
„Niederbayern“ (Pseudonym)
@ zufällignochwach
hast du in deiner aufzählung nicht jemanden (eine gruppe) vergessen??
wie sieht es denn aus mit denen, die reichlich übergewicht mit sich herum schleppen??
viele grüße von einem raucher :-)

„Seelze“ (Pseudonym)
@remy
Du erwartest nicht ernsthaft eine Antwort auf deinen Beitrag, oder? ;o)

Da beißt sich die Katze in den Schwanz...
M. E. sind die Anteile von Rauchern Alkoholikern, Süchtigen und chronisch Kranken deswegen überproportional im armen Teil der Bevölkerung vertreten, weil eben diese krankheitsgenerierenden "Angewohnheiten" auch zu Armut führen können. Es fehlt mir in der Diskussion sowieso der genaue Armutsbegriff, ich würde ebenso die von Armut bedrohten Menschen einschließen.
Also z. B. die 27 % der Leipziger, die unter beide Begriffe fallen. (Die Zahl entstammt einer Studie vom Anfang 2012, ich kann den link grad nicht googeln, wg.smartphone)

„Tettnang“ (Pseudonym)
Hallo Remy,
wo ist es zu deinem Unfall gekommen ? In der Freizeit oder auf Arbeit ? Es gibt hier Versorgungsunterschiede. Wir sprechen als erstes vom Leistungskatalog der GKV.
Es gibt Krankenkassen, die zu den Grundleistungen gemäß SGB V noch einige Extras gewähren. Würde hier erwähnt, dass eine Haushaltshilfe gewährt wird, weil in dem Haushalt ein Kind von 13 Jahren lebt, folgt eine Entrüstung. Denn das Kind darf nach den gesetzlichen Beregelungen nur unter 12 Jahren sein, außer wenn es behindert ist und selbst eine Hilfe benötigt. Und daher kann diese Angabe nicht zutreffen.
Bei der KBS wird ein Bonus für Kinder ab 12 bis unter 14 Jahren gewährt, was die Haushaltshilfe anbetrifft. Kurzer Link hierzu:
http://www.knappschaft.de/DE/1_navi/05_leistungsplus/lp_navigation/node_lp_haushaltshilfe.html
Es ist also eine freiwillige Zusatzleistung ! Bundesbeamte haben Beihilfeansprüche, so dass sie Zuschüsse bekommen. Auch dies kann man nicht als medizinale Grundversorgungsleistungen nach dem SGB V definieren. Beachte einfach die anderen Beiträge...
Amalgam wurde von den Zahnärzten früher verwendet. Und da die verwendeten Substanzen eine Gesundheitsgefahr darstellen sowie Krebs, Kopfschmerzen etc. auslösen können, was an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen liegt, die man eben früher noch nicht kannte, wird von den Zahnärzten heutzutage eine Kunststofffüllung und kein Amalgam mehr empfohlen. Mich wundert es, dass das Bundesministerium nicht den aktuellsten Stand der Forschung und Wissenschaft bei der Katalogisierung einberücksichtigt, sondern lieber die wirtschaftlichen Aspekte in den Vordergrund schiebt.
Denn früher stand bei den Ärzten der Patient im Mittelpunkt, so dass es ein Ehrenziel war, das Bestmögliche zu erreichen. Heut wird den Ärzten vieles vom Gesetzgeber vordiktiert, so dass sie zwar immer noch ihren Patienten als Ratgeber zur Verfügung stehen, damit sie möglichst rasch wieder genesen oder eben der bestmögliche Zustand erreicht wird. Allerdings müssen die Patienten hierbei beachten, dass ihr Arzt nicht seinen eigenen Geldbeutel öffnen kann, um das Ergebnis zu optimieren.
Man muss hier seinen eigenen Geldbeutel öffnen. Und wenn wir nicht in Eigenleistung gehen können, so der Hase zum Igel, hat dies verheerende Folgen auf einen Teil unserer Bevölkerung.
Bei einer größeren Erkrankung droht die Arbeitslosigkeit und der soziale Abstieg. Die Bundestagsabgeordneten sind hier bestens versorgt. Und bei den Beamten gibt es eine Mindestversorgung.
