio dalla.

Vielen Dank für deinen tollen Beitrag, auch als Trost gegenüber
dem Thread hier. "ALSO ICH"......

Gerne bringe ich ein neues Thema Kirche/Staat in Deutschland.
DU bist garantiert dabei!

„Bad Zwischenahn“ (Pseudonym)

Dachte ich mir schon, 🛐Bettie...😂

„Hamburg“ (Pseudonym)

Mattilda: Denke auch an die ältere russische Dame.

WIR schaffen das

Ich tue mir schwer mit dem Thema. Nein, ich glaube nicht an Gott. Und schon gar nicht an deren Vertreter auf der Erde. Ausnahmen bestätigen bekanntlich die Regel...

Befremdlich ist mir auch die Meinung, dass alles auf der Erde ja für uns passend gemacht worden ist. Es wurde nichts speziell für uns passend gemacht. Uns ist es zu heiss am Equator und zu kalt an den Polen, in den hohen Bergen können wir nicht atmen - genau so wie unter Wasser. Wir können Salzwasser nicht trinken - diese Art des Wassers ist aber der häufigste auf der Welt. Naturkatastrofen zerstören uns zu tausenden. Usw. usf. Und die Erde wird nicht sterben, wenn wir morgen plötzlich verschwinden werden, von irgendeiner unbekannter Seuche gerafft. Nach einer Weile wird die Natur unsere Bauten zerstören und das Leben wird weiter gehen, als ob es uns nie gegeben hat...

Ein Platz in der Hölle - sollte diese existieren - ist uns allen allerdings absolut sicher. Denn jede Religion sichert nur eigenen Anhänger ein Platz in dem Himmel - alle anderen landen automatisch in der Hölle. Bei dem Anzahl der Religionen/Glaubensrichtungen/Sekten usw. stehen dem eigenen Himmel mindestens 5-6 verschiedene Höllen entgegen. ;o)

„Hamburg“ (Pseudonym)

Feucht:
Bist kein dies oder jenes,
bist ein klasse KUMPEL

Schade wenn nicht jeder an einen liebenden Gott glauben kann, ich finde es leichter zu glauben als nicht zu glauben, wenn ich die Natur sehen oder Liebe unter den Menschen.

Man kann nicht Gott jeden Schlamassel andichten, die Menschen sind nicht perfekt, aber frei. Frei sich für ihre gute Seite zu entscheiden oder frei eifersüchtig und neidisch zu sein, machtgeil und unterdrückend zu sein. Wir haben 10 Gebote mitbekommen an die man sich halten sollte für ein gutes Miteinander. All das was schlechtes passiert ist eine Herausforderung etwas Gutes daraus zu machen.

@stierfrau

Du lebst doch dort wo es nicht zu heiß oder kalt ist oder? Hast du nicht immer genug zu trinken? In Salzwasser schwimmen ganz tolle Fische, die auch Nahrung für dich sein können, wenn du sie magst. Du schwebst nicht durch die Luft sondern stehst auf dem Boden, kannst atmen. Ich finde das alles nicht selbstverständlich. Guck dir mal die anderen Planeten um uns rum an, da könntest du höchst wahrscheinlich nicht ohne Hilfsmittel leben. Nur hier auf unserem blauen Planeten, da läufts rund ;-)

@Vanille

Noch einmal wiederhole ich meine Frage... wo ist der liebende Gott für die Menschen, die leiden? Oder liebt er nur die Menschen, die ohnehin schon auf der Sonnenseite leben?

Es läuft auf unserem Planeten eben nicht für alle rund. Und der allmächtige Gott... sieht zu?

„Wangen im Allgäu“ (Pseudonym)

Also mal meine Meinung:
Auch wenn ich die Frage nach dem Leben, dem Universum und dem ganzen Rest nicht beantworten kann, die Antwort liegt in der Wissenschaft.

Mein gläubiger großer Bruder sieht die Wissenschaft als erklärung wie Gott arbeitet. Ist kaum zu wiederlegen finde ich. Beweisen ist kniffelig wenn es um Glauben geht. Genaures findet man nach dem irdischem Leben heraus, oder eben nicht.

