
In unserer *heilen* Scheinwelt haben doch Probleme keinen Platz mehr. Ich habe das Gefühl, es wird immer schlimmer. Nur noch nach Oben wird gestrebt-wer dabei auf der Strecke bleibt hat eben Pech gehabt. Und genau da beginnt es- Einige werden damit eben nicht mehr fertig, schämen sich und nehmen darum keine Hilfe in Anspruch.Wer wird schon gerne als Versager angesehen??!!!Solange es kein Umdenken gibt ,wird das erst der Anfang sein.....Menschen müssen sich wieder einander zuwenden und miteinander leben.Sich genegseitig Hilfestellung geben ohne dabei nur an Profit etc. zu denken...

Was ich nicht verstehe, dass immer Kinder mit in den Tod gerissen werden. Es gibt so viele Menschen, die gerne Kinder großziehen würden. Dafür, dass ein erwachsener Mensch sein Leben durch Suizid beendet habe ich bedingt Verständnis, aber warum müssen noch unschuldige Kinder mitgehen?

Und bekanntermaßen kommt es in der Ferienzeit immer wieder zu Problemen in der Familie. Aber die vielgepriesene Hilfe des Staates oder anderer gemeinnütziger Organisationen kann ich nur anprangern! Zum einen ist es niemandem (!!) möglich auf einen bloßen Verdacht hin Maßnahmen zu ergreifen oder einzuleiten. Nur weil sich jemand plötzlich verändert kann man ihn nicht zum Arzt oder in Therapie zwingen. Wenn derjenige sich selbst keine Hilfe sucht - no chance!!! Zum zweiten, und das habe ich selbst erlebt, kriegst du selbst wenn du Hilfe suchst, mit etwas "Glück" einen Termin in 3 Monaten.... Un ich habe damals die Sitaution als akut empfunden und dem zuständigen Ju-Amt auch so geschildert.

„Erfurt“ (Pseudonym)
Ich hab mittlerweile das Gefühl, je mehr solcher Familientragödien in den Medien plattgewalzt werden, umso mehr "Nachahmer" folgen...Scheinbar erscheint das Veröffentlichen solcher medialen Beiträge die Hemmschwelle für weitere Dramen zu senken. Da wird schön Menschen, die am Rande so einer "Entscheidung" standen, der letzte Schubs gegeben...geht doch scheinbar ganz einfach, sieht man ja im TV. Nicht alles an der medialen Vielfalt scheint gut zu sein.
Umgehauen hat mich auf nem News-Kanal dann der Satz eines "Experten", der aussagte, bis jetzt wären "nur" knapp 80 Kinder in diesem Jahr solchen Tragödien zum Opfer gefallen, es wären aber schon mal über 150 gewesen...na, wenn das kein Anreiz ist...
Inwieweit etwas falsch gelaufen ist in den Familien, warum man nen Schläger nicht verläßt, was man hätte verhindern können, dazu maße ich mir keine Aussage an, da ich die Menschen nicht persönlich kenne, noch deren Lebensumstände, die zu diesen Tragödien führten.

also das glaube ich eher nicht, daß es sogenannte "Trittbrettfahrer" in Sachen Familientragödien gibt.
Die Probleme sind da, warum auch immer....
Nur ist m.E. heutzutage niemand mehr bereit, seine Konflikte auszutragen, bzw. dran zu arbeiten.

„Husum“ (Pseudonym)
> Ich hab mittlerweile das Gefühl, je mehr solcher Familientragödien in den Medien plattgewalzt werden, umso mehr "Nachahmer" folgen...Scheinbar erscheint das Veröffentlichen solcher medialen Beiträge die Hemmschwelle für weitere Dramen zu senken.
http://de.wikipedia.org/wiki/Werther-Effekt

„München“ (Pseudonym)
So wie es sich im Augenblick darstellt, würde ich die Morde von Neuss nicht wirklich als Familiendrama bezeichnen - der Täter hat sich ja nicht selber auch getötet (zumindest bis jetzt nicht, und ich bezweifele auch, das er das noch machen wird). Er hat vielmehr vermutlich aus der sog. gekränkten Ehre heraus die Frau umgebracht, die sich von ihm trennen wollte - und die Kinder gleich mit. Ein nicht unerheblicher Unterschied zu den Dramen, wo jemand wegen Schulden oder ähnlichem erweiterten Suizid begeht...

