
„Emden“ (Pseudonym)
Nein ich bin in keiner Gewerkschaft, evt gibt es welche dir mir zusagen würden. Aber die sogenannten großen die im DGB organisiert sind fallen komplett aus. Schließlich haben sie auch kräfig dafür gesorgt das Deutschland den Bach runter geht. Sie haben nicht nur Verbrechen wie "Hartz4" mitabgesegnet sondern auch diese Schandtarife mit den Zeitarbeitsfa. (und noch viiiel mehr)Es wäre besser gewesen man hätte die Zeitarbeitsfa. machen lassen wie sie wollen....dann wäre so ein Dumping gekommen das vlt so mancher aufgewacht wäre! Erst der DGB/IGM mit den Tarifen und jetzt unsere geliebte Regierung mit dem Mindestlohn Zeitarbeit. Alles Vera.........! Aber nochmal zu den Gewerkschaften, diese verdammten Gewerkschaftsbonzen sollen sich auch vom Acker machen....IGM und Co Nein Danke! DGB = Arbeiterverräter! Ich kann mir richtig vorstellen wie die Gewerkschaftsbonzen mit den Zeitarbeits Managern bei Sekt und Kaviar Schnittchen feiern das Hilfsarbeiter jetzt 7,65 euro bekommen. Pfuiiiii
HAHAHA und der geile Rechtsanpruch, geil ich gehe morgen mal zu den Kollegen und erzähle ihnen das sie Trittbrettfahrer sind und mal ein Dankesschreiben an ihre ZAF machen sollen das sie so gnädig entlohnt werden. Aber das du so argumentierst lässt ja seeehr tief blicken.....
PS: Romane haben gewöhnlich mehrere Seiten, aber wundert mich nicht wen es dir vieleicht so vorkommt. Personalbögen lassen sich bestimmt schneller lesen....

Du hast echt keine Ahnung und schreibst hier einfach nur auf Krawall...gegen alles und gegen jeden...und das in mehreren Threads...

„Emden“ (Pseudonym)
Wen die Gegenwart mies ist, die Zukunft schlecht aussieht...nicht nur für mich, sondern auch für meine Mitmenschen und Nachkommen! Dann muss die Parole heissen "Macht kaputt was euch kaputt macht!"
Vgl. Staatsverschuldung, Armutsquote , Arbeitslosenzahl (ohne Lügenstatistik) ....alternativ genügt auch mal ein Blick in viele deutsche & europäische Städte!
Ich bin nur auf Krawall? entschuldige das ich deine schöne heile Welt ankratze aber ab und zu ist Zeit für die REALITÄT!
PS: ich bin bereit für meine Ziele zu kämpfen, jeden Tag 24 Std und bis zum bitteren Ende! Denke nicht hier gibts nur Opfer die bereitwillig jede Sch...glauben (und Perso Bogen ausfüllen)!

@Benutzername: Ich finde es sehr beachtenswert, wie Du Dich hier engagierst und uns Deine Ansicht erläuterst. Du gehst dabei mit sehr viel Enthusiasmus heran. Das findet man heutzutage selten. Ich glaube Du wärst der richtige Mann dafür selbst ein Unternehmen zu eröffnen und alle von Dir auch zu Recht angeprangerten Mißstände zu beseitigen, zu bekämpfen oder zumindest zu mildern. Dann ist auch Deine Gegenwart nicht mies und die Zukunft schlecht. Dann machst Du eben für Deinen Bereich alles besser. Leg los.

„Dingolfing-Landau“ (Pseudonym)
Ich finde solcher Enthusiasmus tritt gerade heute wieder häufiger auf. Aber bloss keine Firma gründen und Teil des Systems werden. ;)

„Langen“ (Pseudonym)
möchtegern: ich muss gestehen meine Bewerbung habe ich mit einer guten Freundin aufgebaut, die in einer großen Firma im Personalmanagement arbeitet. Wichtig ist das ich im ersten Eindruck Punkten konnte und mein Chef weiss das ich die Bewerbung nicht selber geschrieben habe. Nach ein paar Wochen habe ich die Katze aus dem Sack gelassen.
und außerdem bin ich kein deutscher Staatsbürger ich habe eine Entschuldigung ;)

Nach Trennung und Umzug wurde ich auf dem zuständingen AA vorstellig. Dort wurde ich ausgelacht, weil ich mit 51 noch eine Festanstellung suche - und zu Zeitarbeitsfirmen geschickt, die mir auch sagten, dass ich zu alt bin.
Ich erklärte meine Bereitschaft auch unqualifizierte Arbeit zu machen oder an Qualifizierungsmaßnahmen teilzunehmen. Unqualifizierte Arbeitsstellen gibt es in meinem Altersbereich und mit meinen gesundheitlichen Einschränkungen nicht. Auf Maßnahmen habe ich keinen Anspruch, weil ich keine Leistungen beziehe, da ich vorher selbständig war.

