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@Hauptstadtfrau :
warum postet du nur einseitig Links? Es gehört zum demokratischen Prozess jedwede Meinung zu akzeptieren! Einen Teil der Bevölkerung ausklammern und verfemen wollen, ist das nicht Rassismus? Nach Wiki klingt das so: „Der Rassismus ist die verallgemeinerte und verabsolutierte Wertung tatsächlicher oder fiktiver Unterschiede zum Nutzen des Anklägers und zum Schaden seines Opfers, mit der seine Privilegien oder seine Aggressionen gerechtfertigt werden sollen“ - Muslime, Christen, Juden und auch PEGIDA Demonstranten sind Menschen, oder? Aber es ist ja bekannt vor unserem Gesetz sind alle gleich und manche Mitbürger machen das Gesetz eben etwas gleicher - gehörst du auch dazu?
Ich denke ja, du bist Konsument von Angst und Terror und gibst diese Informationen ungefiltert weiter, so wie die PEGIDA Anhänger ihre Propaganda weitergeben oder die Djiadisten ihre Sicht der Dinge darlegen und verbreiten. Somit ist deine Auswahl der Links schon Zensur als solche. Es unterstellt uns, dass wir nicht selbst eine Meinung haben und erst von Dir überzeugt werden müssen! Weiterhin nervt das ständige, fast minütliche Spammen von irgendwelchen unnützen Links - hat hier keiner mehr eine Meinung? Und das betrifft viele hier! Ich lese Worthülsen wie: "Ich kann das jetzt nicht besser ausdrücken als in diesem Artikel"...
Ich habe Deutsch in der Schule gelernt und durfte auch Aufsätzen schreiben und Texte interpretieren aber solches Verhalten hinterfrage ich bewusst. Weil es doch sein kann das einige Ihr die Texte nicht richtig verstehen oder gar den Kontext falsch interpretieren, so wie es die "deutschen" Dijhadisten mit dem Koran tun, da sie Hocharabisch nicht richtig sprechen. Kein Wunder, das Extremismus so erfolgreich in unserer Kultur ist, da Bildung nicht mehr zu den edlen Zielen gehört.
Hier noch zum lesen - aus den gleichen Quellen, wie du sie bedienst, es gibt immer zwei Seiten:
http://daserste.ndr.de/panorama/aktuell/RTL-inkognito-bei-Pegida-So-gefaehrdet-man-Glaubwuerdigkeit,pegida150.html
Unser Wertegemeinschaft aktzeptiert jeden und klammert niemanden aus, weder den Moslem, noch den jüdischen Bürger, noch den Sozialisten, den Christen oder eben den skeptischen Deutschen. Die Welt, wie sie dir gefällt, gibt es nur bei Astrid Lindgreen! Und das ist keine reißerische, radikalisierte Literatur, sondern das lesen unsere Kinder
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Ich bin wirklich verblüfft welch unreflektierten Aussagen man hier antrifft. Von mündigen, erwachsenen Menschen erwarte ich mehr!
Da der Thread so lang ist, versuche ich meine Gedanken mal stichpunktartig abzuarbeiten.
- Man kann und sollte nicht bestreiten, dass auch christlicher Terrorismus besteht. Für den deutschen Verfassungsschutz ist er jedoch vernachlässigbar, weil er einfach momentan keine Volksbedrohung im größeren Sinne darstellt.
- Warum erwarten denn alle, dass Muslime rund um den Globus auf die Straße gehen? Nur weil ich meine Meinung nicht auf Plakaten durch die Stadt trage, heißt das ja nicht, dass sie nicht existiert oder weniger wert ist. Viele Moslems, die ich kenne, können sich einfach so gar nicht mit diesem Terror identifizieren, dass ihnen selbst eine "Anti-Demo" zu abstrus ist. Es reicht doch, wenn sie in ihrer Familie/Freundeskreis/Moschee darüber gesprochen haben und sich emotional davon distanzieren.
- Dass immer versucht wird, Ereignisse zu relativieren, weil man sie mit anderen vergleicht, nervt mich ungeheuerlich.
Was in Nigeria passiert ist, ist eine unsagbare Grausamkeit. Dass in Syrien täglich Hunderte von Menschen sterben, bricht mir das Herz. Dass Menschen in repressiven Systemen leben müssen und für Demokratie kämpfen müssen, ist eine Schande.
Und gerade deswegen bin ich so stark von dem Anschlag auf Charlie Hebdo betroffen. Weil er so offensichtlich ein Anschlag gegen Demokratie und Pressefreiheit war. Im Kampf für Demokratie sterben täglich hunderte, vielleicht tausende von Menschen auf der Welt und in einem Land, wo der Grundstein der Demokratie gesetzt wurde, wird sie auf so brutale Weise niedergemetzelt.
Jeder Akt von Terror ist für sich genommen und als Einzelnes eine Gräueltat. Da sind 12 französische Journalisten nicht mehr wert als 200 nigerianische Mädchen. Man sollte jedes dieser Ereignisse benutzen, um sich selbst den Wert von Demokratie klarzumachen.
Dass man den Anschlag der Boko Haram als Möglichkeit benutzt, den Anschlag auf Charlie Hebdo niederzumachen, widert mich an. Das haben die 2012 Opfer schlicht nicht verdient. Großes, großes Pfui!
