
„Ludwigshafen am Rhein“ (Pseudonym)
Ich hab mir gerade den Thread durchgelesen und frage mich so ganz schelmisch: Wenn es doch nun im Osten so blüht und so wunderschön ist von dem sauer verdienten Geld aus dem Westen, wieso kommt dann keiner nach Meckpomm und wohnt da. Ist doch alles schön jetzt, haben alle Telefon und tolle Autobahnen und feine Häuschen..... Da wir ein Land sind, kann doch jeder hingehen wo er will und muss ja nicht im maroden Westen bleiben. ;) (ironisch gemeint).
Hey, lasst uns doch nicht so verbissen von Ost und West schimpfen. An der Vergangenheit kann man nichts ändern, aber das, was kommt haben wir in der Hand. Und auch, wie mir miteinander umgehen. Ich mag meine Mitbürger, egal woher.

Naja, der Tread ging ja mehr oder minder darum, ob der 3. Oktober bzw. die Wiedervereinigung ein Grund zum feiern ist. Nach meiner Meinung nicht. Das aber nicht, weil Ossis oder Wessis schlechtere oder bessere Menschen sind, sondern ganz einfach weil ich den Weg, welcher gegangen wurde für falsch halte.

„Bergisch Gladbach“ (Pseudonym)
Die Wiedervereinigung war eine historische Bürde die gemeistert werden musste. Zusammen, was zusammen gehört. Das die Art und Weise, wie sie über die Bühne lief, keineswegs perfekt war, ist logisch. Aber schauen wir uns doch mal die historischen "Wiedervereinigungen" an?!
Als 1865 die Union wieder hergestellt wurde, nachdem die Konföderation zerschlagen wurde, baute sich auch ein Jahrzehnte (und bis heute andauernder) Graben mitten in Amerika auf. Der Süden wurde komplett entmachtet, besetzt, und Stück für Stück in die Freiheit entlassen. Irland, besetzt durch Großbrittanien, erkämpft sich blutig die Unabhängigkeit, der Status Nordirlands immer noch unklar. Nord-Süd-Korea... vollkommen lachhaft...
Im Jemen genau das gleiche...
Ich denke, dass es Deutschland da gar nicht so schlecht getroffen hat, und wir (für das Unheil was Deutschland der Welt gebracht hat) auf ziemlich hohem Niveau meckern :-)