Das Thema, welches meiner Meinung nach permanent zu kurz kommt, ist der Gedanke der Gemeinschaft.
Alle haben für die Infrastruktur bezahlt, für die Krankenhäuser, die Kraftwerke, die Schulen, usw. Also alles was uns das tägliche angenehme Leben und die Möglichkeit Geld zu verdienen ermöglicht. Deshalb finde ich es nur logisch, wenn bestimmte Bereiche auch in staatliche Hände gehört und zwar die Bereiche die unser tägliches Leben fördern und notwendig sind.
Unternehmen, die gewinnorientiert mit unserer Lebensgrundlage arbeiten bedrohen nicht nur unsere Sicherheit, sondern psychologisch gesehen auch unser Gemeinschaftsgefühl.
Nur als Beispiel: Energieversorgung
Wir sehen doch an der aktuellen Lage welch strategische Rolle die Energieversorgung spielt. Ist es für ein Land da wirklich clever, an einer Strombörse einzukaufen, die Preise von Spekulanten abhängig macht?
Menschen die ohne eigene Leistung 50 Millionen oder mehr erben, bezahlen in Relation deutlich weniger Steuern, als jeder andere der jeden Tag zur Arbeit geht, nutzen aber unsere Infrastruktur genauso, oder mehr (wenn die Wertpapiere in Unternehmen liegen) wie der Rest von uns. Aber in den Bereichen, in denen Sie einen Vorteil haben, wie zB der Krankenkasse, da sind sie schön in einer privaten Versorgung.
Ich bin bestimmt kein Anhänger des Kommunismus, aber bei der elementaren Versorgung unseres Landes sollte der Gemeinschaftsgedanke vor Profitstreben die logische Alternative sein.
PS: Eventuell mal weniger Presseclub, statt dessen "hart aber fair" gucken...
:"...Denn staatliche Pojekte sind in der Regel immer viel teurer als ursprünglich gedacht..."
Nur weil niemand zur Rechenschaft gezogen wird. Wenn ich in der Privatwirtschaft ein Projekt in den Sand setze, dann hat das Folgen.
Aber wenn jemand 5 Milliarden für Masken raushaut, die nicht mehr benutzt werden und bei denen klar war, dass bei der ersten Bestellung der Preis schon 300% über dem Marktpreis lag, dann wird man sogar Fraktionschef...
Ja, das Spahn nochmal was wird außer arbeitssuchend find ich auch sehr bedenklich. Da gabs ja auch noch so ein Privatdarlehen, das ziemlich fishy war. Der Typ hat die Integritität nicht gerade erfunden.
Ich hoffe wenigstens Andreas Scheuer ist in der Politik endgültig verbrannt.
Wasser, Elektrizität, Gesundheit etc. sollte in öffentlicher Hand sein, aber in kleinen Einheiten, die auch (ein wenig) in Konkurrenz zueinander stehen können, die individuelle, öffentliche Rechenschaftsberichte vorliegen müssen. D.h. die "Geschäftsführung" sollte schon aus der Wirtschaft sein und immer mal wechseln können, wenn die ihren Job nicht richtig machen.
Aber hallo; das Ergebnis der Kanzlerwahl ist ein Schuss in den Ofen. Damit habe ich nicht gerechnet. Da freuen sich aber so einige im In- und Ausland. Hoffentlich wird es insgesamt nicht eine Farce. Es ist und bleibt spannend.
@kurvenlover
Horst Lüning hatte genau das vor 3 Tagen schon prognostiziert:
Letztendlich wird Merz aber (leider) trotzdem Kanzler :(
Deswegen ist die Voraussetzung für das gesamte System Staat, dass die Entscheidungsträger auch zur Verantwortung gezogen werden können, sonst verprassen sie für alles sinnbefreit unser Geld.
Wir haben kein Einnahmenproblem, sondern ein Ausgabenproblem; und das sind nicht die Bürgergeldempfänger. Das sind die Menschen die politische Ämter inne haben und die ich nicht nach Ihrem Charakter benennen darf, sonst greift wieder der Majestätsbeleidigungspraragraf...
Viedeo auf ZDF gelaufen:
Warum werden die Entscheidungsträger eigentlich nicht zur Verantwortung gezogen?
Und warum lassen wir es uns eigentlich gefallen, dass diese Entscheidungsträger (unsere) Steuergelder verprassen und, dass sie teilweise korrupt sind?
Wäre es vielleicht nicht mal an der Zeit für mehr direkte Demokratie?
Schade, dass es keine (vernünftige) Partei zu geben scheint, die dafür sorgen würde, dass die Entscheidungsträger mehr zur Verantwortung gezogen werden und die sich gegen Korruption und für mehr direkte Demokratie einsetzen.
Stattdessen dürfen wir uns alle 4 Jahre (oder bei Neuwahlen ggf. auch eher) nur aussuchen, wer uns die weiteren Jahre verarschen darf :(
Vllt nur ne Illusion. Aber der Gedanke ist gut.