- Wie kann man Terror präventiveren? Durch Aufklärung und Kommunikation.
Jedem Schulkind sollte mit Nachdruck klar gemacht werden, wie wichtig und wertvoll Demokratie ist und dass man sich dafür einzusetzen hat! Nicht zuletzt weil so viele Menschen dafür gestorben sind. Überhaupt sollte man schon im Kindergarten sehr gezielt daran arbeiten, dass Menschenrechte den Kinder vermittelt werden. Sodass jedes Kind mit der festen Überzeugung aufwächst, dass alle Menschen gleich viel wert sind. Ganz gleich des Geschlechts, der Religion, des Einkommens der Eltern, der Hautfarbe oder der späteren Sexualität. Wenn eine Friedenskultur früh vermittelt wird, wird sie später auch gelebt.
Weiterhin halte ich "Tage der Verständigung" in Schulen für ganz wichtig. Ähnlich wie Projekttage sollten dort ALLE Religionen mal vorgestellt werden. Judentum, Christentum, Islam, Buddhismus, Atheismus - ja selbst die Pastafari sollten dort erwähnt werden, denn was schafft letztlich Angst? Unwissen.
- Menschen fürchten sich vor dem Fremden. Das war schon immer so, das wird immer so bleiben. Deswegen haben viele auch Angst vor Spinnen, weil sie dem Menschen so unähnlich sind. Der Vorteil meiner Generation ist aber, dass durch das Internet und die Globalisierung fast nichts mehr fremd bleiben muss. Deswegen halte ich es für wichtig, dass man der breiten Masse noch viel mehr Möglichkeiten bietet, die Kulturen zu vermischen.
Hierzu sollten sich Gemeinden und Einzelpersonen aktiv engagieren. Warum nicht mal ein gemischtreligiöser Stammtisch? Oder ein Kochzirkel, wo jeder ein Gericht aus seinem Heimatland mitbringt? Möglichkeiten zur Integration gibt es viele, man muss sie nur ergreifen. Und ja, Integration ist IMMER eine zweigeteilte Aufgabe. Jedoch haben es Einheimische immens einfacher da mal die Initiative zu ergreifen! Wenn man mir die Hand reicht, schlage ich auch gerne ein.
- Dass mehr Männer flüchten, habe ich zwar statistisch so noch nicht gesehen, ist aber doch leicht zu erklären. Eine Flucht ist sehr teuer und gefährlich. Die meisten Familien werden sich nur einen Flüchtling leisten können. Ist doch logisch, dass sie den starken Mann wählen, der vielleicht besser mit Gewalt, Hunger und Angst klarkommt als Mutter mit Kindern. Wahrscheinlich haben weiterhin viele die Hoffnung, dass der Mann sie später auf sicherere Art zu sich holen kann. Was daran verwerflich sein soll, ist mir ein Rätsel.
- Bevor man immer die Presse verteufelt, sollte man sich vielleicht an die eigene Nasenspitze fassen. Die Presse soll informieren und ein Sprachrohr darstellen. Nicht mehr, nicht weniger. Sie ersetzt niemals eigenes Denken oder Handeln!!!
Meinem Bruder ist zB aufgefallen, dass auf seiner Schule antisemitisches Gedankengut herumschwirrt. Was hat er getan? Er ging zur Schulleitung, hat das Thema angesprochen, hat sich mit Politik-Lehrern zusammen getan und einen Rabbi in die Schule eingeladen. Dieser wird nun zusammen mit einem Imam und einem Pfarrer einen Vortrag zum Thema Menschenhass halten. Mein Bruder ist gerade 16 Jahre alt geworden.
Ich habe mit meiner Mutter Flüchtlinge in meinem Heimatdorf ärztlich versorgt, ich bin 21. Freunde von mir arbeiten mit Amnesty international in Zentralafrika, die sind nicht älter als 27.
Bevor jemand also die nächste Stammtischparole um sich wirft, sollte er vielleicht mal in sich gehen und überlegen, ob er das nur zur Selbstdarstellung macht oder ernsthaftes Interesse an Veränderung hat. Die bekommt man nämlich nicht nur durch das Kommentieren bei Facebook und Konsortien. ;-)
Summa summarum kann man nur an jeden Bürger appellieren, dass er aktiv einen Teil zur Völkerverständigung beiträgt und die Grundrechte so lange predigt, bis selbst der allerletztes Vollidiot sie verstanden hat.
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Dankeschön Zuckerwatte, fantastisch geschrieben und auf den Punkt gebracht!
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Hallo Zuckerwatte!
einige Antworten aus meiner Sicht.
- "christlicher Terrorismus"
Es besteht aus meiner Sicht keinerlei nennenswerter Terrorismus auf der Welt, der seine Anschläge und Morde explizit mit dem Glauben an Gott rechtfertigt. Gegenbeispiele sind gerne willkommen.
- "Muslime sollten/müssen nicht auf die Strasse gehen wenn im Namen des Islams gemordet wird"
Ich erinnere mich gut an zahlreiche Lichterketten und Demonstrationen in Deutschland gegen mutmaßlich rechtsradikale Verbrechen, gegen Menschen die an PEGIDA-Demonstrationen teilnehmen, gegen sehr vieles.