Herr Philipp Rösler schwärmt sicher über die Linksparteien, weil er ohne unsere sozialen Sicherungssysteme und Fürsorge nicht nach Deutschland gekommen wäre. Dank unserer Hilfeleistung hat er heute eine Bestversorgung. Und da kann man dann nicht mit dem Finger auf die Helfenden von Einst zeigen oder gar den anderen eine viel schlechtere Versorgung aufbürden-oder etwa doch ?
Die Hochgebildeten wissen, dass sie früher noch Kinder waren und die Eltern den Grundstock für ihre eigene Zukunft legten !
Ich selbst arbeitete bereits als kleiner Bub. Und daher habe ich nie vergessen, dass zu einem jeden Erfolg die Gesundheit dazu gehörte. Es ist unser wichtigstes Gut !
Ich kenne nicht die Kitakinder und Schulkinder in den unteren Klassen mit Bierflaschen in der Hand, die eine Fluppe rauchen. Daß diese Gruppen teilweise öffentliche Leistungen beziehen, ist Basiswissen. Und hier fängt die Benachteiligung gegenüber Gleichaltrigen an, die Entbehrungen jeder Art in Kauf nehmen müssen. Bevor es um die Ausbildung geht, kommt ein weiterer Nachteil zum Tragen, der sich auf Behinderte bezieht und auf weniger Lernbegabte. Die werden häufig aussondiert !
Angeblich sei die Arbeitslosenquote bei weniger als 7 %, also bei knapp unter 3 Millionen. Das würde bedeuten, dass es bei uns über 40 Millionen Nichtarbeitslose gibt, also knapp 93 %.
Nichtarbeitslose sind Langzeitarbeitslose, Rentenbezieher und 1-€-Jobber, Midi- und Minijobber, Aufstocker etc. pp., so daß wir die Teilnehmer von öffentl. Maßnahmen ebenso dazu zählen wie die Selbständigen sowie nichtselbständigen Arbeitnehmer. Und so klingt die Statistik deutlich besser wie in anderen Ländern...
Ich bin dafür, dass wir uns nicht selbst hinters Licht führen. In diesem Zusammenhang wissen wir nicht genau, wie viele Leute es tatsächlich gibt, die mit ihrer eigenen Hände Arbeit so viel verdienen, dass sie nicht auf öffentliche Mittel zurück greifen müssen.
Und wenn der Durchschnittsverdiener ca. 30000 € Brutto im Jahr verdient, ist das noch nicht das Nettoeinkommen, dass ihm tatsächlich zur Verfügung steht. Und wenn wir hier noch einberücksichtigen, dass der Durchschnittsverdiener später noch etwas Grundsicherung benötigt, wenn er beispielsweise ein Pflegefall etc. pp. wird, sollten wir nie am Ast sägen, auf dem wir selber sitzen. Es steht mir nicht zu, über andere zu reden, dessen Einzelfall ich nicht genauestens kenne. Daher stimme ich beispielsweise Karbonmaus zu, die als Schwester sehr viel Leid mitbekommt und selbst nicht ganz gesund ist, so dass sie sich berechtigte Sorge über die Entwicklung des Gesundheitssystems macht. Man kann nicht beliebig viel aus seinem kleinen oder mittleren Geldbeutel für seine Gesundheit ausgeben.
Unser Gesundheitssystem sollte jedem Bundesbürger offen und unentgeltlich zur Verfügung stehen, der heutzutage ein gesundheitliches Defizit hat. Denn wie sollte ein Fussballer der Nationalmannschaft sonst begründen, dass er kostenlos behandelt wird, während andere für die gleiche Verletzung tief in die Tasche greifen müssen ?

Würdest du jetzt deine Antwort konkretisieren, @Alphamànnchen?

„Niederbayern“ (Pseudonym)
@ Alphamännchen
Das war ein "ganz normaler" Freizeitunfall.
An einer für mich grünen Fußgängerampel hat mich eine nette Autofahrerin einfach mal überfahren..

