Samenspender werden in Datenbank gespeichert zur späteren Erfragung

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 81 Antworten

rudi, du vergisst dabei, dass das Kind in der Konstellation die Person ist, die nicht die Entscheidungsfreiheit hatte...warum sollen ausgereichnet seine Reaktionen als unkalkulierbar abgetan und umgangen werden? Wenn das Kind von Anfang an weiß, wie und warum es lebt, dann dann gibt es deine "unkalkulierbare" Reaktion nicht...wohl aber irgendwann die legitime Frage nach dem "Erzeuger"...und die muss ehrlich beantwortet werden, sonst ist die Psyche, oder nenn es genre das Seelenheil, des Kindes in Gefahr.

Die Eltern waren erwachsen, haben entschieden, ebenso der Samenspender.

„Ganderkesee“ (Pseudonym)

Ich wäre dafür das ein Kind eines Samenspenders sehr wohl das Recht hat zuwissen wer der Spender ist...im Umkehrschluss aber auch der Samenspender wer sein Kind ist...und das zeitlich einheitlich.
So kann sich ZB der Samenspender darauf einstellen das evtl bald ein Kontakt einer ihm völlig fremden Person bevorsteht...evtl hat er ja auch eine "neue" Familie und muss das selbst erstmal in s Reine bringen.
Generell sollen Kindern von Samenspendern kenn Anspruch auf "Erben" haben..genauso wenig wie ein Samenspender auf "Organe"...
...es sei denn Beide legen das notariell fest

@ShadowCop...das ist durchaus richtig...allerdings bei einer natürlichen Empfängnis doch ein Bisschen anders, da entscheidest du nicht "heute werde ich schwanger", du kannst es allenfalls hoffen. Bei der künstlichen Befruchtung hingegen ist es eine ganz klare Entscheidung "heute wird ein Kind produziert"...für mich anders zu bewerten. Und ich denke, für einen Menschen, der auf diese Weise entstanden ist, ein sehr schwieriges Thema. Nicht zuletzt auch deshalb muss es endlich Erleichterung für diese Menschen geben.

@F-Falk...guter Ansatz. Allerdings einen Anspruch auf Organe gibt es sowieso nicht, auch nicht gegenüber leiblichen Eltern, Kindern, Geschwistern...

@ Seaangel
Ich war da vielleicht schon immer anders, aber mich als MENSCH beschäftigt eher die Frage nach dem WIESO als nach dem WOHER. Denn ob ich nun von Person X oder Person Y abstamme ist für mein Leben und auch die Art wie ich aufgezogen wurde in dem Moment völlig unerheblich.
Vielleicht wird da auch auf einer sehr emotionalen und esoterischen Schiene eine Forderung gestellt, die wir mit unserem Verhalten diesen Kindern so anerziehen.
Die Frage nach dem GRUND des Seins kann auch mit der Erkennung des Samenspenders nicht beantwortet werden und diese Frage ist zumindest für mich deutlich quälender als irgendeine genetische Abstammung.

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

Emotionen,...ganz richtig, D A S ist es , was ein Mensch so unterscheidet, von Robotern...Maschinen. Ich denke oftmals wirklich, dass das rationale Denken eines Mannes schlechthin sich dadurch erklärt, dass er eben nicht derjenige ist, der schon einmal ein Kind austragen durfte und somit die Frau an sich emotionale Führung bei menschlichen Bewertungen einnehmen könnte.- nur so ein Gedanke -
Mein Kind (damals 4-jährig) fragte mich einmal , als sie einen "Rocker-Mann" (Lederkleidung, Nieten, Metallketten...) sah: "Mama, ist das auch ein Mensch?"... und was soll ich sagen?, selbst der musste sich das Lachen verkneifen...

@ Jo Black...üb(er:)
Emotionen,...ganz richtig, D A S ist es , was ein Mensch so unterscheidet, von Robotern...Maschinen.
Das ist auch wieder falsch. Ich habe aber echt den Eindruck ihr glaubt auch noch was ihr da schreibt oder? Was einen Menschen von einer Maschine unterscheidet ist Kreativität und die Fähigkeit sich seiner Umgebung anzupassen bzw. flexibel auf diese zu reagieren.
Menschen haben zudem eine noch höhere kognitive Auffassungsgabe, was wir auch landläufig als Intelligenz bezeichnen. Auch Tiere haben Emotionen und das ist nicht der springende Punkt, der uns zu Menschen macht. Aber das nur am Rande.

Mein Kind (damals 4-jährig) fragte mich einmal , als sie einen "Rocker-Mann" (Lederkleidung, Nieten, Metallketten...) sah: "Mama, ist das auch ein Mensch?"...
Das liegt aber im Grunde daran, dass man diese Personen als Kind einfach nicht einordnen kann, weil sie ja auch anders aussehen. Daran sieht man aber schön, wie wir unser Umfeld erkennen oder einsortieren. Es geht bei uns nämlich so gut wie nie um unsere "Spezies" sondern immer nur darum zu welcher "Gruppe" wir gehören.