Ich kann mich an keine nennenswerte solche Bewegung von Muslimen entsinnen, wenn im Namen des Islam gemordet wird. Aber - alle Muslime verstehen sich als Bestandteil der Umma. Wäre es da nicht angebracht, die Umma zu verteidigen gegen die, die sie in den Glauben in den Dreck ziehen wollen? Ich meine Ja.
- "Relativierungen"
Ja, das sollte man in Maßen gebrauchen. Dennoch ist davon keiner frei, denn viele in diesem Thread haben Relativierungen in der einen oder anderen Richtung verwendet. Ich möchte es aber andererseits nicht grundsätzlich verdammen, denn Relativierung bedeutet in gewissem Maße auch etwas in den Kontext zu setzen.
Und das ist ein Mangel vieler, dass sie den Kontext nicht genügend beachten, sondern eher einseitig von ihrem Standpunkt ausgehen ohne den Standpunkt des anderen oder den generellen Kontext rezipieren zu wollen.
- "Deswegen halte ich es für wichtig, dass man der breiten Masse noch viel mehr Möglichkeiten bietet, die Kulturen zu vermischen. "
Von Vermischung als ein Wert per Se halte ich nichts. Wenn ich Kakao und Tee zusammenrühre, ist die Vermischung kein höherwertiges Produkt, um es einmal platt auszudrücken.
Selbst wenn das Wort "vermischen" eher im Sinne von kennenlernen gemeint war, vermute ich doch dahinter eine Haltung nach der bei einem genügend gründlichen Kennenlernen sich viele Problem in Luft auflösen würden.
Dieser von mir vermuteten, weitgehenden Haltung stimme ich nicht zu weil ich sie für naiv halte.
Gegen ein Kennenlernen habe ich nichts, und befürworte es.
- Flucht bedeutet in vielen Fällen Lebengefahr, aus der man flüchtet. Man muss weg, sonst stirbt man oder erleidet sonstige gravierende Folgen. Das heisst also man ist nicht in der Lage sich herauszusuchen wer flüchtet und wer nicht, alle müssen gehen.
Das was wir in den Asylbewerberzahlen aus den Altersbändern lesen können ist im Bereich der jungen bis mittelalten Männer ein anderes Bild, hier haben sie ein deutliches Übergewicht. Anders dagegen in den Altersbändern der Kinder und älteren Menschen, hier herrscht ungefähr Gleichgewicht zwischen den Geschlechtern.
Das nenne ich nicht Flucht, sondern Migration.
Die starken werden vorausgeschickt um bessere Lebensbedingungen zu erkunden und zu finden für den Rest. Das hat allerdings nichts zu tun mit dem grundgesetzlichen Ziel des Asyls, nämlich *politisch* verfolgten *zeitweilig* eine neue Heimstatt zu bieten. (Das gleich gilt für Kriegsflüchtlinge, die eigentlich primär in den Nachbarländern Zuflucht erhalten sollten, nicht dort wo die besten Lebensbedingungen sind, denn das wäre Migration)
Dieser Dissens zwischen legalen Asylgründen und der tatsächlichen Motivation von Asylbewerbern wird in der öffentlichen medialen Diskussion nicht aufgelöst, sondern der moralisch hochwertige Begriff "Flüchtlinge" wird unterschiedslos für alle verwendet, die nach Deutschland migrieren.
Die Anerkennungsquoten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im einstelligen Prozentbereich sprechen eine ganz andere Sprache.
- "Die Presse soll informieren und ein Sprachrohr darstellen. Nicht mehr, nicht weniger. "
Nein, die Presse soll kein Sprachrohr darstellen. Sie soll aber sehr wohl informieren. Leider ist das erstere sehr oft der Fall heutzutage, und das letztere in geringerem Maße. Jedesmal wenn ich SPIEGEL Online aufschlage, ist gerade bei den politischen Meldungen eine deutliche Färbung der Information und Verquickung mit Meinung festzustellen.
Ich habe den Eindruck, dass der SPIEGEL (und andere Medien, natürlich) neben der Information den zweiten Auftrag der Volkserziehung haben und wahrnehmen.
In diesem Sinne.. einen schönen sonnigen Sonnabend!
Chris
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Ich habe momentan keine Zeit auf alle Punkte einzugehen, deswegen beschränke ich mich auf ein paar Gedanken.
Es mag sein, dass du es für naiv hältst, wenn man die Meinung vertritt, dass ein Kennenlernen viele Konflikte vermeidet. Ich habe es allerdings aus erster Hand so erlebt. Ich komme aus einer Gegend mit einer sehr hohen Ausländerquote und in unserer Stadt konnte man beobachten, dass in Schulen, wo auf Integration sehr viel wert gelegt wurde, viel weniger Probleme (Vandalismus, Gewalt etc) aufkamen. Schulen, in denen man Cliquenbildung nach Nationalitäten zuließ, hatten jedoch gerade mit Gewalt sehr stark zu kämpfen. Auffällig ist weiterhin, dass Schüler dieser Schulen jetzt auch radikales Gedankengut haben bzw. die ersten schon nach Syrien gereist sind.