„Märkische Schweiz“ (Pseudonym)
Solange niemand die ganz genauen Umstände kennt, sollte man auch keine Pauschalisierungen anbringen.
Allerdings ist bewiesen , dass die psychischen Erkrankungen immer mehr werden und somit natürlich auch solche Dramen zunehmen. Es wird viel mehr verurteilt, anstatt nach echten Lösungen zu suchen. Aber solange Macht, Geld und Äußerlichkeiten wichtiger sind, als moralische Werte, wird sich daran nichts ändern.

„Taunusstein“ (Pseudonym)
Woran liegt es, das Heimkinder in Pflegefamilien kommen ? Dies liegt daran, dass ein Heimpflegeplatz sehr viel Geld kostet und die Ämter nur ein gewisses Kontingent zur Verfügung gestellt bekommen, mit welchem z. B. die Familienhilfe finanziert wird.
Daher kann nicht jeder hilfesuchenden Familie zeitnah geholfen werden, selbst wenn Erdbeerfeldheld ein Amt informiert, daß es in seiner Nachbarschaft ein Kind mit lauter blauen Flecken gibt, so dass eine mögliche Kindergefahr gegeben sein kann. Es wird erst einmal die anonyme Anzeige kontrolliert. Leider muss diese Mitteilung bereits abgegrenzt werden...
Denn Nachbarschaftsstreitigkeiten können auch zu der "Sorge" geführt haben. Und das Amt für Kinder, Jugend und Familie hat nur sehr beschränktes Personal für Außenprüfungen. Schließlich möchte man Eskalationen mit einem Besuch vermeiden, da man ja auch angelogen worden sein kann. Und wenn man bei einem Kontrollbesuch (Nachbarschaftsbefragung/Research) eben kein geschädigtes Kind sieht, hat man seine Zeit sinnlos verbraten, während sich zu gleicher Zeit ein Familiendrama abspielt, da ja niemand an zwei Orten gleichzeitig sein kann.
Im Gegensatz zu Adoptionsfamilien, erhalten Pflegefamilien ein Pflegegeld, mit welchem die Mehrausgaben abgedeckt werden.
Trotzdem sollte Geld nie ein Entscheidungskriterium sein. Denn man bekommt ein geschädigtes Kind in seine Hände, dass sehr viel menschliche Wärme, Verständnis und Vertrauen benötigt.
Daher eignen sich nur verantwortungsbewusste Menschen zur Aufnahme eines Pflegekindes auf Zeit, die nicht autoritär oder antiautoritär veranlagt sind. Auf den Beruf kommt es nicht an. Denn schwarze Schafe gibt es in allen Berufsfeldern... Soziale Kompetenz ist sehr wichtig.
Pflegefamilien werden von Zeit zu Zeit überprüft, ob die Ziele eingehalten worden sind, die vorher festgelegt wurden.
Natürlich spielt das Kindeswohl die wichtigste Rolle. Normal ist ein Kind aus der Pflegefamilie sofort zu entnehmen, wenn eine eventuelle Kindergefahr festgestellt wird.
Und so kann es im ungünstigsten Falle sein, dass das Kind vom Heim in die Pflegefamilie A, B und C und dann wieder zurück ins Heim kommt. Denn Pflegefamilien überschätzen sich öfters. Wir sind bei einem traumatisierten Kind, das entweder beide Eltern durch einen Unfall bzw. Unglück verlor oder bei einem Kind, das wegen akuter Kindergefahr in vorläufige Obhut kam. Wenn hier eine unvorteilhafte Pflegefamilie ausgewählt worden ist, kommt es zu weiteren Belastungen, die ungünstig für jedes Kind sind...
Daher sollte man sich als Elternteil nie das Leben nehmen, auch wenn man im Tal der Tränen ist, weil hier eine heile Welt für ein Kind zusammen bricht.
Und so darf man auch nie die tiefe Trauer der Angehörigen und Freunde übersehen, die plötzlich mit einem Ableben konfrontiert werden, das selbst gewählt worden ist.
Noch schlimmer ist es, wenn jemand in den unfreiwilligen Tod mitgerissen wird, da es dann nicht nur einen Trauerfall gibt. Es ist an die Spielfreunde zu denken, die noch ganz klein sind und plötzlich mit einem grausamen Mord konfrontiert werden.

„Oberfranken“ (Pseudonym)
...da unsere mediengesteuerte 'welt' ja 'folgerichtig' nur noch auf prägnante 'SCHLAGZEILEN' >geeicht< zu sein scheint...
----es wird halt immer amerikanischer in deutschland----
...oh wunder
-.-