Coronavirus

in „Politik und Weltgeschehen“

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Meine Eltern bemühen sich immer eine Zeitlang und dann ist es wieder rum. Beispiel: Es gibt einen neuen Bäcker im Dorf. Ich sag dann: "Ja und?" Da stellt man sich Samstag morgens!!!!!!!!! Da geht ja sonst keiner einkaufen, in die Schlange um den ganzen Supermarktparkplatz um zu gucken wie denn da wohl so die Brötchen sind. Ich hab keine Fragen mehr. Sonntags fahren sie im Auto herum um mal was anderes zu sehen. Geschenkt. Jetzt brauchen sie gaaaanz dringend neue Pantoffeln und die kann man nicht, wie alles andere sonst, online bestellen, nein, da müssen wir ins Fachgeschäft. Ich hab das aufgegeben. Mir reicht meine Rennerei mit dem Bett, die mir ja nu nicht erspart bleibt, ich würd gern einfach zu Hause bleiben.

„Kiel“ (Pseudonym)

Lt. meinem Kalender ist es der 5.11.2020, kann mich nicht erinnern das bei mir in der Gegend schon jemals ein Weihnachtsmarkt offen hatte, Miss jenny.



Ja, eben drum Rudi - deshalb ist das hier doch genau nur Spekulation und keine Tatsache:

Da rennen keine ohne Maske rum, genauso nicht in Horden. Eine Meile von tollen Weihnachtsbuden im schönen Abstand, Ein/Ausgangskontrolle.

Ein Glühweinstand würde es gar nicht geben, so wie wir Ihn kennen, Sonrisa. Kein Alkohol, und die Buden schön weit auseinander.





So stellst Du Dir das vor, ob das dann wirklich so wird wissen wir beide nicht - bei mir ist deshalb genausowenig ein "Fehler" drin wie bei Dir. Man kann von beiden Seiten aus gesehen nur von Wahrscheinlichkeiten ausgehen und von den Erfahrungen bisher. Und die sehen zum Beispiel so aus wie auf dem Bild. Da war ja auch die Vorstellung, dass alle ganz diszipliniert zu Hause bleiben und sonst sicher und mit Maske und mit Abstand und mit Vernunft unterwegs sind.
Klar ginge so ein Weihnachtsmarkt wie Du das beschreibst - die Frage ist halt, wie realistisch ist das denn?

„Leinefelde-Worbis“ (Pseudonym)

@Urmili Durchatmen, dir sagen, es ist ihre Entscheidung.... Mache ich auch.

Man wird entspannter. Hatte mal einen Wutanfall, weil sie ein längeres Gespräch mit einem Berater hatten, der den ganzen Tag Kundengespräche hatte und ein Attest hatte, keine Maske tragen zu müssen. Inzwischen haben sie - glaube ich - die Wichtigkeit verstanden, aber damals hat die Höflichkeit gesiegt, das lieber so zu akzeptieren, statt nach einem anderen Berater zu fragen. Den Wutanfall hatte ich, als sie zum Zweitgespräch gefahren sind.

Es scheint extrem schwierig zu sein, mal nicht irgendwas im Rudel zu machen, rumzurennen, zu feiern oder sich mal nicht mit Vergnügungen "zu betäuben" .
Von lauter Angst, sich mal selber zu begegnen ( wenn man zu Hause ist oder Ruhe hat) , setzt der "gesunde Menschenverstand" anscheinend gerne aus. Weltweit übrigens zu beobachten.

Da funktioniert anscheinend nur :
Gibt es nicht, findet nicht statt.
Basta.
Das mit dem Maß halten und sich an Regeln halten ist nun mal keine sehr große menschliche Stärke ;-)


Und gemeckert und geklagt wird auch immer.
Definitiv immer.
Wurde es auch schon vor Corona Zeiten.
Falls sich jemand noch erinnern kann.

„Kiel“ (Pseudonym)

Statistik ist, wenn ein positiv getesteter in einem 100 Einwohner Dorf daraus ein Hotspot mit 1000 Infizierte auf 100 000 Einwohner macht


Der Artikel ist hochinteressant, aber DAS ist nicht mal im Ansatz der Inhalt - so eine Bemerkung finde ich an der Stelle ziemlich irreführend und polemisch.

„Leinefelde-Worbis“ (Pseudonym)

@Teja Lebst du allein? Und wie hast du die letzten Monate verbracht? Ganz normal?