Sämtliche Götter sind menschlicher Phantasie entsprungen, Werkzeuge zur lenkung. Oder Anfangs einfach die Antwort auf offene Fragen.
Mich hat schon als Kind die Frage interessiert warum Menschen sich offensichtlichen Märchen hingeben als wären es die Lösung aller Probleme und der Grund für alles.
Ungebildete, die in religiösem Umfeld aufwachsen wissen es nicht besser.
Aber Leute mit Schulbildung?

Entschuldigung an alle die meine Meinung vor den Kopf stösst.
Es ist nur meine Sicht der Dinge, ohne Anspruch auf entgültige Wahrheit.

„Duderstadt“ (Pseudonym)

Vanille...
Ich soll also in den Verlust meiner Tochter die 12 Jahre alt war,und die leben wollte lachen wollte ...die ihre Zukunft in Bildern malte draus sollte ich also was GUTES machen...
Hast du Kinder und schon mal eines verloren?
Die Hand gehalten im sterben ..Die Angst gesehen in den Augen die Verzweiflung die Tränen beim sterben.
Ich wünsche es dir nicht!
Was Gutes draus machen...
Nein ich dichte Gott nicht jeden lapidaren Schlamassel an..Aber der gute Mann hat auch nicht die Macht in meinem Leben das ich Glaube und Hoffe.Zum Glück unterliegt die Entscheidung mir.
Was für ein naiver Satz....All was schlechtes passiert ist eine Herausforderung etwas Gutes daraus zu machen..!!!!
Kriege Morde Hunger Leid Schmerz ..Na das erzähl mal diesen Menschen.

Ich glaube an keinen Gott.
Vorab: ich möchte niemandem zu nahe treten und niemandes Gefühle verletzen, es ist lediglich meine Sicht der Dinge.

Der Glaube und auch die Religionen sind meiner Meinung nach schlicht aus dem Unwissen der frühen Menschheit geboren und wurde über die Jahrhunderte einfach "mitgeschleppt", weil es für viele Menschen etwas Tröstendes hat und durch die Religionen auch Gesellschaftsordnungen hervorgebracht hat.

Alles, was man sich nicht erklären konnte, wurde kurzerhand einer höheren Macht zugesprochen. Noch dazu fiel (und fällt) es vielen Menschen scheinbar schwer, zu akzeptieren, dass mit dem Tod alles vorbei ist, man ist weg und das war es. Das man lebt, ist purer Zufall und es steckt auch kein höherer oder göttlicher Sinn dahinter.
Wir füllen unser Leben selbst mit Sinn, Arbeit, Ablenkung, Besinnlichkeit.
Genau so schwer, wie es vielen (ich wage zu behaupten, den allermeisten) fällt, sich die Unendlichkeit WIRKLICH vorzustellen, so schwer fällt es, sich vorzustellen, dass nach dem Tod nichts kommt und nichts bleibt für einen selbst.

Das, was wir sind, unser Gehirn, das war nicht, puff, einfach da. Es hat sich langsam entwickelt, die Gene haben sich über Generationen den Gegebenheiten angepasst und geändert und wurde nicht von irgendeinem Gott "erschaffen und gebaut"
Zufallsprinzip. Wäre in der langen Kette zufällig ein Detail anders gewesen, sähe es jetzt anders aus.

„Wangen im Allgäu“ (Pseudonym)

Tatsächlich habe ich Verständniss für den Gedanken an eine schöpferische Kraft.
Angesichts der Natur und des funktionierenden Universums durchaus naheliegend.
Schwierig wird es aber schon bei der Auswahl.
Welcher Gott?
Welche Religion?
Es gibt so viele, in so vielen Auslegungen.
Aber Logik ist da sicherlich der falsche Ansatz.

Danke Betty "knicksmacht" 😇

Ja ich glaube ganz fest an einen Gott und Jesus seinen Sohn ...

Aber obwohl ich katholisch erzogen wurde glaube ich nicht an
die katholische Kirche und noch weniger an den Papst der sich
heiliger Vater nennt , was nur Gott alleine zusteht und keinem
Menschen auf dieser Erde...
er lebt und umgiebt sich mit solch einem Prunk und Reichtum ,
den Jesus niemals gut geheißen hätte ...