Glaub es oder nicht, aber wenn man sich willkommen und glücklich fühlt in einem Land bzw einer Gesellschaft, dann möchte man diese nicht zerstören. ;)
Es ist doch schon sehr seltsam, dass hauptsächlich Einwandererkinder hier radikalisiert werden, oder? Bei guter Integration sollte das nicht so sein.
Ich selbst bin so ein Einwandererkind, kann das also ganz gut beurteilen. Ich habe Freunde aus praktisch jedem Kulturkreis, engagiere mich hoschulpolitisch, studiere ein anspruchsvolles Fach, ich werde später viele Steuern zahlen und die deutsche Wirtschaft unterstützen. Das alles wäre mir aber nicht möglich, wenn ich mich nicht in Deutschland wohlgefühlt hätte. Man mich bei der Integration nicht unterstützt hätte.
Deswegen sage ich mit Nachdruck, ja, es ist gut, wenn man Menschen aus verschiedenen Ländern/Kulturen die Möglichkeit gibt, sich zu vermischen, sich auszutauschen, sich zu verstehen. Das bereichert ungemein!
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Ach, ich bin jetzt einmal faul - ich stimme dir nach wie vor zu, dass ein Kennenlernen Probleme vermindert, und gemacht werden sollte, ja muß.
Aber ich glaube dass ein solches Kennenlernen (das recht oft als erste oder einzige Maßnahme propagiert wird, vermutlich weil es so positiv klingt und kaum Widersprüche auslöst) Kernprobleme nicht lösen kann. Diese Kernprobleme muss man angehen, und auch auf eine solche Weise die nicht immer nur Zustimmung findet.
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Was schwebt dir da denn bitte vor? Und von welchen Kernproblemen sprichst du?
Danke @xxl4ever! Freut mich, dass sich die Tipperei gelohnt hat! :)
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Mein Rezept wäre eher simpel: Einwanderung nach dem Punktsystem von Australien oder dem kanadischen Vorbild, dagegen keine Einwanderung über Asylanträge.
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Und wie soll das bitte einer islamistischen Radikalisierung und Terror vorbeugen?
Ich sehe da irgendwie keinen Zusammenhang. Sind doch keine Asylbewerber, die der Verfassungsschutz im Auge hat.
Mal ganz davon abgesehen, dass ich deine Vorstellung über Flüchtlinge bzw Asylanten etwas zu kurz gedacht halte. Es müssen ja nicht zwangsläufig Kriegsopfer sein, deren Dörfer bombardiert werden. Es gibt auch durchaus Menschen, die einfach Angst vor der Regierung haben - beispielsweise in ehemaligen UdSSR-Staaten und deswegen um ihr Leben fürchten.
Weiterhin wollen die meisten Asylanten eigentlich gar nicht aus ihrer Heimat weg. Dass sie sich also eine Migration "erschleichen", halte ich für Blödsinn, sorry. Ein Leben in Deutschland ist nicht immer das Non-Plus-Ultra. Du würdest doch auch nur ungern von deinen Freunden, deiner Familie und deiner Heimat weg. Finde diese Arroganz und Empathielosigkeit wirklich unangebracht.
Und man kann sich das als wohlhabender Deutscher vielleicht nicht vorstellen, aber manche Menschen können es sich einfach nicht leisten, dass die ganze Familie flieht. Wir sprechen hier ja nicht von einem Wanderausflug von 20km, sondern einer Odyssee von teilweise über 5000km. Ich halte es weiterhin für absolut nachvollziehbar, dass sie eine Familie in Not dafür entscheidet, dass nur einer geht und der Rest bei den Kindern bleibt und auf das Beste hofft.
Ist natürlich schade, dass in solchen Fällen nicht die älteste Tochter, sondern der Sohn weggeschickt wird, aber verständlich, da es der Mann einfacher haben wird und Emanzipation eben leider noch nicht in alle Ecken der Welt vorgedrungen ist.
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„Traunstein“ (Pseudonym)
Zuckerwatte, danke und volle Zustimmung. Vom Mobiltelefon und einer Familienfeier aus kann ich gerade nicht viel mehr schreiben.
Thymian, pfui. Der Spiegel ist weder Regierungsorgan noch hat er Erziehungsauftrag. Aber diese Mythen und Verschwörungstheorien halten sich hartnäckig.
Christliche Terrororganisationen? Google mal. 13 sind derzeit nennenswert aktiv, darunter KuKluxKlan und die, die regelmäßig Krankenhäuser in die Luft jagen, dazu was mit drei Buchstaben für die ua Timothy McVeigh die Bombe gelegt hatte.
Gegendemos und Mahnwachen von Muslimen gibt es zigfach! Erst letzte Woche vor allen nennenswerten deutschen Redaktionen, um demonstrativ zu zeigen, sie schützen die Freiheit, die Presse und stehen mit ihrem Leben dafür ein. So wie Ahmed, der muslimische Polizist in Paris, der vor Charlie Hebdo von den Terroristen hingerichtet wurde.
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„Nördlingen“ (Pseudonym)
@berlin
David Koresh fällt mir dazu noch ein.