@ mc lovin: Du bist immer solange Teil des Systems, solange Du Dich im System aufhälst. Denn die guten Seiten wie Freiheit, Demokratie, Sicherheit und soziales Netz nutzt Du auch ohne Dein Zutun. Und was machst Du für Deine Mitmenschen, oder sind die Dir alle egal?
@bunte Seele: das ist unser gesellschaftliches Problem, Du mußt erst runter auf Hartz 4 und Leistungsbezieherin werden, bevor Dein Arbeitswille gefragt wird. Selbständig heißt doch bei den Behörden meist reiche Unternehmerin mit Höchsteinkommen, die nur die Arbeit von den armen Angestellten machen ließ. Und so wird man dann behandelt.

@Gentleman: klar, ich leitete ein Großunternehmen und habe tausende von Arbeitern ausgebeutet - du hast sehr genau durchschaut, was DIE so denken. Wer käme denn auch auf die Idee, dass es auch kleine ein-Frau-Betriebe gibt.
Mich nervt das Ganze im Moment echt an und so mache ich jetzt das weiter, was ich immer schon gemacht habe: ich kümmer mich selbst um alles. So habe ich die Gewissheit, dass was getan wird und meine Chancen sind um ein Vielfaches besser.

„Lüdenscheid“ (Pseudonym)
Ich hab als Frau anfang der 90er im Rahmen des Girls-Days meine Ausbildung zur Zerspanungsmechanikerin-Drehtechnik gemacht... danach hab ich als alles andere gearbeitet, nur nicht im erlernten Beruf.
Bewerbungsunterlagen wurden konsequent NICHT zurückgeschickt, geantwortet auch nicht. Bei telefonischen Anfragen ging es solange gut, bis auffiel, das ich ne Frau bin, Aussagen wie:
" Sie sind ja noch im gebährfähigem Alter.-Frauen bringen Unruhe in den Betrieb, nachher gibts Theater wegen Belästigung.-Keine Sanitärräume für Frauen.(Auf welches Klo geht die Dame, mit der ich telefoniert habe?)-
Warum wollen sie einem Familienvater den Arbeitsplatz wegnehmen?-Sie können nicht schwer heben.- Oh, die Stelle ist grad weg." (Scherzeshalber hat mein damaliger Freund sich dann für die gleiche Stelle nen bisserl später gemeldet, die dann überraschenderweise noch frei war.)
Um mal einige zu nennen.
Somit war meine Ausbildung fürn A++++, denn Berufserfahrung als Dreher hab ich keine sammeln können. Dadurch fiel auch jedwede Förderung der BA im Bereich CNC flach...
Mittlerwile würde mich keiner mehr als Dreher einstellen, zu lange raus und keine Ahnung, soviel zum Girls-Day...
In einer ZAF war die 2. Frage, nach Name, ob man Mitglied einer Gewerkschaft sei...das ist ebenso unzulässig, wie die Frage nach einer Schwangerschaft.
Desweiteren bin ich trotz eines AU per Telefon von meinem Teamleiter zur Arbeit genötigt worden, nur das Kennen meiner Rechte hat mir dagegen geholfen.
Ich bin teilweise als Facharbeiter beschäftigt worden, bezahlt wurde nur Hilfskräftelohn-6 Euro BRUTTO/Std. Ich war der Spitzenverdiener meiner Gruppe...
Normalerweise wurde in dieser ZAF nach einem Jahr der Lohn um 0,50 Euro erhöht und ein Urlaubstag mehr gewährt, ebenso sollte man bei Arbeitsmangel nicht gekündigt werden, laut Arbeitsvertrag...
Mir ist jemand persönlich bekannt, der in dieser Firma seit 6 Jahren immer wieder hired/fired wird und somit seit 6 Jahren auf die Lohn/Urlaubserhöhung wartet...leider braucht er das Geld dieser Firma, da er bei der BA/ARGE als schwer vermittelbar gilt.
Nach mehreren Querelen bin ich mit dieser Firma vorm Arbeitsgericht gelandet um meine Ansprüche (nicht gezahlter Lohn, ungerechtfertigte Abzüge, Streichen von U-Tagen) durchzusetzen, als Igm-Mitglied (war das ne Überraschung für die Firma lol) hab ich ja Arbeitsrechtsschutz und haha, ich hab auch gewonnen.
Scheinbar stehe ich seitdem auf einer "Schwarzen Liste", denn danach nahm mich keine der hier ansässigen ZAFs mehr...ein Schelm, wer Böses dabei denkt..
Die kurze Zeit bei der ARGE danach ging wegen totaler Inkompetenz der dort ansässigen Menschen ebenfalls nur über Dienstaufsichtsbeschwerden, Ver/Säumnisklagen, Klagen vorm Sozialgericht, und das nur um meine PFLICHTEN und RECHTE durchzusetzen.
Jeden Vollzeitjob, Minijob, Teilzeitjob hab ich mir hart als Frau in nem Männerberuf erkämpft, da mit Hilfe der BA/ARGE eh nicht zu rechnen war/ist. Ach ja und an meinen Abschlüssen kanns, glaub ich, nicht liegen, Facharbeiterbrief mit 2, HöHa mit 2,4; Techn.Fachabi ebenfalls mit 2,4; MaschinenbauStudi is leider abgebrochen.
Zur Zeit arbeite ich Teilzeit in nem Lohnbetrieb als Büro/Lagerhilfskraft (kleiner Betrieb, ich mach also fast alles was anfällt), dann noch auf 400 Euro auf nem Reiterhof (dort auch Ehrenamt). Ich hab damit unwesentlich mehr als ein Hartzer, bin aber weder auf ZAFs noch ARGE angewiesen.
Trotzdem kann ich den Spruch:"Wer Arbeit sucht, der findet" keinesfalls unterschreiben.
Dafür gibt es zuviele Parameter wie Wohnort, Ausbildung ja/nein, scheinbar das Geschlecht, Schulabschluß ja/nein/welcher?, Alter, Aussehen (dick, Tattos zB), soziale Herkunft, etc, die entweder die Suche vereinfachen, oder extrem erschweren.