„Kiel“ (Pseudonym)

@Avalyn
Teja ist doch dagmar, denke ich mal.

„Andernach“ (Pseudonym)

Die letzten Monate..
Die Maskenträger tragen Masken, die Nichtmaskenträger tragen keine, überall regen sie sich auf, die Maskenmenschen über die Verschwörungsmenschen und umgekehrt, 10.000 sind an Corona gestorben, die anderen, in D. sterben, glaub ich, ca. 900.000 an was anderem, momentan sind wieder die Kneipen dicht und irgendwelche Milliarden werden an irgendwen ausgezahlt. Am Anfang der Monate hat mich das alles irgendwie aufgeregt, dann nur mehr irgendwie beschäftigt, mittlerweile ist mir das alles irgendwielethargisch geworden, nur mehr wurscht. Diesen Gedanken denk ich immer öfter.
Ich glaube, das Leck-mich-Gefühl wird in den nächsten Monaten noch zunehmen, wurscht, ob irgendein Impfstoff kommt (früher haben alle auf das jüngste Gericht & Co gewartet) oder nicht.

„Leinefelde-Worbis“ (Pseudonym)

@Klimt.X Wow, mit der Einstellung bist du wirklich ein wichtiges Mitglied der Gesellschaft. Natürlich geht dich das was an..... Das ist auch dein Leben gerade.

@Miss Jenny Woran du das immer erkennst.

Mir macht die aktuelle Situation was aus. Es ist nicht so, dass ich die Wände hochgehe, aber "glücklich" darüber sein, ist definitiv anders. Ich habe das Gefühl mein Leben ist auf Pause geschaltet und ich vergeude es gerade herumsitzend.... Mache ich trotzdem das Beste draus: Die meiste Zeit.
Ich bin gerne mal alleine und "für mich", aber es geht jetzt schon zu lange. Die ersten Monate wars fein, aber mittlerweile nervt es mich.

Habe keine Lust "wunderlich" zu werden.... und ne Katzenhaarallergie habe ich auch, d.h. nicht mal ne crazy cat lady zu werden ist ne Option. ;)

@Miss Jenny - ja, meine Bemerkung hatte mit Inhalt des Links nix zu tun.
Ist aber weder polemisch noch irreführend. So werden uns die Zahlen tatsächlich präsentiert.
Siehe dazu auch mein Postig vom 23.10. 21:23 in diesem Thread:
„Der Corona-Hotspot mit über 300 positiv getesteten innerhalb einer Woche liegt hier um die Ecke, das ist die Stadt Baesweiler. Sie haben aktuell 97 bestätigte Coronatests. Aber die 7 Tage Inzidenz liegt bei 328. Pech, sie haben halt zu wenige Einwohner. Es wären also 328, wenn sie 100 000 Einwohner hätten. Man zählt Fälle, sie es gar nicht gibt.“

„Kiel“ (Pseudonym)

So werden uns die Zahlen tatsächlich präsentiert.

Das ist Deine Ansicht -nicht mehr und nicht weniger - keine Aussage eines Statistikers in einem durchaus interessanten Artikel.
So wie es da steht wirkt es als sei es der Inhalt des Artikels - von daher: klar ist es irreführend und ich vermute sogar bewußt irreführend.

Ich verstehe Dich in der Hinsicht wirklich überhaupt nicht. Wieso den eigenen Link im Grunde untergraben, indem Du Deine Meinung in ordentlich Ironie verpackst und ohne Hinweis darauf drunterstellst. Weiß nicht - ich finds einfach völlig unverständlich, kontraproduktiv und ja - regelrecht unseriös. Du machst Dich damit auf Dauer - zumindest für mich - völlig unglaubwürdig in Deinen Argumentationen.

Die Zahl ist hochgerechnet auf 100 000 weil das der Vergleichs-Referenzwert ist in dem die Inzidenz angegeben wird.
Mitnichten zählt man Fälle die es nicht gibt oder kommuniziert das so - es wurde lediglich erklärt wie es zu der Zahl kam. Sorry, aber das wirkt langsam wirklich strange, stierfrau.

Das ist nicht meine Ansicht. So werden uns die Zahlen hochgerechnet. Im Falle Baesweilers hat man aus insgesamt 97 Fällen eine Inzidenz von 368 Fällen gemacht. Die hätte die Stadt Baesweiler theoretisch haben können, wenn sie 100 000 Einwohner hätten. Oder auch nicht.
Vergleichbarkeit sagst du? Die Zahl sagt nur nix aus. Warum? Weil wir nicht wissen, wieviele Tests zu diesem Ergebnis geführt hatten. Vergleichbar wären, wenn wir uns auf 1000 Tests beziehen würden. Von mir aus auf 1000 Tests pro 100 000 Einwohner. Denn dann wären das Zahlen, die unmittelbar miteinander zu tun haben.