Es mag sein, dass Mütter evolutionsbedingt eine andere Bindung zu einem Kind haben, aber dies wird ja bei einer künstlichen Befruchtung gar nicht in Abrede gestellt. Meine Wahrnehmung ist nur immer so, dass die emotionale Mutter von ihrem Umfeld verlangt ähnlich emotional zu sein. Wenn man aber umgekehrt den Anspruch an die Mutter erhebt etwas "rational" zu sein, dann kommt das einem menschenverachtenden Todesstoß gleich. *lol*

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

nein, falsch...du musst dich nicht IMMER angegriffen fühlen... UND
deine Randbemerkung habe ich nicht in Frage gestellt UND ....ich kenne keine(n) gefühlvollen Roboter/ Maschine
...das Tier hast DU "eingeworfen" und sicher gibt es ausreichende Möglichkeiten zu erklären , was Tier- und Menschenwelt gemein haben...freundlich! grins

@ Jo Black...üb(er:)
Ich fühle mich nicht angegriffen. Woher schließt du das?
Auch das scheint ein Trugschluss auf Grund deiner zu hohen Emotionalität zu sein.
Ich korrigiere nur Aussagen, die getätigt werden.

Roboter können deswegen nicht "gefühlvoll" sein, weil sie einer strikten Programmierung folgen.
Es gibt im Moment leider nur PIs -> "Programmed Intelligenz". Der Weg zur künstlichen Intelligenz, welche sich selbst entwickeln und eigenständig agieren kann wird wohl noch etwas dauern.
Dazu muss diese in der Lage sein Programmcode durch "Beobachtung" selbst zu erzeugen.

@ShadowCop...zu deinem Post von 15.24 Uhr

Auf die Frage nach wieso, woher und dem Grund des Seins gibt es nur eine klare Antwort. Wir alle sind im Normalfall das Ergebnis des Liebesaktes zweier Menschen, manchmal mehr aus Liebe, manchmal mehr aus Lust. Dabei hofft manch einer auf eine Schwangerschaft, andere hoffen, dass genau dies nicht passiert...beides ist eine emotionale Angelegenheit.

Die künstliche Befruchtung ist da ganz anders geartet, es ist ein geplanter, rationaler Akt in einer Praxis, einem Krankenhaus oder einem entsprechenden Labor...und es sind weit mehr als zwei Menschen und jede Menge Technik daran beteiligt. Was um alles in der Welt kann eine Frau dazu bewegen, auf diese Weise schwanger werden zu wollen? Ich meine nicht, dass es da um Liebe und Emotionalität gehen kann und nehme an, dass es in erster Linie ums Ego geht...

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

..und was bitte ist dann falsch an der Aussage , dass ein Mensch sich unterscheidet von Robotern/ Maschinen durch Emotionalität?

@ Jo Black...üb(er:)
Emotionen,...ganz richtig, D A S ist es , was ein Mensch so unterscheidet, von Robotern...Maschinen.
Das ist auch wieder falsch. Ich habe aber echt den Eindruck ihr glaubt auch noch was ihr da schreibt oder?

ich glaube das nicht,... nein,....ich weiß das sogar. :).

„Kürten“ (Pseudonym)

Künstliche Befruchtung kennzeichnet vor allem einen Leidensweg, nehmen wir einmal die gleichgeschlechtliche Partnerschaft aus. Wenn das nicht emotional ist, dann weiss ich es auch nicht.

„Kürten“ (Pseudonym)

Absolut richtig!

„Gevelsberg“ (Pseudonym)

...richtig, Energieengel, auch wächst die eingeführte befruchtete Eizelle im Körper der Dann-Mutter weiter und wird genährt, ich denke schon , dass da echte Muttergefühle auch entstehen ...,was denn sonst?

@ Seaangel
Ich würde sagen, dass es dabei rein um dein subjektives Weltbild geht.
Denn der Wunsch nach Familie ist wohl leider bei den meisten Menschen auch sehr "emotional".
Wenn ich nicht verhüte und nur geil auf Sex bin, dann kann man diesen Menschen auch Egoismus vorwerfen und an der Stelle wahrscheinlich noch eher als einem Paar, das gerne Kinder haben will und sich darüber Gedanken macht.
Da sieht man eben wie unterschiedlich und teilweise auch unreflektiert Wahrnehmung ist.


