Coronavirus

in „Politik und Weltgeschehen“

Zu diesem Thema gibt es 4882 Antworten

„Bühl“ (Pseudonym)

Ich hätte heute meinen Arbeitsvertrag bekommen sollen. Nix geworden. Verschiebt sich bis auf Weiteres. Das Geschäft bleibt ab Mittwoch zu.

„Lüneburg“ (Pseudonym)

Wenn Ihr etwas für die jungen Kids bis 2 Jahre oder die Alten über 70 Jahren tun wollt, dann schaut mal in die Impfbücher, ob sie gegen Pneumokokken geimpft wurden.

Wer geimpft wurde, könnte einen guten Schutz gegen die Lungenentzündung, die drohende, haben.

Das empfiehlt jetzt sogar die StIko.

Sorry, falls das jemand schon mal gepostet haben sollte, dann habe ich es überlesen!

„Magdeburg“ (Pseudonym)

@Ronja Der Impfstoff ist angeblich schon seit 2-3 Tagen nicht mehr zu bekommen. :/

„Magdeburg“ (Pseudonym)

@NanuNina Bei uns wird es jetzt Probezeitkündigungen geben. Das hat es seit über 20 Jahren und noch in keiner Krise davor, die ich miterlebt habe, gegeben. :/

„Kiel“ (Pseudonym)

Das tut mir leid @NanuNina, wie ärgerlich - bitte nicht verzagen, es ist nur verschoben oder es tun sich neue Möglichkeiten auf. Ich halte die Daumen für Dich gedrückt. Alles Gute!

„Bühl“ (Pseudonym)

@ElizaDay. Das ist echt schlimm.
@Miss Jenny. Vielen Dank

„Lüneburg“ (Pseudonym)

ElizaDay
Es soll noch Praxen geben, die noch Vorräte haben.
Da heisst es also, herumtelefonieren und auf Optionen hoffen!

Was den sog. "Shutdown" angeht, hier vom FAZ-Coronablog:

Die Verbreitung des neuartigen Coronavirus in Europa hat bislang noch nicht zu einem nennenswerten Anstieg von Falschmeldungen mit politischem Hintergrund im Netz geführt. Die Nachrichtenagentur dpa meldete am Montag unter Berufung auf Sicherheitskreise, gezielte große „fake news“-Kampagnen - etwa aus dem Ausland - seien noch nicht registriert worden. Allerdings rankten sich um die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 bereits zahlreiche Verschwörungstheorien, die zum Teil auch in sozialen Netzwerken verbreitet würden.

Das Bundesministerium für Gesundheit hatte am Samstag noch vor Falschnachrichten gewarnt. In einem Tweet  hieß es, Behauptungen, die Bundesregierung würde bald massive weitere Einschränkungen des öffentlichen Lebens ankündigen, entsprächen nicht den Tatsachen. Das Aussage hat sich inzwischen aber offenkundig selbst als falsch erwiesen.

„Rotenburg“ (Pseudonym)

Die Coronakrise für Regierungskritik und die Verbreitung von Verschwörungstheorien zu instrumentalisieren ist kontraproduktiv, gerade wenn man bedenkt, dass es momentan von besonderer Relevanz ist, die soziale Kohäsion zu fördern und die Bevölkerung zu einem konsistenten gemeinsamen Handeln zu bewegen, welches natürlich Selbstschutz und Selbstfürsorge einschließt, aber v.a. auch Solidarität mit gesundheitlich labileren Menschen, für die eine Coronainfektion größere Gefahren birgt, beeinhaltet.

Solidärität umfasst auch den Verzicht auf übertriebene Bevorratung und Supermarktplünderungen. Die maßvolle Vorbereitung auf eine potentielle Quarantäne kann durchaus umsichtig sein, sich jedoch, etwa als Hausbesitzer_in, aktuell ein Lebensmittellager mit randvollen Kühltruhen und Regalen voller Konserven, Trockenwaren und WC-Papier im Keller einzurichten, ist nackter Egoismus. Nicht jede_r ist ökonomisch, räumlich oder hinsichtlich der Mobilität zur Bevorratung in der Lage. Zudem ist dieses extreme "Hamstern" auch gar nicht notwendig; es existiert schließlich keine Lebensmittelknappheit.

Solidarität bedeutet zudem, ökonomisch und/oder anderweitig benachteiligten Gruppen, die die derzeitige Situation in besondere Notlagen bringen kann (z.B. durch Einschränkungen im ÖPNV oder geschlossene Tafeln), mehr private Unterstützung zukommen zu lassen. Eine Quarantäne als Akademikerfamilie mit zwei Einkommen im gut ausgestatteten Eigenheim plus Garten übersteht sich meist leichter als alleinstehend mit Grundsicherungsbezug in einer kleinen Wohnung oder als Asylsuchende_r im Dreibett-Zimmer einer Gruppenunterkunft.

Bezüglich des Handelns auf politischer Ebene gilt es zu bedenken, dass die aktuelle Lage ein Novum in der Geschichte der BRD darstellt und demnach keine Erfahrung mit der Bewältigung einer Pandemie besteht. Es werden Fehler vorkommen und z.T. Entscheidungen gefällt werden, die sich später als ungünstig erweisen. Damit ist zu rechnen, weil der weitere Verlauf nicht exakt prognostiziert werden kann und Entscheidungen somit immer nur auf Basis des aktuellen Wissensstandes getroffen werden können.
Meiner Kenntnis nach bemüht sich die Bundesregierung, insbesondere Gesundheitsminister Spahn, aber auch die Landesregierungen, nach Kräften darum, umsichtige Entscheidungen zu treffen, die auf Expertisen aus verschiedensten Fachgebieten beruhen.