Bei Statistik muss man immer gut aufpassen. Der Spruch - Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast - ist mitunter lustig. Aber es ist eine Menge Wahrheit drin.

Die Aussage:"Wir hatten im Dorf jahrelang nur einen Trottel, jetzt ist ein zweiter dazu gekommen" - würde maximal Lacher hervorrufen. Eine Schlagzeile:" Die Anzahl der geistig Behinderter hat sich in der Region innerhalb kürzester Zeit verdoppelt!" - wohl ganz andere Reaktionen.

„Bad Vilbel“ (Pseudonym)

stierfrau, wie würdest denn du den Inzidenzwert bestimmen? Selbstverständlich innerhalb der JETZT zur Verfügung stehenden Mittel und Wege.

„Kiel“ (Pseudonym)

Die Aussage:"Wir hatten im Dorf jahrelang nur einen Trottel, jetzt ist ein zweiter dazu gekommen" - würde maximal Lacher hervorrufen. Eine Schlagzeile:" Die Anzahl der geistig Behinderter hat sich in der Region innerhalb kürzester Zeit verdoppelt!" - wohl ganz andere Reaktionen.

Okay, also davon mal abgesehen, dass ein geistig behinderter Mensch kein "Trottel" ist - andere Reaktionen mag es hervorrufen, deshalb ist es ja inhaltlich dennoch korrekt. Die Zahl im Dorf hat sich verdoppelt - es wird nicht behauptet, dass heute plötzlich 50 geistig behinderte Menschen dort leben und gestern nur einer.

Inhaltlich NICHT korrekt ist, dass aus 97 Fällen, 368 Fälle "gemacht" wurden - dass eine Hochrechnung keine absoluten Zahlen beschreibt weiß jeder.
Die Zahl sagt immerhin aus, dass es 97 Fälle gibt, von denen man weiß! und diese Menschen ganz real und unstatistisch andere anstecken können - ich gebe Dir Recht, dass sie in Bezug auf andere Zusammenhänge natürlich wenig aussagt, über die reale Gefahr für die Menschen in der Region sagt sie aber schon etwas aus.

„Leinefelde-Worbis“ (Pseudonym)

@Stierfrau

Weißt du eigentlich, wieviele Menschen den Empfehlungen folgen, die deine Schlüsse nahelegen, querdenken und einfach auf die Empfehlungen sch.... zu helfen die Pandemie einzubremsen?

Zu viele!

Es gab gestern 600.000 neue Fälle weltweit! AN EINEM TAG!

Deutschland hatte über 20.000, Frankreich fast 60.000 Fälle und die Kurven steigen exponentiell.

Hast du dich mal damit beschäftigt, WARUM es so wichtig ist auch geringe Fallzahlen zu tracken, speziell die Entwicklung und sie vergleichbar zu machen? WEIL MAN VERDAMMT NOCHMAL VERHINDERN WILL, DASS SICH DAS AUSBREITET!

Die 2 Trottel kannst du einfangen, aber wenn 20.000 Trottel unterwegs sind, werden immer welche weitere Infizieren und irgendwann kannst du die, die du schützen willst, nicht mehr schützen, weil dir die Mittel fehlen. Man hat ganz bewußt, bei so geringen Infektionszahlen schon Alarm geschlagen.

Frau Dr. Brinkmann hat das schön beschrieben: Jedes Mittel, dass wir für die Pandmiebekämpfung zur Verfügung haben, ist im Grund eine Scheibe Schweizer Käse: Jedes Mittel hat Löcher und ist nicht perfekt. Aber wenn man viele, viele Käsescheiben hintereinander legt, entsteht ein wirkungsvoller Schutz.

So lange wir noch kein Mittel "ohne Löcher" haben, müssen wir mit den Inperfektionen der Maßnahmen, Mess- und Vorgehensweise leben, im Gesamtkonzept aber machen sie aber wieder Sinn. Deshalb sprechen viele Politiker ja auch immer von prozentualen Effekten: Eine Maßnahme senkt das Infektionsgeschehen um 20%, eine andere um 10% usw. - bis man zu einem Infektionsgeschehen kommt, das man als Gesellschaft verkraften kann. So lange, bis bessere Mittel wie z.B. Impfungen zur Verfügung stehen.