Ja, ist er, aber vermutlich kaum wirkungsvoll, weil die Politiker u. a. mit Sicherheit Formulierungen finden und anwenden werden, die einer Lüge nicht standhalten werden.
Naja dann sollte man auch die Möglichkeit schaffen, sich eine einigermaßen gute Rente ansparen zu können.
Ich kenne in meinem Umfeld kaum ein Soloselbstständigen, der genug finanzielle Möglichkeiten hat sich ein Rentenpolster aufbauen zu können.
An die schon lange eingezahle gesezliche Rentenansparung kommt man nicht ran, auszahlen geht nicht mehr.
Stillstand.
Die erst hochgepriesene Rürup Rente hat sich als Megaflop rausgestellt.
Also wie soll das funktionieren?
Selbstständige zahlen dazu enorm an Krankenversicherung wo meist noch 1000€ Selbstbeteidigung inne sind
Gerade jetzt, wo die kleinen Mittelständler/in um das Überleben kämpfen, ist Vorsorge kaum finanzierbar.
Versuch mal ein höheren Kredit zu bekommen, wenn Du noch kein Haus oä als Sicherheit hinterlegen kannst.
Basel Bewertung lass grüßen.
Heute würde ich auf keinem Fall mehr Selbstständig werden wollen.
M. E. sollte das bisherige Rentensystem beibehalten werden und zusätzlich durch staatliche Gewinne am Kapitalmarkt finanziert werden. Ist vielleicht sehr optimistisch gedacht, müsste aber bei sorgsamer Handhabung funktionieren. Wie das im Einzelnen aussehen könnte, darüber muss natürlich verhandelt werden. Wichtig: Die Rente muss im Vordergrund stehen und nicht die Provisionen der damit befassten Verwaltung.
Diesen Gedanken sagte mir ein Arbeitskollege schon vor fast 40 Jahre; er war im Betriebsrat.
Ist halt ein bißchen schwierig sowas Wichtiges wie das Rentensystem einer Gesellschaft auf dem Aktienmarkt basieren zu lassen. Aktien sind immer Wetten, ja, die meiste Zeit (die Trump nicht regiert hat), ging der Aktienmarkt nach oben, aber es könnten halt auch Verluste eingefahren werden. Außerdem ist durch den Generationenvertrag ja eigentlich kein Kapital da, das angespart wurde und investiert werden könnte. Außerdem stellt es die Verlässlichkeit der Rente in Frage: Wenn ihr Wert ständig schwankt ist es schwer eine feste Höhe zuzusichern.
Große Investorfirmen wie Black Rock sind total scharf darauf, dass staatliche System die Renten am Aktienmarkt anlegen, weil dann 1. erstmal enorme Geldmengen auf den Kapitalmarkt strömen würden d.h. jeder der jetzt schon die Produkte halten würde, in die da investiert würde, würde gewaltige Gewinne machen und 2. eine Firma wie Black Rock eventuell sogar der neue Herausgeber spezieller Rentenfonds sein könnte und dann laufend Gebühren kassieren würde. Das Großkapital würde in jedem Fall gewinnen.
Hallo Frau SelfCare; alles was Sie schreiben ist richtig, die Frage ist ja, wie gestalte ich das Ganze, dass das nicht von jetzt auf gleich geht sollte klar sein und der Generationenvertrag soll auch beibehalten werden. Es ist als Ergänzung gedacht. Aber wie genau das dann aussehen soll, weiß ich natürlich auch nicht.
Ich persönlich würde sowas wie steuerbefreiten Rentenkonten in den USA (401K + IRAs) eigentlich für ganz sinnvoll halten: Die Einzahlungen auf diese Konten muss man nicht versteuern und auch die Erträge auf diesen Konten bleiben bis zur Auszahlung steuerfrei. Das Geld auf diesen Konten kann jeder individuell anlegen. Der Betrag, den man jährlich einzahlen kann, ist gedeckelt, in den USA auf 7.000-8.000 Dollar für IRAs und auf 10% des Gehalts für den 401K. Ab ca. 60 Jahren kann man dann entsprechend der individuellen Bedürfnisse Geld entnehmen. Es gibt keine "klassischen" Rentenzahlungen d.h. man kann entweder mit 60 auf Weltreise gehen ODER sich Betrag X zur Aufbesserung der eigenen Rente monatlich auszahlen.
Das würde den Verwaltungsaufwand minimal halten, d.h. es würden nicht soviele externe Dienstleister "mitverdienen", es wäre immer klar, wem das Konto gehört und wem die Gewinne zugute kommen und die individuelle Verantwortung für das Konto würde beim Besitzer verbleiben. Außerdem passt es sich gut an individuelle Lebensentwürfe an und könnte z.B. die Finanzierung einer kleinen Wohnung fürs Alter sein, damit die Rente reicht.