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Ich wiederhole mich:
"Es besteht aus meiner Sicht keinerlei nennenswerter Terrorismus auf der Welt, der seine Anschläge und Morde explizit mit dem Glauben an Gott rechtfertigt. Gegenbeispiele sind gerne willkommen. "
Bisher keine Gegenbeispiele, die auch nur im Entferntesten qualitativ und quantitativ vergleichbar mit dem Terrorismus sind, der sich auf den Islam beruft.
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@Zuckerwatte
"Weiterhin wollen die meisten Asylanten eigentlich gar nicht aus ihrer Heimat weg. Dass sie sich also eine Migration "erschleichen", halte ich für Blödsinn, sorry. Ein Leben in Deutschland ist nicht immer das Non-Plus-Ultra. Du würdest doch auch nur ungern von deinen Freunden, deiner Familie und deiner Heimat weg. Finde diese Arroganz und Empathielosigkeit wirklich unangebracht. "
Ich habe einige Jahre im nichteuropäischen Ausland verbracht, und ich kann dir versichern dass die jungen Männer die ich traf, mit wenigen Ausnahmen alle nach Europa wollten. Und ich weiß warum, denn das Leben in Deutschland *ist* vergleichsweise das Non Plus Ultra.
Was du als Arroganz und Empathielosigkeit brandmarkst, nenne ich Erfahrung.
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Siehst du, ich habe da einfach andere Erfahrungen gemacht. Vielleicht wollen sie das in der Theorie gerne, aber die Flüchtlinge, bei deren Versorgung ich geholfen hab, wollten allesamt lieber wieder nach Hause.
So ein Leben als Asylbewerber ist nämlich richtig, richtig scheiße.
Das kann ich dir versichern.
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Zitat Thymian:
"Ich habe den Eindruck, dass der SPIEGEL (und andere Medien, natürlich) neben der Information den zweiten Auftrag der Volkserziehung haben und wahrnehmen. "
Antwort Hauptstadtfrau:
"Thymian, pfui. Der Spiegel ist weder Regierungsorgan noch hat er Erziehungsauftrag. Aber diese Mythen und Verschwörungstheorien halten sich hartnäckig. "
Ich wüsste, erst einmal, nicht was mir die Aussage "pfui" einbringen sollte. Habe ich etwas schmutziges erwähnt, dass gemassregelt werden müsste durch dich? Ebenso solltest du gründlicher lesen. Ich habe meinen Eindruck wiedergegeben, und nicht ex cathedra gesagt dass es so sei. Mein Eindruck ist weder Mythos noch Verschwörungstheorie, er ist entstanden aus meiner Beurteilung. Und gerade im Zusammenhang mit sowohl der Ukraine- aber auch der Pegida-Berichterstattung gibt es deutliche Kritik an Medien. Hier einmal ein Beispiel:
http://www.rolandtichy.de/daili-es-sentials/ukraine-und-pegida-vertrauen-journalisten-sinkt/
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„Warendorf“ (Pseudonym)
P.S.: Hast mir weiterhin nicht erklärt, wie das Verändern des Einwanderungsrechtes einen Schutz vor Terror und Radikalisierung darstellen soll.
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Oh, schön dass da jemand mal nachhakt bei einem Argument! Sonst verkommt eine solche Diskussion meist zum Schlagabtausch, in dem jeder seine Argumente vorbringt, aber die Argumente des Gegenübers nicht rezipiert vorher.
Ich warte zum Beispiel immer noch auf die Antwort auf meine Frage im Thread, wo derzeit von radikalen Christen ethnische Säuberungen betrieben werden, und wo christliche Milizen in Afrika ganze muslimische Regionen terrorisieren und auslöschen wollen. (Braves Mädchen am 7.1.)
Aber zur Sache - der Punkt ist dass mit jedem Menschen der ins Land kommt, auch seine Probleme oder die Probleme seiner Ethnie und Religion ins Land kommen. Ich möchte nicht die Probleme der Welt in Deutschland lösen, und deswegen sollten wir Zuwanderung steuern und eine Abwägung zwischen Kosten und Nutzen machen bei jedem Einwanderer. So wie andere Staaten.
Leider wird an dieser Stelle in Deutschland meist die Moralkarte gezogen, nach deren Ausspielen ökonomische Aspekte im Diskurs nicht mehr gelten. Das erinnert mich ein wenig an die Simpsons, um einmal einen (von vorheherein etwas schrägen Vergleich) zu bringen: "Die Kinder.... denkte denn jemand an die Kinder...!?". Ratio wird in der Entscheidungsfindung ausgeschaltet, und durch Gefühl oder Moral (je nach verschiedener, oft willkürlicher Definition!) ersetzt.
Die Folgen der Entscheidung die im Diskurs nicht zur Sprache gebracht werden, treten aber trotzdem ein!
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„Nördlingen“ (Pseudonym)
War Anders Breivik ein Christ? Nein. Theodore Kaczynski? Nein. Sind Sufis Moslems?
Haben Terroristen nicht eher eine politische Motivation, als eine religiöse?
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Und was macht man, wenn Religion Politik IST?