„Petershagen“ (Pseudonym)
Das Gesundheitrisiko Armut gibt es bestimmt .
Aber ob sich das nur auf das finanzielle bezieht ?
Es gibt auch Armut an Bildung , zwischenmenschlicher Nähe , Anerkennung usw .
Als Kompensation wird vieleicht noch zur Flasche und Zigarette gegriffen .

Armutsrisiko (schwache) Gesundheit trifft es eher als umgekehrt.

@maitai78: Präzise formuliert! :-)

„Tettnang“ (Pseudonym)
Danke Remy für die Info. Jeder Autofahrer hat eine Haftpflicht, die im Schadensfalle einspringt. Es gibt Ausnahmen, die in der Versicherungspolice enthalten sind.
Die Wiedergenesung steht im Mittelpunkt. Die Krankenkasse hat eine Unfallanzeige mit einem Hinweis auf ein Fremdverschulden erhalten, so dass hier eine Regressierung der KV-Leistungen im Hintergrund erfolgt.
Der Versicherer hat alle immateriellen und materiellen Schäden zu übernehmen, die mit dem Schadensereignis zu tun haben...
Und du hast bestimmte Dinge benötigt, um wieder zu genesen, die beispielsweise ein Unfallverursacher bzw. der Versicherer an die GKV zu entrichten hat. Dies nur ein kleiner Hinweis für dich.
Peppermint, auf dem Land gibt es Einstehungsgemeinschaften, da die Kuh täglich zu melken ist und es die Kuh nie interessiert, ob die Bäuerin im Krankenhaus verweilt. Da gibt es Springer. In der Stadt kochen viele ihr eigenes Süpplein, so dass sie daher nicht immer Springer haben, die einfach kommen und zupacken, wenn es mal erforderlich ist.
Frau A ist den ganzen Tag zu Hause und körperlich gesund, so dass es ihr dem Grunde nach zumutbar ist, ihrer alten Mutter, die gleich um die Ecke wohnt, etwas zu helfen, wenn sie nicht mehr fit ist und sich beide gut verstehen. Wenn Frau A erklärt, dass sie doch nicht ihre wertvolle Lebenszeit für sowas opfert, hat sie ein schwaches Sozialverhalten. Und so ist es natürlich wichtig, immer den besonderen Einzelfall einbeziehen, weil das Geben und Nehmen immer ebenbürdig sein sollte.
Eine Frau kann mit 3000 € Netto im Monat arm sein, wenn wir eine Heimunterbringung mit Kosten von 3300 € betrachten, so dass es immer auf den individuellen Einzelfall ankommt. Es gibt also keine genaue Zahl wie 901 €, ab wann man in der BRD als arm oder von Armut bedroht deklariert werden kann. Ist meine ganz persönliche Meinung.
Denn wenn man keine Mietkosten etc. hat und bei den Eltern alles umsonst bekommt, sind 901 € im Monat zum verprassen schon recht viel. Das Gesundheitsrisiko Armut verdeutlicht in gewisser Weise, dass sich die ärztliche Versorgung nicht als echtes Wirtschaftsfeld eignet.
Unser Gesundheitsversorgungssystem sollte jedem Bürger in vollem Umfang zugänglich sein.