Viele unsere Maßnahmen setzen voraus, dass man jetzt einfach gerade zusammenarbeitet und nicht neunmalklug auf die Löcher zeigt und sagt "Ist doch alles Käse" oder eher "Nicht mal Käse". 😐

@Donna plus - habe ich ja eigentlich schon geschrieben. Wir müssen es auf die Anzahl der Tests beziehen - oder, noch besser, auf die Anzahl der Tests relativ zu Einwohnerzahl. Von mir aus auf 100 000 Einwohner.

Rechnen wir mal einen fiktiven Beispiel durch. Wir nehmen zwei Gemeinden zum Vergleich. Eine mit 20 000 Einwohner und die andere mit 100 000 Einwohner. Innerhalb einer Woche haben beide Gemeinden 1000 Tests durchgeführt und davon sind jeweils 50 positiv gewesen. So weit so gut.
Schauen wir uns die Ergebnisse an:
Nach heutiger Methode würde es für die Gemeinte mit 20 000 Einwohner bedeuten, dass sie 250 Fälle pro 100 000 Einwoher haben - währen die Gemeinte mit 100 000 Einwohler 50 Fälle pro 100 000 Einwohner hat. Wenn wir die Zahlen nach 1000 Tests vergleichen, haben wir bei beiden Gemeinden nur noch 50 Fälle da. Richtig interessant wird es, wenn wir zuerst die Anzahl der Tests in Relation zu 100 000 Einwohner setzen - und dann das Ergebnis wiederum relativ zu 100 000 Einwohner setzt. Dann wären in der Gemeinde mit 20 000 Einwohner gerade mal 10 Fälle/100000 gegen immer noch 50 Fälle/100000 Einwohner in der anderen Gemeinte.

Heute setzen wir die Absolute Anzahl der positiv getesteten zu 100 000 Einwohner, extrapolieren also die Anzahl der Einwohner auf 100 000 und mit Ihnen entsprechend die Anzahl der Fälle. Und bekommen lauter Hotspots.
Schon bezogen auf Testzahl beruhigt sich die Sache etwas.
Wenn man aber gar die Testzahl zuerst zu 100 000 Einwohner in Bezug setzt, was ja eigentlich am Aussagekräftigsten wäre, und dieses Ergebnis dann wieder auf 100 000 Einwohner bezieht, würde es bedeuten, dass bei der ersten Gemeinde um auf 100 000 Einwohner zu kommen für dieses Ergebnis eigentlich 5000 Tests gemacht hätten werden müssen (diese Gemeinde hat jeden 20-sten – die andere aber jeden 100-sten getestet). Und auf einmal ist aus einem dunkelroten Hotspot mit 250 Fällen eine hellgelbe Gegend mit gerade mal 10 Fällen pro 100 000 Einwohner geworden. Wohl gemerkt – dieselbe Gegend! Und das als 7-Tage-Inzidenz.
Und jetzt müssen wir noch klar werden, dass das positiv getestete sind, nicht kranke. Ein Idealfall wäre, wenn wir Anzahl der tatsächlich Erkrankten zählen würden. In Relation zu den Testzahlen pro 100 000 Einwohner.

Unsere heutige Methode – auf Grund dieser Zahlen wurde Lockdown beschlossen – wäre nur in einem einzigen Fall richtig – wenn wir alle Einwohner jede Woche gleichzeitig testen würden. Was weiß ich, immer Montags vor dem Frühstück. Dann ist die Anzahl der Tests = Einwohnerzahl und wir können diese Zahle beliebig hoch rechnen – auf 100, 1000, 100000 oder wie auch immer. Denn diese Zahl würde dann einfach den Tatsachen entsprechen und mit anderen dadurch super vergleichbar sein. Können wir aber nicht leisten. Daher keine Option momentan. So, wie wir aber jetzt rechnen ist es auch keine Option. Weil die Zahlen nicht vergleichbar und schlicht falsch sind.

„Kiel“ (Pseudonym)

Jetzt komm mal wieder runter Avalyn, stierfrau spricht schon interessante Punkte an, die man doch diskutieren kann und darf - ich finde nur die Art und Weise wie Argumente ins Spiel gebracht werden wirklich kontraproduktiv.