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„Traunstein“ (Pseudonym)
Die Tatsache, dass es radikale Vollidioten gibt, die sich auf irgend etwas "berufen", kann niemanden, der tatsächlich dem anhängt, zu einem schlechteren Menschen machen oder das, worauf sich radikale Vollidioten berufen, zu etwas Schlechtem machen. Nicht die Sache, auf die sich radikale Vollidioten berufen, ist schlecht, sondern die radikalen Vollidioten sind schlecht. Die instrumentalisieren im Zweifel irgendwas, um ihre Hirngespinste durchzusetzen und ihre Machtgelüste, Minderwertigkeitskomplexe und grenzenlose Feigheit und Tumbheit zu kompensieren.
Was genau ist denn bitte an "quantitativem" / "qualitativem" Terrorismus abwägenswert? Jeder Terrortote ist einer zuviel. Und es ist mir mumpe, WESSEN Bombe mich in die Luft jagt, ob der Bombenwerfer nun Pegidist, Nazi, Moslem, Christ, Jude, Hindu, Agnostiker, Atheist, Neandertaler oder Marsmensch ist. Ich verurteile alles gleich. Anschlag ist Anschlag.
Menschen, die ernstlich abzählen und meinen, die Anzahl aktueller Opfer von Vollidioten würde irgendetwas aussagen, sollten mal ganz froh sein, dass diese "Denke" nicht auch allgemein üblich ist uns Deutschen gegenüber. Immerhin haben sich mal ein Österreicher und viele Deutsche darauf berufen, als "Germanisches Volk" das Recht und die Pflicht zu haben, alle anderen auszulöschen. Wenn das nun bedeuten sollte, dass grundsätzlich alle Deutschen nichtjüdischen Glaubens also schlecht wären, dann hab ich da ganz entschieden was gegen. Fand ich bei Wolfsohn schon tumb.
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Du kannst doch aber Menschen nicht wie ökonomisches Gut behandeln und werten. Das hat nichts mit Moral, sondern Respekt und Menschenrechten zu tun. Wenn du wirklich der Ansicht bist, dass man einem Flüchtling vor Gewährung von Schutz erstmal seinen ökonomischen Wert entgegenrechnen sollte, bin ich tief schockiert.
Wenn du von Problemen einer Ethnie sprichst, meinst du dann die häufige Laktoseunverträglichkeit unter Asiaten, oder wie darf man das verstehen?
Du persönlich löst doch schon mal überhaupt keine Probleme von Einwanderern, oder irre ich mich da? Habe eher den Eindruck, dass du diese meidest.
Welche Probleme der Religionen stören dich denn besonders? Was ist zB mit Katholiken? Der Papst spricht sich gegen Homosexuelle, Verhütung und Abtreibung aus. Sind diese Probleme schwer wiegend genug, um eine Einwanderung zu verhindern?
Du musst doch selbst zugeben, dass du in dem Punkt etwas unreflektiert diskutierst oder schlicht ausländerunfreundlich bist und das nicht offen zugeben möchtest.
Terroristen sind in erster Linie leicht beeinflussbare Menschen, die aufgrund von schlechten Lebensverhältnissen (mangelnder Erfolg, mangelnde Bildung, Armut, mangelnde soziale Anerkennung etc) schnell radikalisieren, weil sie damit für sich ein Ziel finden und endlich akzeptiert werden bzw auf perfide Art erfolgreich werden.
Deswegen bleibe ich dabei, wenn man ihnen mehr Chancen für Erfolg im Leben geben, sie nicht ständig stigmatisieren und gesellschaftlich wertschätzen würde, könnte man einiges an Terror und Gewalt verhindern. Es gibt ja durchaus einige deutsche Dschihadisten! Dort kann man das ja wohl nicht auf "Probleme der Ethnie" schieben.
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@Zuckerwatte:
Ah, du ziehst (wie vermutet) die Moralkarte, und der Diskurs muss deswegen an dieser Stelle abbrechen, denn jeder weitere Gedanke an das Thema aus anderer (auch, aber nicht nur ökonomischer) Sicht als der "humanitären" (Arbeitsbegriff) hinaus wäre "dem Respekt und den Menschenrechten" abträglich.
Hast du eigentlich meinen Punkt verstanden?
Genau daran krankt doch der öffentliche Diskurs im Allgemeinen, und speziell in diesem Forum, dass bestimmte Aspekte die notwendigerweise Bestandteil des Diskurses sein müssen (weil sie stattfinden, und weil sie sehr reale Konsequenzen haben) von Teilnehmern des Diskurses als undiskutierbar und damit tabu erklärt werden!
Auf Englisch heisst das Konzept: "The Elephant in the room", etwas das ganz offensichtlich ist, worüber aber nicht gesprochen wird (bzw. die Diskussion darüber als unerwünscht angesehen wird).
Verstehe mich da nicht falsch (du hast mich schon falsch verstanden, das ist mutmaßlich unvermeidlich), ich möchte das Ergebnis einer solchen Abwägung des Themas "Flüchtlinge" nicht vorwegnehmen. Es stößt mir aber ganz gewaltig als intellektuell vollkommen unredlich auf, dass einer der Punkte über die zu diskutieren ist, von vorneherein aus der Diskussion genommen wird. Und nochmals, weil es wichtig ist: Damit habe ich nichts über das Endergebnis der Diskussion und Abwägung gesagt, denn das wird mit Augenmaß ausgehen, gerade in Deutschland.