Auf einem Esel ritt Jesus in Jerusalem ein und er predigte vom
abgeben der reichen Güter , von der Verteilung an die Armen...
aber ich schweife ab ...

Alles was im Namen der Kirche verbrochen wurde zB
(im Mittelalter die Kreuzzüge), oder auch Heute die
vielen Vergewaltigungen und Schandtaten der Prister und
Nonnen in kirchlichen Stiften an Kindern war unmenschlich und
reine Geld - und Machtgier und keinesfalls Gottes Wille ...
nur wieder menschlicher Wille und wie schon so oft , leider ...

GELD REGIERT DIE WELT
und wird es immer tun .

Noch eins , wer die Bibel und den Koran gelesen hat , merkt dass
sich beide Bücher bis auf Kleinigkeiten total gleichen.

Nicht welcher Gott , sondern nur der eine Gott mit vielen Namen
und welche Religion ...
es reichen die 10 Gebote auf der ganzen Welt.

„Erfurt“ (Pseudonym)

Mein Gefühl ist, dass wir von einer "göttlichen" Energie umgeben sind und das wir mehr sind, als die Summe unserer Atome. Ich glaube an so etwas wie Karma ("Die Energie, die du ausstrahlst, kommt zu dir zurück") und dem Sterben als den Rückfluß von (im Menschen manifestierter) Energie in die Natur etc.. Fühlt sich für mich irgendwie "wahr" an, ohne dass ich eine Begründung dafür hätte.

Ich kann das berühmte Kirchenlied "Von guten Mächten wunderbar geborgen" tatsächlich jeden Tag spüren, egal wie schlecht mein Leben gerade läuft, und das ist ein sehr schönes Gefühl.

(Und ja, das ist völlig irrational.)

„Bochum“ (Pseudonym)

@Angel

Du glaubst nicht an die katholische Kirche...nun, muss man auch nicht dran glauben. Die gibt es seit ca. 2000 Jahren und haben nachhaltig unsere abendländische Kultur geprägt. An Gott mag man ja zweifeln, die kath. Kirche ist auf jeden Fall real.

Was genau stört Dich denn heute noch so sehr an den Kreuzzügen? Als Papst Urban zum Kreuzzug aufrief war allen Menschen in Europa des Jahres 1096 klar: "Wow! Das ist ne Super Sache".

Die Kreuzzüge haben Handel, Medizin, Literatur des Okzidents usw stark befeuert und Europa gegenüber den bis dahin kulturell überlegenen Orient in Führung gebracht..könnte man ganz egoistisch sagen und als Reaktion auf die Islamische Expansion in Christliche Länder..durfte sich die Kirche auch wehren. Multikulti war damals nur innerhalb der Religionen möglich.


Ja. Kein Krieg ist Heillig. Das wissen wir heute. Und ich habe in den letzten 40 Jahren auch immer nur Päpste erlebt die um den Frieden in der Welt bemüht waren.

(Das unsere Fussballnationalmanschaft in Schwarz Weiss aufläuft ist übrigens eine Folge der Kreuzzüge)

Das man manche Dinge heute anders sieht als AD 1096...mich erstaunt das nicht. Daraus der heutigen Weltkirche einen Strick drehen wollen...naja.

„Wetter“ (Pseudonym)

Ich frage mich gerade, woran es liegt, das der (die) eine glaubt und andere nicht.
Was prägt das Gefühl des "glaubens" ?
Ich kenne viele, die in einem Glauben erzogen wurden, aber sich später distanzierten.....
(ich bin getauft und konfirmiert, aber auch da nicht "überzeugt" worden zu glauben und vor 30 Jahren schon aus der Kirche ausgetreten. Auch andere Religionen konnten nicht nicht wirklich überzeugen zu "glauben")
Was sind Auslöser für ein Bekenntnis zu einem Gott ?
Ist es wirklich nur der "freie Wille", oder Erfahrungen ?

Ich verstehe das Prinzip des "Glaubens" nicht....
Wie kommt man zu dieser inneren Überzeugung ?

Häufig wird der Glaube (welcher Religion auch immer) ja auch noch mit immenser Überzeugung vertreten...... bis hin zur Abwertung von Nicht Gläubigen.