@Avalyn
Hast du zu Hause einen Blatt kariertes Papier? Nehme ihn mal zur Hand, zeichne zwei Axen links und unten. Unten bitte die Tage, links die Fallzahlen. Und trage dann die Zahlen der positiven Tests seit dem ersten August nach. Bis heute. Muss Blatt quer nehmen - sonst reicht es nicht. Schnittpunkt der Axen ist bitte 0,0 - nicht irgendwas anderes.
Und wenn du damit fertig wirst, nehme dir ein Mathebuch oder google mal und schaue dir in Vergleich dazu eine exponentielle Kurve an.

„Leinefelde-Worbis“ (Pseudonym)

@Miss Jenny Warst du nicht immer diejenige, die gefordert hat, man dürfte nichts posten, ohne sich der Folgen seiner Postings bewußt zu sein?

Was denkst du, passiert, wenn du die Zahlen auf deren Grundlage der Lockdown beschlossen wurde, in Frage stellst?

Ja, man könnte das anders rechnen. Aber jede Methode hat ihre Fehler und auch die Rechnung von Stierfrau ist angreifbar.

Die Beispielrechnung von Stierfrau geht z.B. davon aus, dass die 1000 Tests "zufällig" durchgeführt wurden, wodurch sie ein verzerrtes Verhältnis ergeben würden. Man testet aber heute nicht 1000x "einfach so", sondern man verteilt die Tests so, dass sie dort zum Einsatz kommen, wo man Infektionsgeschehen vermutet. D.h. einige Gemeinden werden weit höhere Prozentzahlen ihrer Bevölkerung testen als andere, weil z.B. Symptome aufgetreten sind, oder es schon Infektionen gab. Wenn man dieses anlassbezogene Testen als Grundlage nimmt, werden die gemeldeten und hochgerechneten Zahlen schon wieder vergleichbarer.

Ja, man könnte Durchtesten und vergleichen. Geht aber nicht, keine Mittel dazu. Kann man sich wünschen, braucht man aber nicht zu diskutieren.

Wurde in kleinerem Rahmen mal gemacht, aber das kontinuierlich aufrecht zu erhalten, würde zuviele Testkapazitäten fressen.

Aus dem jetzt gewählten Vorgehen aber zu schließen, dass das bisherige Vorgehen und das Entscheidungsverfahren zum Lockdown auf "falschen Zahlen" basiert, ist widerum falsch, weil es der Komplexität der Situation überhaupt nicht widerspiegelt. Es ist das bestmögliche, umsetzbare Näherungsverfahren, von den besten Wissenschaftlern des Landes entwickelt.

Außerdem, was wäre die Alternative?

Aus einer Pressekonferenz des RKI weiß ich, dass es eine zweite Hochrechnung für die erste Welle gab. Laut der geht man davon aus, dass - ohne den ersten Lockdown (oder wie auch immer man die Einschränkungen nennen mag) in Welle 1 vermutlich 100.000 statt 10.000 Menschen gestorben wären. Das das durchaus realitisch gewesen wäre, sieht man anhand der Entwicklung in anderen Ländern.

„Kiel“ (Pseudonym)

@Miss Jenny Warst du nicht immer diejenige, die gefordert hat, man dürfte nichts posten, ohne sich der Folgen seiner Postings bewußt zu sein?


Nö, das wäre mir neu.

Dass die Motive hinterfragt werden können, mit denen man etwas postet oder auf mögliche Konsequenzen hingewiesen, das ist immer "drin", das ist normale Diskussion - dürfen darf man grundsätzlich alles, was nicht gegen Regeln verstösst (wer wollte oder könnte das auch verbieten, ich ganz sicher nicht) - und das ist in diesem Forum noch mehr als in anderen der Fall.

@Avalyn - aber gerade weil wir mehr da testen, wo mehr Infektionsgeschehen passiert, ist der direkter Bezug auf 100 000 Einwohner noch mehr falsch.

Und wir haben im Frühjahr keine solche Bezüge hergestellt. Es sprach keiner von einer Wocheninzidenz auf Einwohnerzahl. Da sprachen wir ausschliesslich von zusammengezählten Positivfällen.

Es ist immer noch nicht nachgewiesen, dass die 10 000 alle AN Corona gestorben sind.
Wusstest du übrigens, dass man bei Grippetoten das anderes rechnet? An Grippe ist nur der gestorben, der nur Grippe hatte. Ein Diabeteskranker mit Grippe ist an Diabetes gestorben. Nur so als Anregung.