„Speyer“ (Pseudonym)
Hallo,
auch ich kann grade mitjammern*seufz
Im Januar habe ich eine kaufmännische Umschulung gemacht,
da ich nach meiner Selbstständigkeit in Hartz 4 gerutscht bin.
Nun schreibe ich bald meine 150. Bewerbung und kein Job ist nicht in Aussicht.
Dabei bin ich erst Anfang 40

Im aktuellen Stern ist ein Bericht über die Machenschaften von Randstad, also einem großen Zeitarbeitsunternehmen.
Zwei ehemalige Personaldisponenten, die sich inzwischen mit einer eigenen Zeitarbeitsfirma selbständig gemacht haben, berichten über ihre Zeit bei Randstad.
Da steht, daß sich ab ca. 2004 das Betriebsklima schlagartig verschlechtert hat und die Arbeitnehmer seitdem unmenschlich behandelt werden. Die Arbeitnehmer werden, trotz Tarifvertrag, eine Stufe niedriger Eingestuft, aber im Gegenzug wird der Entleihfirma der eigentliche Tarif berechnet. Wenn der Arbeitnehmer krank wird, dann wird Druck auf ihn ausgeübt und ein Krankenschein würde schon mal verschwinden, oder Krankheitstage würden nicht bezahlt werden. Außerdem steht dort noch drin, daß Randstad für eine Übernahme eines Arbeitnehmers von der Entleihfirma eine große Summe "Ablösegeld" verlangt und das die Firmen deshalb davor zurückschrecken einen Mitarbeiter zu übernehmen. Aber genau deshalb gehen auch viele zu den Zeitarbeitsfirmen, da sie Hoffnung auf eine Übernahme haben.
Ich kann bestätigen, daß sich so ab ca. 2002/2003 die Zeitarbeitsbranche sehr zum schlechten gewandelt hat. Ich war auch selbst mal vor Jahren für eine kurze Zeit bei Randstad und war froh, daß es dann für mich dort in diesem Unternehmen vorbei war.
So wie bei Randstad wird es sicherlich bei einigen, vor allem größeren Zeitarbeitsfirmen sein, da es hier wie bei vielen anderen Firmen nur um die Gewinne geht, aber nicht mehr um die Menschen.
Und es ist seit der Zeit so üblich, daß Arbeitnehmer, wenn sie keinen Einsatz haben, die Kündigung erhalten, auch wenn nichts vorgefallen ist, obwohl sie laut Tarifvertrag und Arbeitsvertrag auch im Falle eines Nichteinsatzes den Lohn weiter bezahlen müssen.
Die Zeitarbeit hatte schon vor Jahren einen schlechten Ruf, aber durch diese Methoden ist der Ruf noch schlechter geworden. Leider sind die neuen Entgleisungen durch die dämlichen Arbeitsmarktreformen entstanden.
Es wird Zeit, diese Zeitarbeitsbranche wieder zu deregulieren, aber leider sehe ich vor der nächsten Bundestagswahl im Jahr 2013 keine Chance. Hoffe aber, daß es mit einer neuen Bundesregierung, wo dann hoffentlich die SPD wieder die Möglichkeit hat, den Schaden, den sie selber verursacht hat, zu korrigieren.

