Klima

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 365 Antworten

@stierfrau
Naja mein allgemeiner Wissensstand sagt aber auch ähnliches. Natürlich waren die vorhandenen AKW abgeschrieben, aber dafür waren viele auch in einem alterstechnisch sehr bedenklichen Zustand. Revisionen an den Kraftwerken haben halt auch immer mehr gekostet. Und den ineffizienten Verbrauch von Brennstäben kann man damit auch nicht korrigieren.

Moderne AKW kommen auch mit bis zu 30% von dem bei uns verwendeten Uran aus und das bei gleicher Leistung.

Wenn mit AKWs wirklich Geld zu verdienen gewesen wäre ( oder aktuell zu verdienen ist), hätten die Stromkonzerne schon viel mehr Druck gemacht.
Die sind aber auffallend ruhig....😈😇

Und so lange wir kein wirkliches und sicheres Endlager haben, ist Atomkraft absolut nicht sicher.... Und auch nicht wirtschaftlich.

Mit Erneuerbaren ist mehr zu verdienen.
Das Problem ist das Netz und der nicht zügige Ausbau....

@Teja
So sehe ich das auch. Wenn man den Kraftwerksbetreibern nämlich die Ewigkeitskosten aufs Auge drücken will, dann wird deren Bereitschaft ein AKW weiter zu nutzen auf einmal ganz schön gering. 😂
Solange der Steuerzahler das Risiko trägt und sich um die Entsorgung kümmern muss lässt sich natürlich einfach Geld verdienen.

Ich denke wir sind in Deutschland mit dem Ausbau erneuerbarer Energien schon ziemlich weit gekommen. Man muss jetzt daran arbeiten wie man den produzierten Strom sinnvoll speichern kann. Aktuell ist halt das Problem, das nur mit Solar und Windkraft sich eben nicht die Grundlast unseres Stromnetzes absichern lässt.

Solange wir dafür weiterhin Atomstrom aus dem Ausland oder Gaskraftwerke benötigen ist die Sache halt nicht wirklich rund. Genauso sieht es mit der Verteilung des Stroms aus. Die meiste Windenergie steht halt in Norddeutschland zur Verfügung und die muss natürlich auch erstmal in den Süden.

„Steigerwald“ (Pseudonym)

Jeder kann in erneuerbare Energien investieren, ohne auf Unternehmen warten zu müssen. Ich habe Solarpaneele gekauft, aber was ist mit den Teilnehmern dieser Diskussion?

Interessanter Beitrag der UNI Kopenhagen: mit dem Ausbruch des Vulkans Hunga Tonga vor mehr als 4 Jahren (größte Eruption seit Pinatubo) gelangte eine Menge Methan (klimaschädlich) in die Stratosphäre. Nach neuesten wissenschaftlichen Ergebnissen durch Satelliten baut die Vulkanwolke das Methan wieder ab; den chemischen Prozess dahinter versucht man weiter zu ergründen um auch evtl. andere Prozesse in der Atmosphäre zu entdecken, die ebenfalls zu Methanabbau führen.
Ich finde, dass das eine bemerkenswerte Erkenntnis ist. Da frage ich mich, warum wird darüber weder in der ARD noch im ZDF berichtet. Auch über die Eruption selber ist mir nur die Meldung damals in der Tagesschau (Fr. Daubner) bekannt. Keine Ahnung ob es darüber schon Berichte in anderen Sendern gegeben hat. Vielleicht weiß das jemand hier.
Worauf ich hinaus will: ist das evtl. politisch nicht gewollt darüber zu berichten?
Übrigens, ich schaue fast ausschließlich öffentlichrechtliche Sender und bin kein Klima- leugner.

Vulkanologie ist halt ein Nischenthema, wenn man nicht direkt betroffen ist - Naturwissenschaften außer dem Wetterbericht schaffen es selten in die Nachrichten. Gelesen habe ich von dem Phänomen mit dem Methanabbau auch schon , daß es ein Gamechanger wird glaube ich nicht unbedingt.
Es gibt einige Effekte, die dem Klimawandel entgegenwirken. Bloß sie künstlich im großem Maßstab hervorzurufen, das erwähnte Geoengineering, ist meistens entweder teuer und aufwendig und/oder die Nebenwirkungen sind heftig. Vulkanasche zum Beispiel ist eher giftig, sorgt in bewohnten Gebieten nicht gerade für einen Luftkurort und auch die meisten Ökosysteme mögen das nicht so.

Was mich wundert ist, dass man aber auch in den wissenschaftlichen Sendungen nichts davon sieht, wo doch immer wieder über die Ursachen des Klimawandels berichtet wird. Z. B. CO2 - Speicherung im Boden. Methan ist deutlich klimaschädlicher; ok., natürlich in weitaus geringerer Menge in der Atmosphäre als CO2.