Ich nehme mir im übrigen Anwürfe wie "löst keine Probleme von Einwanderern", "meidet sie", "ausländerunfreundlich" (die offenbar zu leicht zur Hand sind) nicht an. Die Verwendung solcher pauschaler Etiketten ist kein Zeichen intellektuell redlicher Diskussion, sondern du hast dich damit schon auf eine "persönliche" Ebene begeben.
Ich moniere zu guter Letzt deine pauschale Verwendung des Wortes "Flüchtlinge", "Einwanderer" (wie an anderer Stelle von dir erwähnt) ist da deutlich ehrlicher. Die schon zitierten Anerkennungsquoten des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge im einstelligen Prozentbereich (sic!) sprechen eine klare Sprache zum Thema "Flüchtlinge". (Kriegsflüchtlinge sind hier aus dieser Betrachtung einmal ausgenommen)
Soviel für heute, einen schönen Abend!
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„Warendorf“ (Pseudonym)
Ich hab schon verstanden, worauf du hinaus willst. Mit Intellekt wurde ich, Gott sei Dank, nicht mangelnd beschenkt.
Du bist der Ansicht, dass die Mehrzahl der Migranten den Staat nur Geld kosten. Das ist so zwar nicht richtig und wäre zusätzlich auch noch stärker vermeidbar, wenn ausländische Abschlüsse einfacher akkreditiert würden, aber lassen wir das mal stehen. Bei einem anderen Mal kann ich gerne erklären, dass man die gute Deutsche Wirtschaft nicht zuletzt Zuwanderer zu verdanken hat.
Von welchen sehr realen Konsequenzen sprichst du eigentlich? Und was muss denn neben dem ökonomischen Wert noch bedacht werden? Du beschwerst dich, dass jeder das Offensichtliche ignoriert, aber benennst es nicht mal. Warum diese Inkonsequenz?
Mal davon abgesehen, dass es darum bei der eigentlichen Thematik und Fragestellung gar nicht ging.
Außerdem vermischst du hier dauernd Asylanten mit normalen Einwanderern, nicht ich. Im zweiten Absatz deines letzten Posts schreibst du beispielsweise, dass du das Ergebnis der Flüchtlingsdiskussion nicht vorweg nehmen möchtest, kritisiertest doch aber vorher Einwanderer. Wenn ich Flüchtlinge schreibe, meine ich auch genau diese und wenn ich Einwanderer schreibe, meine ich diese. Wenn es um Asylanten geht, müssen humanitäre Entscheidungsgründe meines Erachtens vorrangig sein, weil es dabei um Menschen geht, die sich bedroht fühlen und in erster Linie Schutz suchen. Bei "normalen" Zuwanderern ist das selbstverständlich eine andere Situation. Ich habe nie etwas anderes behauptet, also wirf mir das in Zukunft bitte nicht nochmals vor.
Darüber hinaus mag ich es nicht, wenn sich dauernd über Moral ausgelassen wird. Moral ist ein abstraktes Konstrukt, jeder versteht darunter etwas anderes und deswegen sollte man den Begriff aus sachlichen Diskussionen einfach ausklammern. Sprich weder an die Moral appellieren, noch Entscheidungen, die scheinbar auf ihr basieren zu montieren.
Ich habe konkret deine Aussagen hinterfragt und mich auf dich bezogen, natürlich werde ich da persönlich. Aus deiner Aussage, dass man Kulturen besser nicht vermischen sollte, entnahm ich, dass du Kontakt mit anderen Kulturen meidest. Das ist indiskutabel ein folgerichtiger Schluss.
Und wenn jemand von "Problemen der Ethnie" spricht, klingt das für mich einfach sehr nach Ausländerfeindlichkeit oder um es mal sehr direkt auszudrücken, Rassenhass. Und das ist kein Angriff oder eine Unterstellung, sondern eine Beobachtung meinerseits.
Ich hoffe auch weiterhin auf eine Erläuterung dieser ominösen Probleme, vielleicht kann ich meine Beobachtung ja dann revidieren.
Finde es übrigens sehr witzig, dass du meine eigentlich Frage immer umgehst. Also nochmal:
Wie kann man durch eine Änderung des Einwanderungsgesetzes Terrorismus und religiöse Radikalisierung verhindern?
Und diesmal bitte keine schwammige Halbantwort, sondern eine konkrete Darlegung, die auch wirklich meine Frage beantwortet.
Habe nämlich morgen wirklich keine Zeit für dauerndes Nachhaken, möchte aber doch sehr gerne eine Antwort. :-)
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„Nördlingen“ (Pseudonym)
Hallo Zuckerwatte! ;-)
http://de.wikipedia.org/wiki/Theorie_der_ethischen_Gef%C3%BChle
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Du meine Güte, soviel Text - auf gehts!
1.)
Wie kann man durch Änderung .. Einwanderungsgesetzes .. Terrorismus und religiöse Radikalisierung verhindern?