„Wetter“ (Pseudonym)

@Feucht...
Ich hätte weniger mit "Gott" ein Problem, als mit dem Bodenpersonal..... sprich den "Sprechern" aller Relgionen, die für sich meinen " die Wahrheit" und die einzige Wahrheiten für alle zu wissen ;-))

„Erfurt“ (Pseudonym)

@dagmar Ich glaube auch nicht, dass das Bodenpersonal immer "Gott" vertritt. Religion wird halt auch oft missbraucht, um eigenützige Interessen durchzusetzen. Deshalb darf man das Bodenpersonal auch ignorieren, wenn es Mist baut. ;)

Das was ich fühle, lässt sich wohl am ehesten mit "Auren" oder sowas umschreiben. (Nein, ich bin nicht esotherisch veranlagt.) Aber ich spüre ob Orte eine "gute Energie" haben und ganz oft haben Kirchen eine wunderschöne Energie, weil dort halt so viel "echte" menschliche Emotion geäußert wird. Einfach mal in eine Kirche gehen, sich in den Ort einfühlen und eine Kerze anzünden mit guten Wünschen für Menschen, die du liebst. schadet nicht und kann eine sehr schöne Erfahrung sein.

Die "Geschichten" der Bibel halte ich eher für Lehrstücke um eine gewisse Botschaften zu vermitteln. Natürlich geprägt von den Interessen der damaligen Zeit. Es gibt ja auch Apokryphen (andere "Nacherzählungen" der Geschichte der Evangelien), die vom Vatikan nicht offiziell anerkannt werden (und daher kaum bekannt sind) und vermutlich gibt es auch noch ein paar mit für die kath. Kirche eher "unpassenden" Botschaften, die dort unter Verschluß sind.

Man muss ja nicht an jedes "Märchen" glauben, aber Märchen haben ja auch oft einen Sinn, daraus eine Lehre zu ziehen, meist darüber ob etwas richtig oder falsch ist. Man muss ja nicht eine bestimmte Religion wählen um zu glauben, das da mehr ist als was man mit dem bloßen Auge sieht. Man sieht so vieles nicht, aber spürt das es da ist, wie zum Beispiel Liebe. Natürlich kann sie sich auch in Taten widerspiegeln, aber erst ist es ja nur ein Gefühl.

@ Liebe Karla
Nein ich habe kein Kind, leider und ich kann mir auch nur in etwa vorstellen wie schlimm es sein muss, eines zu verlieren. Es tut mir sehr sehr Leid für dich, das du so einen tragischen unvorstellbar großen Schmerz erleben musstest. Ich gönne es keinem Menschen so etwas durch zu machen. Aber es ist ja nicht unbedingt Gottes Schuld. Es ist nun mal so das wir alle sterben müssen, das ist so vorgesehen. Der eine früher, der andere später. Der eine darf friedlich ruhig in seinem Bett sterben, der nächste hat einen tragischen Unfall, der nächste wird von einer schlimmen Krankheit befallen. Wir können nicht all unsere Lieben behalten, leider. Keiner von uns will ein geliebtes Familienmitglied verlieren, aber so läuft es nicht. Andere Menschen möchten auch Kinder und irgendwann wäre die Erde zu voll. Wir sind ja jetzt schon mehr als die Erde verkraften kann. Eines ist uns allen 100% sicher und das ist der Tod. Aber es ist doch wundervoll das du ein Kind haben durftes und Zeit mit ihm verbringen durftes, es kennen lernen und dich an ihm/ihr erfreuen durftest. Das ist doch ein Geschenk. Und wenn du an mehr glaubst als das was hier einige glauben, dann trefft ihr euch wieder. Wenn es natürlich stimmt was ich glaube und sonst hattest du eine schöne, aber leider viel zu kurze Zeit mit deinem Kind.

„Hamburg“ (Pseudonym)

H.: Bodenpersonal der Kirchen? Bei Sekten würde ich die Kritik eher
ansetzen, die GAR NICHTS für die Gesellschaft tun. Die Mitglieder
wie Sklaven behandeln und wie Scientology z.B. die Weltherrschaft
erringen wollen.