Hier ist zum Beispiel der Orginal-Artikel von "Nature":
https://www.nature.com/articles/s41467-026-72191-4

Und hier populärwissenschaftliche Artikel dazu:
https://www.derstandard.de/story/3000000320656/groesster-vulkanausbruch-des-21-jahrhunderts-verbluefft-erneut-die-fachwelt

https://www.vulkane.net/blogmobil/hunga-tonga-hunga-ha%ca%bbapai-studie-zur-methanreduktion/

Beiträge, Berichte über Klimawandel, Klimaschutz und Maßnahmen gibt es halt heutzutage wie Sand am Meer, darum taucht nicht jeder im öffentlich-rechtlichen Fernsehen auf. Wenn so ein Artikel nicht gerade das Blaue vom Himmel verspricht und massiv verbreitet wird, ändert sich wohl nicht viel an der Akzeptanz in der Bevölkerung, was die Auflagen für den Klimaschutz betrifft.

"Was mich wundert ist, dass man aber auch in den wissenschaftlichen Sendungen nichts davon sieht, wo doch immer wieder über die Ursachen des Klimawandels berichtet wird. Z. B. CO2 - Speicherung im Boden. Methan ist deutlich klimaschädlicher; ok., natürlich in weitaus geringerer Menge in der Atmosphäre als CO2."

Das ist nicht sauber trennbar. Durch die durch CO2 verursachte Klimaerwärmung, taut der Permafrost, der nicht nur CO2 speichert, sondern auch sehr viel Methan. Das wird wirklich sehr problematisch, wenn der Permafrost taut.

https://www.ardalpha.de/wissen/umwelt/klima/klimawandel/permafrostboden-klimawandel-kohlendioxid-methan-100.html

Jetzt gibt es, wie so oft, schon Lösungsansätze, z.B.:

https://natur.de/artikel/wie-pferde-und-bisons-den-permafrost-schuetzen

Hast du davon schon gehört? Ich schon. Kamen schon einige Berichte, aber ich schließe mich AdMM an, es gibt sehr viele Berichte.

@Alea

Sergey Zimov heißt der Avantgardist der sich zusammen mit seinem Sohn seit Jahren an dem Thema abarbeitet den Permafrost mit großen Herden von Tieren zu erhalten. Es gibt dazu eine sehr gute ältere Doku von ARTE 💁‍♀️

Zurück in die Eiszeit - Die Zimov Hypothese

Zurück in die Eiszeit - Die Zimov Hypothese
(Achter'n Dyk Ditzum)


Und noch eine Reportage, die ist glaub aktueller.

Sibirien: Die Helden der Urzeit

Sibirien: Die Helden der Urzeit | ARTE Reportage
(ARTEde)

Beim zweiten Video (Die Helden der Urzeit) in der Minute 4:30 etwa:
Vor 30 000 Jahren gab es hier unendliche Steppen, bevölkert mit vielen Tieren.

Davor schon aber auch danach:
Man findet hier viele Knochen, Graswurzel, irgendwelche Stäbchen und viel organisches Material.

Warum findet man das? Weil das Eis des Permafrostes schmilzt und gibt diese Sachen frei. Also wurden diese ganzen Funde im Permafrost eingeschlossen, als der Eis kam. Das Eis gab es also vorher nicht. Und es kam dann recht unerwartet für die damaligen tierischen Steppenbewohner und Pflanzen. Aber das war natürlich kein Klimawandel - denn der Begriff „Klimawandel“ bezeichnet langfristige Temparatur- und Wetterveränderungen, die hauptsächlich durch menschliche Aktivitäten verursacht sind, insbesondere durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe. Steht so als Infotafel unter dem Video. Es war zwar eine gewaltige Klimaveränderung - von Steppe bis in die Eiswand - aber eben kein Klimawandel, da nicht Menschenverursacht. Also Wandel ist es schon, auch Wandel des Klimas - kann aber so nicht heissen, weil die Menschen definitiv nicht daran Schuld waren?

In der Mitte der letzten Eiszeit betrug die Eisdicke in Europa und Nordamerika bis zu 3000m, also 3 km. An den Ausläufen immer noch um die 1000m. Das, was wir da sehen, sind erbärmliche Reste davon. Und oben auf der Permafrostschicht sieht man, wie dünn im Vergleich zu Permafrost-Dicke die nach der letzten Eiszeit dazu gekommene Erdschicht ist. Es sind also die Reste der einst bis zu 3000m hohen Eisschicht. Die in den letzten 10 000 Jahren nach und nach abgeschmolzen ist. Und schmilzt weiter. Ist also auch ohne menschliches zu tun von 3000 m auf - was werden das sein, 20-30m? - abgeschmolzen. Aber das ist ja gar nichts. Diese letzten paar Meter - das ist dann Klimawandel.