Die Antwort habe ich nicht umgangen - sie findet sich im Post vom 17.1. 20:48:
Aber zur Sache - der Punkt ist dass mit jedem Menschen der ins Land kommt, auch seine Probleme oder die Probleme seiner Ethnie und Religion ins Land kommen. Ich möchte nicht die Probleme der Welt in Deutschland lösen, und deswegen sollten wir Zuwanderung steuern und eine Abwägung zwischen Kosten und Nutzen machen bei jedem Einwanderer. So wie andere Staaten.
Die Antwort lautet also kurz: Indem man sich die Probleme "Terrorismus" und "religiöse Radikalisierung" gar nicht erst in das Land holt. Und diese Probleme sind (Man lese die nächste Zeitung der Wahl) leider sehr stark mit dem Islam verbunden. Das heißt, wir sollten sowohl im Rahmen des Asylverfahrens als auch generell bei Zuwanderung besonderes Augenmerk auf mögliche extremistische Geisteshaltungen legen.
Damit werden wir zwar nicht des existierenden Salafismus und religiösen Extremismus Herr, aber wir bekommen in Deutschland keinen neuen dazu.
Als Beispiel: Erinnert sich jemand an die Mißhandlung eines Asylbewerbers in Burbach durch einen privaten Wachdienst, die in Medien groß thematisiert wurde? Dieser Vorfall von religiösem Extremismus fand ungefähr zur selben Zeit auch in Burbach statt, wurde aber deutlich weniger medial thematisiert. Die bemühte Landesmutter Frau Kraft fand hierfür leider keinerlei Worte:
http://www.welt.de/politik/deutschland/article132791478/Kopten-Familie-flieht-vor-muslimischen-Angreifern.html
Ich vermute, dass dieser Vorfall keinerlei Berücksichtigung im weiteren Asylverfahren fand.
2.)
Wenn es um Asylanten geht, müssen humanitäre Entscheidungsgründe meines Erachtens vorrangig sein, weil es dabei um Menschen geht, die sich bedroht fühlen und in erster Linie Schutz suchen. Bei "normalen" Zuwanderern ist das selbstverständlich eine andere Situation.
Das Problem ist, dass es in Deutschland keine offizielle Zuwanderung gibt (wenn man "Green Card" Inhaber nicht berücksichtigt). Es gibt aber sehr wohl Zuwanderung auf dem Umweg über das Asylrecht. Damit meine ich nicht anerkannte Asylbewerber die ihren Status zu Recht haben. Ich meine aber nicht anerkannte und ggf. geduldete Asylbewerber, die laut Feststellung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge zu Unrecht ihren Asylantrag gestellt haben. Und wenn man sich die Anerkennungquoten anschaut:
http://www.bamf.de/SharedDocs/Anlagen/DE/Downloads/Infothek/Statistik/201412-statistik-anlage-asyl-geschaeftsbericht.html?nn=1694460
dann ist das bei einem sehr großen Anteil der Asylbewerber der Fall. Insofern sind Asylanten in ganz wesentlichen Maß in Wirklichkeit Zuwanderer. Die beiden Begriffe sind also, leider, durchaus eng miteinander verwandt.
Im übrigen könnte ich die ketzerische Frage stellen warum überhaupt in Deutschland Asylanträge gestellt werden (Ausnahme: Ankunft auf dem See- oder Luftweg, und Kontingentsflüchtlinge aus Kriegsgebieten wie Syrien). Wenn physische Sicherheit für jeden einzelnen Flüchtling (und das ist das relevante Kriterium) in jedem einzelnen Nachbarland Deutschlands zu erlangen ist, warum gibt es Antragstellungen in Deutschland?
Eine mögliche Antwort lautet - weil die Familie schon in Deutschland ist, weil es in Deutschland monetäre Leistungen für Asylbewerber gibt die das durchschnittliche Akademikergehalt in den meisten Ländern südlich des Mittelmeeres übertreffen, weil man sich einfach ein bessseres Leben in einem reichen Land erhofft. Aber all das sind keine Kriterien im Sinne des Asylrechtes.
3.)
Aus deiner Aussage, dass man Kulturen besser nicht vermischen sollte, entnahm ich, dass du Kontakt mit anderen Kulturen meidest. Das ist indiskutabel ein folgerichtiger Schluss.
in deiner Aussage ist (trotz der Verwendung von "indiskutabel") ein logischer Fehler. Hinweis: "Vermischung" != "Kontakt".
Und wenn jemand von "Problemen der Ethnie" spricht, klingt das für mich einfach sehr nach Ausländerfeindlichkeit oder um es mal sehr direkt auszudrücken, Rassenhass. Und das ist kein Angriff oder eine Unterstellung, sondern eine Beobachtung meinerseits.
Ich könnte jetzt die Argumentation führen dass beispielsweise im Verhältnis der Ethnien "Kurden" vs. "Türken", oder "Armenier" vs. "Türken" etliche potentielle Probleme liegen die historische Ursachen haben, heute noch sehr relevant sind und dass es deswegen wahrscheinlich nicht die optimale Idee ist, beide im selben Asylbewerberheim unterzubringen. Sei es drum - ich vereinfache meine Aussage einfach von der "Ethnie" auf das "Herkunftsland".
Hinweis: "Ethnie" (= "Volk") != "Rasse"