@ Jo Black...üb(er:)
..und was bitte ist dann falsch an der Aussage , dass ein Mensch sich unterscheidet von Robotern/ Maschinen durch Emotionalität?
Die Tatsache, dass Emotionalität nicht das Kernstück unseres Wesens ist und auch nicht das Hauptmerkmal mit der sich unsere Spezies von den anderen abhebt, deswegen. :)
Dass Menschen auch emotional sind, mag ja sein. Aber es ist eben nicht das Haupt Unterscheidungsmerkmal. Es ist sogar anzunehmen, dass lernfähige Maschinen relativ schnell auch Emotionen nachbilden können, denn ein Großteil unserer Emotionen sind einfach Reflexe, die man sogar eine Maschine einprogrammieren könnte. Nur ist die Varianz und die Fähigkeit diese zu erkennen noch zu groß um korrekt darauf zu reagieren. ;)

Seaangel, ob ich nun Kinder habe oder nicht, das hat mit meiner Einstellung nichts zu tun, aber offenbar hast Du nicht den Impuls der Zeit erkannt.
Absolut nicht ist deine Wissensbank informiert, das ein Paar ohne Probleme im Ausland sich Fremdsamen einsetzen kann. Gar kein Problem. Ob das nun Fachärzte sind oder Mediziner die die Kunst können sei dahin gestellt, genauso hast Du wohl noch nie eine Frau kennengelernt wo die biologische Uhr tickt, sie kann gar nicht anders als nachhelfen.
Und ob nun der Mann sein .... reingeleuchtet hat, oder es war ein Instrument, im Falle der Schwangerschaft ist das nachher total egal. Wichtig ist das es eine glückliche Familie ist, und wenn ich so sehe, was für Frauen x Kinder bekommen uns sie verwahrlosen lassen, ist die anonyme Spendung ein Segen. Warum das Kind ein Recht hat das zu erfahren, warum? Ich finde keine Antworten bei euch. Recht und Grund sind zwei Dinge. Einer glpcklichen Familie die Harmonieczu entreissen durch das Recht, findet also mehr Anklang als ein harmonisches Zuhause so zu belassen, bin überrascht.

rudi...ich weiß sehr wohl, was im Ausland möglich ist...ich muss es aber nicht für gut befinden. Änderbar ist es sowieso nicht mehr...und ich bin nicht das Maß aller Dinge...genau so wenig wie du.

Jeder muss wissen was er tut...aber ich finde es gut, dass jetzt wenigstens das Recht dieser auf diese Weise entstandenen Kinder geregelt und gestärkt ist...

Wie glücklich und harmonisch es in Familien zugeht, weiß jeweils nur die betroffene Familie...

„Frechen“ (Pseudonym)

@rudi
wer oder woran definiert man eigentlich den Begriff :
"Harmonie und glückliche Familie/Zuhause" ????

Wie gesagt.
Hier werden in der Diskussion mal wieder Äpfel und Birnen in einen Topf geworfen.

Rechtslage vs Emotionslage.....
und auch noch Moralfragen zum Thema gute Mutter /Eltern ....

„Datteln“ (Pseudonym)

also ich kann das schon verstehen wenn ein kind wissen willwer ist mein papa

@ BAYRISCHE MIZIMAMA ,-)))
Im Zweifel der, der dich Jahrzehnte groß gezogen hat und sich um die kümmert.
Was du meinst ist: "Wer ist mein leiblicher Vater?" und ich persönlich bin mir nicht so sicher, ob wirklich zufriedene Kinder oder nachher ja Erwachsene das wissen müssen.
Im Grunde wollen die dann auch irgendetwas kompensieren. Man kann halt auch super einen Hype draus machen.

„Griesheim“ (Pseudonym)

Ich kenne meinen Vater, er war, gelinde gesagt, ein Axxx.

Wie muss es für ein adoptiertes, Samengespendetes oder Seitensprung gezeugtes Kind sein nach Jahre oder Monatelanger Sehnsucht und idealisierender Träumerei sein biologischen Vater als einen räudigen Rohrkrepierer zu finden, der das Kind froh sein lässt bei jemand anderem aufgewachsen zu sein?

Träume sind ab und zu unrealistisch.

„Datteln“ (Pseudonym)

also bei uns imdorf gabs einen jungen der wurde adopiert und genau im dorf wird gredet klar wollte rudi wissen wer ist wer sind meine eltern??? warumbin ich nicht bei ihnen??? denke jedes kind will wissen wovon stamm ich ab ....ich hab jetzt mit meiner schwägerin zum 18 geb von meinem neffen einen stammbaum für ihn gemacht ....hat viel spaß gemacht auch mal selber zu sehen wo auch wo meine wurzel liegen ....soweißich jetzt das ein teil der fam aus rumänien stammt von der seite meines opas fand das sehr spannend

„St. Ingbert“ (Pseudonym)

@ dagmar : so isses !