@stierfrau Die letzte große Eiszeit war vor 12000 Jahren zu Ende, die vorletzte (größere) war vor 60000 Jahren vorüber. Zwischendurch war es auch deutlich wärmer als heute, die Eiswand ging ganz weg doch der Permafrost im Boden blieb bis heute eben. Darum findet man im Boden auch all die Tiere so frisch erhalten die in der Zeit zwischen 60k und 12k ausgestorben sind und dabei in Kältefallen gerieten. Allgemein wurde es diesen Riesenviechern wohl aber zu warm.. in ihren alten Genen stehen nämlich maximal dicke Felle und viel Fett als Energiespeicher drin reingeschrieben. Das könnte man für heute dann aber ändern. Die Großsäuger von damals braucht man für die Vision von dem alten Herren.

Es tauen neben den Knochen immer wieder auch die kompletten Kadaver von Mammuts zB auf, wie aus einem Kühlschrank und daraus kann man leicht Mammuts klonen, die dann in echt über das Land ziehen wie in Afrika die Elefanten. Dazu noch Urochsen, Wollnashörner, Säbelzahntieger so groß wie mein kleines Auto 🚗.. Riesenfaultiere die logischerweise nicht in den Baumkronen leben sondern auf allen Vieren auf dem Boden.. die Bären sind dann auch wieder furchteinflössend wenn sie sich aufrichten und nicht so wie heute, wo russische Bären nur von weitem groß scheinen, ganz nah sind sie dann Bettvorleger. Futter hätten all die Tiere ja eigentlich auch genug, denn die würden die gesamte Taiga mit Unmengen von Kot vollkacken so dass genug wächst. Die alten Großtiere wieder zu beleben, sprich sie zu klonen, kommt glaub auch als Vision von dem alten Kauzer in der Doku vor. Hab sie damals im TV angeschaut.. ist lange her. Die kurze Reportage hab ich noch nicht gesehen.

Der Klimawandel der heute stattfindet ist von Menschen gemacht.. sonst ist es ein stinknormaler wie alle anderen auch. Manche kommen schnell daher wie die Folgen von einem massiven Einschlag aus dem Weltraum, andere passen sich womöglich einem über 20 Millionen Jahre-Zyklus an, doch das ist nicht sicher. Es kann sein, dass es da draußen einen sogenannten braunen Zwerg gibt, eine unsichtbarer Stern zB. der sehr weit draußen um die Sonne seine einsame und dunkle Bahn zieht. Jedenfalls zieht uns auf der Erde alle mehr oder weniger 20-30 Millionen Jahre eine erhöhte Gravitation weiter in den Weltraum, ein bisschen weg von der Sonne so dass die Erde massiv vergletschert.

OT:

@stierfrau
Ich erwähne dich mit Bezug auf deinen Beitrag (demnächst) im Thread "warum sind Diskussionen so schwierig geworden?". Keine Frage an dich, ich möchte nur transparent sein, nicht, dass ich dich irgendwo erwähne und du weißt nichts davon 🙂

Ich wiederhole mich: CO2 und auch andere Treibhausgase treiben die Lufttemperatur in die Höhe. Neue Erkenntnis der Forschung: die Vulkanwolke des Unterwasservulkans Hunga Tonga (Eruptionshöhe bis 58 km, größte je gemessene Höhe vom Satelliten aus gemessen, Ausbruch im Januar 2022) senkt den Methangehalt in der Atmosphäre erheblich. Heißt: durch einen natürlichen Vorgang in der Natur wird das Treibhausgas Methan gesenkt. Wie sich das genau auf die Temperaturen auswirken wird ist abzuwarten. Ich will damit sagen, es wird immer wieder mal Naturereignisse geben, die die Temperatur auch mal stagnieren oder sinken lassen werden, aber den CO2 Anstieg, verursacht durch den Menschen, ist ohne Gegenmaßnahmen nicht aufzuhalten und lässt letztendlich die Temperaturen weiter steigen. Fazit: Naturereignisse lassen sich schlecht vorhersagen, aber der menschengemachte CO2 Anstieg schon.

Mir gehen diese Grundsatz Diskussionen auf den Zeiger.
Es gibt immer häufigere und längere Hitzewellen in den Sommer.
34- 39 Grad oder mehr ist einfach scheiße heiß, mega anstrengend und auch für die Wirtschaft aus verschiedenen Gründen schlecht, so wie auch für die Landwirtschaft.

Mir machen die immer heftigeren Sommer mit Hitze und Trockenheit, Waldbrandgefahr und knapper werdenden Wasserressourcen große Sorgen und vor allem schwer zu schaffen.

Ich bin nun schon alt, aber 2 Jahrzehnte habe ich ggf noch. Und je älter ich werde, desto schlechter stecke ich Hitze weg.... Und die Hitzewellen werden mehr und heftiger, die Unwetter auch....

Was ist mit der Zukunft der Jungen ?

Irgendwas müssen wir tun. Langfristig global und auch umgehend lokal.

33 oder noch mehr Grad in Wohnungen halten auch junge Menschen kaum aus. Geschweige, daß sie dabei produktiv oder gesund bleiben...

Die Natur ist unsere Lebensgrundlage.
Wenn wir sie ruinieren, sieht es bitter für uns aus.

Die Erde kann auch ohne den Parasit Mensch leben 😉