„Magdeburg“ (Pseudonym)

Ich weiß gerade nicht, wie ich das finde, dass ein Großteil der lokalen Allgemein- und Facharztpraxen alle Termine abzusagen scheint. Man kann noch telefonische Beratung bekommen, aber Untersuchungen finden nicht mehr. Weiß nicht, was da schwerer wiegen sollte: Die Angst vor Ansteckung innerhalb des Praxispersonals oder die Gefahr, dass viele Leute möglicherweise andere Erkrankungen verschleppen.

Falls ihr dazu eine Meinung habt, sagt mir gerne mal eure.

„Geilenkirchen“ (Pseudonym)

@Eliza Day
Kann mir nur denken, dass die Praxen das für sich beschlossen haben, um einer drohenden Uberlastung zu entgehen. Das ist aber nur meine Vermutung.
Bei uns im Kreis kann ich das nicht feststellen. Habe letzte Woche noch einen Termin ganz normal wahrnehmen können. Bei zwei Fachärzten habe ich von mir aus nicht dringende Kontrolltermine verschoben.

Vielleicht stellt sich der Allgemeinmediziner auch einfach nur darauf ein, neben der bereits überfüllten Praxis nun auch noch mehr Hausbesuche machen zu müssen?
Mal ehrlich, alles was auf schiebbar ist, muss doch momentan wirklich nicht sein. Das ist irgendwie verständlich.

Ich werde auch nie verstehen, warum zB eine Akademikerin (auf diesen Status legte sie selber viel wert) ein 6 jähriges Kind mit ins Krankenhaus nehmen will um Opa zu besuchen... und überhaupt nicht verstehen will, dass Kinder da nüscht zu suchen haben, momentan noch weniger als vorher. Riesen Radau gemacht ... Ob die irgendwelche Nachrichten in der letzten Woche gesehen hat?

„Magdeburg“ (Pseudonym)

Meine gesammelten Statements um 11:36 stammen auch ausnahmslos von Leuten, die ich eigentlich für gebildete, intelligente Leute halte. Keine Ahnung, ist vielleicht einfach so eine gewisse Borniertheit á la "Es darf nicht geben, was mich in meinem Komfort und meiner freien Willensausübung stört.".

„Troisdorf“ (Pseudonym)

@Eliza
Wenn man in einem Wartezimmer mit Menschen rum sitzt, dann meist näher als 1m.
Also ist es doch wieder eine Ansammlung von Menschen, die sich unfreiwillig zu nahe kommen.
Oder ein Arzt oder Sprechstundenhilfe ist infiziert, aber ohne(wenig) Symptome, kann aber alle anstecken.
Einkaufen müssen die Leute. Nicht jeder Facharzttermin ist umgehend wichtig. (Vorsorge Termine u.Ä.)
Ich erlebe es hier eher so, daß die Menschen meist selber Termine bei Fachärtzenverschieben, wenn sie gerade vermeidbar sind.
Bei einer Lungen Fachambulanz würde ich mich gerade auch nur im Notfall melden. Die arbeiten gerade am Limit.

Ich glaube vielen fällt es schwer Gewohnheiten. Aktivitäten und moralische Werte abzulegen und sich anzupassen - viele reale Kontakte zu pflegen, sich persönlich mit Menschen zu treffen ist halt positiv besetzt.

Der Nerd oder das Hausmütterchen ohne Partner, Familie und so gut wie gar keine realen Kontakte, die sich eh hauptsächlich in ihren vier Wänden bis auf mal einen Großeinkauf aufhalten, wären momentan gerade ideal.

Der Nerd oder das Hausmütterchen ohne Partner, Familie und so gut wie gar keine realen Kontakte, die sich eh hauptsächlich in ihren vier Wänden bis auf mal einen Großeinkauf aufhalten, wären momentan gerade ideal.

Nicht zu vergessen die Hausmütterchen mit Partner und/oder mit Kindern, die Mittellosen, die sich rausgehen sowieso nie leisten konnten und die Menschen, die krankheitsbedingt die Wohnung nicht verlassen können.

Artikel, echt schräg, muss ich schon sagen...

Maas will jetzt Urlauber zurück holen, die wegen der Kriese gestrandet sind.
Ich muss bei mancher Aktion schon die Augen zu machen.
Da fliegen wirklich viele in den Urlaub, mitten in der Kriese.
Eine Bekannte ist letzte Woche noch losgeflogen, in Urlaub, in den Urlaubshochburgen.
Da fass ich mich an den Kopf, aber genau diese Menschen müssen dann teuer und aufwendig, zurück geholt werden.
Weil das alles so plötzlich kommt.
Wie steht ihr dazu?

„Kiel“ (Pseudonym)

Ich glaube vielen fällt es schwer (...) moralische Werte abzulegen

Äh, also hoffentlich müssen sie das auch nicht?!? 😱😉
Ich kann mir kein Szenario der Welt vorstellen in dem es von Vorteil wäre seine moralischen Werte abzulegen?!

„Magdeburg“ (Pseudonym)

Mit "moralischen Werten" hat das wenig zu tun, Artikel, glaube, da hast du einiges durcheinander geworfen. Und auch ansonsten: Ich bin zumindest Teilzeitnerd und mir fällt die Isolation auch schwer, obwohl ich noch gar nicht so vollständig isoliert war, aber natürlich habe ich mich mit viel weniger Menschen getroffen als sonst. Ich habe seit langem nicht mehr so viel gechattet, geteamspeak-/discorded und telefoniert wie in den letzten Tagen.... Sagt ja keiner, dass das einfach ist. Es ist nur klüger und verantwortungsvoller.