„Tettnang“ (Pseudonym)
Was ist eigentlich der Unterschied zwischen dem Ibuprofen 600 mg und dem Monopräparat Ibuflam 600 mg, in dem Ibuprofen enthalten ist ? Ibuprofen wirkt intensiver gegen Schmerzen.
Allerdings gibt es abgeschlossene Rabattverträge:
http://www.deutschesapothekenportal.de/1765.html?page=4&p=6313409
Daher bekommt nicht jeder Krankenversicherte das Gleiche, da manche KV nur das Ibuflam 600 mg etc. pp. gewährt.
Das bedeutet, dass der behandelnde Facharzt das Ibuprofen verschreibt und sein Patient plötzlich eine billigere Version in der Apotheke bekommt, da der Apotheker sonst 0 € für seine ausgegebene Ware erhält:
http://www.deutschesapothekenportal.de/newsletter_beitrag.html?id=112
Schließlich kann der Patient auf das Rezept Ibuflam verzichten und von seinem Geld das Ibuprofen erwerben, wenn er wirklich schmerzfreier sein oder schneller genesen will. Und genau dies geht bei den Einkommensschwachen nicht ! Aber:
Wenn eine Arznei im Vergleich zu den "Alternativpräparaten" zu keinen oder zu deutlich geringeren Nebenwirkungen führt bzw. es durch das "Alternativpräparat" zu starken Nebenwirkungen kommt, ist die Krankenkasse zur Kostenübernahme verpflichtet, so die Richter am Bundessozialgericht. Urteil: B 1 KR 2/11 R.
Derzeit liegen in den Apotheken diverse Beschwerdelisten aus, in denen es um diese Monopräparate geht. Jeder kann sich da unentgeltlich eintragen.

@Alpha...es gibt keinen Unterschied, höchstenfalls in der Trägersubstanz...wie du ja selbst schreibst, enthält auch Ibuflam als Wirkstoff 600 mg Ibuprofen, es kommt lediglich von einem anderen Hersteller...
Und es ist ein Irrtum, dass du Ibuprofen 600 kaufen kannst. Das 600er ist verschreibungspflichtig, frei verkäuflich ist Ibuprofen nur bis 400 mg und zwar egal von welchem Hersteller...

„Niederbayern“ (Pseudonym)
Man sollte hier doch mal klarstellen, dass viele Ärzte bei der Verschreibung von Medikamenten nicht genau wissen, welchen Deal die Krankenkasse mit einem Hersteller ausgemacht hat.
Ich habe über Monate Tilidin bekommen (Tabletten)
Das letzte Rezept funktionierte dann nicht mehr. Da stand auch Tilidin drauf.
Ohne das Medikamant komplett zu zahlen, habe ich "nur" Valoron bekommen.
Auf Nachfrage bei meiner Kranenkasse kam die Aussage, dass man einen neuen Vertrag mit einem anderen Hersteller gamacht hat.
So mist das Heute. De Kostendämpfung im System wird alle betreffen.
ABER
So lange das gleiche drin ist, ist es MIR egal was drauf steht

@Remy, in den Apotheken wird auch erstmal geprüft, welchen Deal deine KV gerade mit wem macht. Das ändert sich ja dauernd. :-/
Wenn man ein Medikament mit anderen Zusatzstoffen nicht verträgt (kommt tatsächlich auch bei demselben Wirkstoff vor) und der Hausarzt das anerkennt, kann er "aut idem" ankreuzen. Ich bekomme jetzt z. B. auch schon lange dasselbe Schilddrüsenmedikament, weil ich genau dieses am besten vertrage. Meine Ärztin kreuzt das an, deshalb bekomme ich das, obwohl meine KV mit einem anderen Hersteller einen Rabattvertrag hat. Und ich bin völlig "normal" versichert.

„Tettnang“ (Pseudonym)
Peppermint,
dein Tipp ist sehr wertvoll. Viele Patienten vertragen nämlich das Altbewährte besser als das Ersatzpräparat.
Zu meinem Arzt kommen Patienten aller Kassen, so dass er im System jeweils nachsehen müßte, was er bei welchem Patient verschreiben sollte, um der Rabattierung gerecht zu werden...
Und genau diese Zeit bekommt er nicht bezahlt. Vor allem gibt es positive Erfahrungswerte mit Medikas, was für den Arzt der Schlüssel zum Erfolg ist, der aus vielen Komponenten besteht.
Ich finde es von den Krankenkassen abenteuerlich, dass sie in das Behandlungsprocedere aus finanziellen Gründen eingreifen wollen. Denn es fehlt eine Haftungsübernahmeerklärung, falls bei den Versicherten ein weiteres Krankheitsbild entsteht, das durch das Ersatzmedika ausgelöst worden ist.
Muss wegen einer Hautreaktion das Medikament absetzen, die es beim Orginal nie gab.