
„Nordthüringen“ (Pseudonym)
@ Augenblick: Ich kann Dir nur aus vollem Herzen recht geben.
Als ich mein Leben vor allem an der Hochschule verbrachte, war für mich Mulikulti super wichtig. Dann lernte ich immer mehr Emigranten kennen, die mit mir in einer Großküche arbeiteten. Es trat ein Denkprozeß ein. Zum Einen entdeckte ich, daß es auch tolle deutsche Tänze etc. gibt, die wir leider alle nicht mehr kennen. Und zum Anderen mußte ich feststellen, daß es super nette Emigranten gibt, doch auch Leute, die sich absolut nicht benehmen können. Vor allem mußte ich als Vorgesetzte Männer zurechtweisen, die meinten aufgrund ihres Gehänges seien sie besonders. Da kann ich Dir auch nur recht geben: Wer sich nicht benehmen kann, soll doch in das Land seiner Väter zurück gehen!
In jedem Reiseführer liest man, daß man sich dem Urlaubsland anpassen soll. Warum wird das dann nicht von denjenigen erwartet, die hierher kommen?

„Spremberg“ (Pseudonym)
@antje: klar gibt´s supernette emigranten. in welchem land hast du denn mit den deutschen emigranten gearbeitet? und ich wußte gar nicht, daß die deutschen männer so extrem patriarchalisch sind...
aber es stimmt schon, es gibt überall solche, die sich nicht benehmen können. mir sind auch schon so einige deutsche urlauber oder auch emigranten untergekommen, die sich im jeweiligen land ihres aufenthalts benommen haben wie die axt im wald.
wir haben ja hier in österreich auch so einige deutsche immigranten...
:-)
abgesehen davon, @augenblick, ich hab zwar keinen migrationshintergrund, aber für mich ist die christliche religion ungefähr genauso fremd wie der islam. ich seh da jetzt nicht, daß man das christentum unbedingt bevorzugen müßte... oder auch irgendeine andere religion.

„Nordthüringen“ (Pseudonym)
@Jana: Nun gut, die Männer, von denen ich sprach kamen so eher aus anderen Nationen. Eher von der Spezies der supertollen Deutschen, die jedoch kaum deutsch sprechen.

@jana333 Das ist richtig! Auch nicht jeder kann mit dem Christentum etwas verbinden ABER das Christentum ist nicht die Staatsreligion, da, wie vorher auch schonmal erwaehnt wurde, Staat und Religion in Deutschland getrennte Dinge sind. Dennoch gibt es Religionen, die in den jeweiligen Laendern die Mehrheit an Anhaengern haben und typisch fuer einen Staat/ein Land sind. Bei uns sind zB. die Kirchen die Amtskirchen! Oft wird das Christentum auch in spezifischen Schulen, Kindergaerten, Jugendorganisationen, Jugenddoerfern etc. vertreten (welche dann eine Unterstuetzung bekommen!) Warum nun sollte zB. ein muslimischer Kindergarten Unterstuetzung dafuer bekommen, dass er den muslimischen Glauben nahe legt? Dafuer ist dann das vertretende Land zu staendig, wenn ueberhaupt. Als weiteres gutes Beispiel dienen Feiertage. Man muss kein Christ sein um zB.: Weihnachten zu feiern. Weil es staatlich festgelegte Feiertage sind. Nun stelle man sich mal bitte vor, man wuerde einen staatlich anerkannten, muslimischen Feiertag in Deutschland einfuehren? Das ginge zu weit und gott sei dank, ist es noch nicht so weit. Ich will damit bloß sagen, man muss mit einer Staatsreligion (auch wenn sie bei uns keine offizielle ist) nicht anhaengen, man muss damit nicht vieles verbinden koennen, geschweige denn hat jeder Pflicht an etwas zu glauben, das waere bloedsinn aber! es ist doch naheliegender, dass das Christentum mehr nach Deutschland gehoert als der Islam. Und obwohl ich ehrlich gesagt auch sehr gute Dinge am Islam finden kann, weiß ich doch, dass nicht alles mit den christlich, westlich oder einfach nur deutschgepraegten Menschen kompatibel ist. Das ist, was ich meinte. Ein Zwang, dass jeder ans Christentum glauben muss, ist dies nicht. Aber man bedenke, als zB. Deutscher Christ in ein muslimisches Land zu gehen und dort oeffentlich das Christentum zu huldigen, wuerde als Unverschaemtheit erachtet werden und so wahr man es auch nicht haben will, man hoert es ja einfach nicht gerne, in einer so globalisierten Welt: Nicht immer endet es ganz ungefaehrlich.
Und @ Antje ... obwohl ich selbst eine TEILS andere Herkunft habe, bin ich doch sehr deiner Meinung. Es gibt schoene deutsche Taenze, es gibt schoene deutsche Musik, es gibt schoene deutsche Traditionen, Gerichte, Orte, geschichtlich sehr interessante Ereignisse.. aber all das geraet in Vergessenheit, sogar teils in Verruf! Das ist meiner Meinung nach aber auch eine Dummheit der Deutschen, dass das erstmal zugelassen wurden, sie sich von Schuldgefuehlen einnehmen lassen haben und dabei vieles verleugnet haben. In anderen Laendern ist man stolz auf sein Land, man kann oeffentlich und lautstark sagen, "Ich liebe dieses Land, sogar dieses Land ist das schoenste der Welt"..... hier kann man noch nichtmal sagen, dass man ueberhaupt auf irgendwas stolz ist oder Vaterlandsliebe empfindet, ohne dass von irgendeiner Seite auch haessige Kommentare und Reaktionen kommen. Und ja, daran sind die Deutschen selbst schuld! Denn sie sollten begreifen, dass sie zu all dem das selbe Recht haben, wie auch alle anderen laender. Kulturbereicherung ist gut aber wenn es ein zu großes Mischmasch wird, wird es traurig und leer. Denn geben nicht gerade diese landestypischen Dinge, einem Land den enormen Reiz? Die Schoenheit? Ich kenne so viele Deutsche, die beschaeftigen sich mehr mit anderen Laendern als mit dem eigenen vaterland. Klar, andere Laender sind faszinierend! Aber ich finde doch irgendwo, dass das eigene !aus eigener Entscheidung heraus! Prioritaet haben sollte, damit man sagen kann, alles ist gesund und entspricht der Normalitaet! Heut zu Tage ist es "cooler", gebrochenes Tuerkendeutsch (anderes Wort darf ich nicht verwenden) zu sprechen (sogar als Deutscher!) als ein schoenes, klares Deutsch zu sprechen! Jugendliche kennen Worte auf anderen Sprachen (meist Beleidigungen), bevor sie ueberhaupt die deutsche Sprache ordentlich sprechen koennen. Deutsche reisen hier hin und da hin und dort hin, bevor sie ueberhaupt erstmal die Schoenheiten des eigenen Landes erkunden wollen. Jap, ich finde das schon ungesund. Weltoffenheit in aller Liebe aber man sollte seine eigene herkunft niemals verleugnen oder in den Dreck ziehen. Die Deutsche Kultur hat auch wunderbares und das sollte jeder versuchen, kennen zu lernen.

„Zweibrücken“ (Pseudonym)
[...] aber man sollte seine eigene herkunft niemals verleugnen [...]
Warum sollte es jemand leugnen wollen das er als Mensch auf der Erde zur Welt gekommen ist ? ;-)

Mino! Ich denke, du weißt ganz genau, was ich damit sagen wollte. xD Aber ja, DAS sollte man mit Sicherheit auch nicht verleugnen, falls das ueberhaupt irgendwie moeglich sein sollte.
Gut, Tarzan meinte auch, er sei ein Affe. xD

zum Anderen mußte ich feststellen, daß es super nette Emigranten gibt
Boah nee. Antje, ist dir eigentlich klar, wie rassistisch dieser Satz ist? Wenn ich so etwas höre oder lese, stelle ich fest, wie borniert, arrogant und dumm manche Deutsche sind.
Es gibt nette und weniger nette Menschen. Es gibt auch extrem unnette Menschen. Und zwar in und aus allen Kulturen und Ländern!
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Und zum Thema "Recht auf Religionsfreiheit"
Ich möchte die ursprüngliche Religion meines Kulturkreises und meiner Ahnen ausüben. Und nicht die christliche Religion, die hier mit den Schwert eingeführt wurde!

„Ibbenbüren“ (Pseudonym)
@bunte_seele
das, was "wir Deutschen" an Kultur vor den Christen kennenlernten, kam hauptsächlich von den Römern ... und passierte auch nicht gerade auf freundschaftlicher Basis ;)

„Nordthüringen“ (Pseudonym)
@ bunte_seele: Ja, wenn man den Satz so aus dem Zusammenhang reißt, kann er rassistisch wirken. Da hast Du recht. Im Zusammenhang ist er anders gemeint!

Wir koennen doch hier ganz offen untereinander reden. Da denke ich nicht, dass wir anderen aus irgendetwas einen Strick drehen muessen. Wenn man Antjes Post richtig liest, merkt man doch, dass sie das in keinster Weise rassistisch meinte! Also nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen, sondern den Zusammenhang verstehen. Es ist richtig, es gibt natuerlich sehr nette Imigranten, so wie es auch nette Einheimische gibt. Ueberall gibt es nette Menschen und Menschen, die zum k... sind. Das ist meiner Meinung nach doch etwas ganz natuerliches! Da ist es doch eher positiv, dass sie trotz bestimmter, nicht so guter Erfahrungen, auch hierbei realistisch bleibt und sagt "aber nicht alle sind so!". Denn genau das ist die Wahrheit. Es gibt oft Mehrheiten aber die Mehrheit ist nunmal nicht "alle". Das wissen wir wohl alle. Da finde ich es schon etwas unfair, es nun hin zu stellen, als haette sie etwas rassistisches gesagt. Es war nur ihre Feststellung, dass sie auch sehr nette kennen gelernt hat. Basta, Pasta!

Und ich muss Füchsin leider auch zustimmen, kaum eine Religion wurde nicht durch Blut und Schwert getragen. Aber es stimmt, es gibt auch andere Religionen, die hier in dem Gebiet verbreitet waren. Ich finde sie auch sehr interessant und interessant ist es auch, wenn jemand diese Religionen lebt, obwohl sie nicht mehr sonderlich ueblich sind. Kenne selbst Heiden und kann daher behaupten, dass es schoener ist, wenn jemand mit ganzem Herzen an etwas glaubt als wenn es etwas erzwungenes ist oder einfach nur, um mit dem Strom zu schwimmen. Aber das ist so eine Sache mit dem Glauben, wer glaubt wirklich, wer ist Trittbrettfahrer... jedem das seine aber das ist ein anderes Thema. Trotzdem sollte man halt bedenken, es war nicht nur das Christentum, das mit dem Schwert eingefuehrt wurde.