Frankfurter, ich habe zwar den Stern-Bericht nicht gelesen, aber was du hier schreibst, kann ich nur bestätigen.
Ich war einige Jahre bei einer großen Zeitarbeitsfirma, der Niederlassungsleiter war vorher Personaldisponent bei Randstad. Erst war ich Leiharbeitnehmerin, dann in der Akquise und Personaldisposition. Es wird bei Krankheit gekündigt, das ist richtig...übrigens mir damals auch sofort nach einem Wegeunfall...aber nicht nur das. Was ich immer besonders schlimm fand, war die Kündigung aus irgendwelchen Gründen, immer kurz vor der 6-monatigen Betriebszugehörigkeit, nur weil sich ab 6 Monaten die Kündigungsfrist verlängert. 6 oder 8 Wochen später wurden die Leute wieder eingestellt. Vor Weihnachten wurde auch gekündigt, einfach nur weil die Kundenbetriebe meist bis Mitte Januar geschlossen haben. So waren die Leute von Mitte Dezember bis Mitte Januar arbeitslos, danach wurden sie wieder eingestellt.
Jetzt bin ich bei einem kleinen Dienstleistungs-Unternehmen, mit Leiharbeit fangen wir erst an. Chef hat keine Ahnung, so habe ich großen Handlungsspielraum und alle Entscheidungskompetenzen und hoffe, dass ich das ohne Mitarbeiterabzocke durchziehen kann. Als IGM-Vertrauensfrau habe ich von dort alle Unterstützung, die ich brauche...
Lieber wär's mir auch anders, aber in meinem Alter kann man sich den Arbeitsplatz nicht mehr aussuchen...

„Oranienburg“ (Pseudonym)
Wenn eine Firma ausgebildete Kräfte haben wiel soll sie gefälligst welche ausbilden.Das gleiche gild für Zeitarbeits Firmen,wenn ich einen Schweiser Dreher oder was verleihen will,sollte man auch welche ausbilden.Gerade Stablerfahrer dürfte doch kein problem sein,bei der kurzen ausbildungszeit.Nach ausgebildeten Leuten schreien und jammern bringt nichts ,ausbilden wäre dagegen sehr hilfreich,Für die Firma und den Arbeitssuchenden.

„Ulm“ (Pseudonym)
Als Flurfahrzeugführer bekommt man auch ned soooo einfach nen Job!
Die meisten (selbst leihfirmen) wollen Berufserfahrung sehen...
Als ich meinen Staplerschein machte wollte mich niemand einstellen weil ich keine mehrjährige Erfahrung hatte...

„Jerichower Land“ (Pseudonym)
Also das mit dem Ausbilden klappt nicht so ganz. Weil wie will man Ausbilden wenn keiner da ist der ausgebildet werden kann?
Wir (nur meine Abteilung) wolle in diesem Jahr ca 4 Azubis in 3 verschiedenen Berufen. Es kamen 6 Bewerbungen, 3 hab ich gleich wieder zu gemacht wegen schlechter Noten und die andern 3 haben schon wo anders was gefunden (hätten auch höchstwarscheinlich die Ausbildung nur mitgenommen und wären dann studieren gegangen)
Auch suchen wir seit einem Jahr Chemikanten. Und Bewerbungen? 0
Manchmal kann man sich wirklich Fragen wo denn die vielen arbeitslosen Fachkräfte sind...

„Emden“ (Pseudonym)
@Malekins, wäre mal interessant zu erfahren was ihr selber unternommen habt um Auszubildene anzuwerben? 4 Wochen vor Ausbildungsbeginn ein Anruf beim Arbeitsamt? Denke wen da man das ordentlich in die Hand nimmt gibts da auch keine Probleme. Das heisst Schulen ansprechen das man Praktikumsplätze/ausbildungsplätze anbietet. Im Internet und Zeitung anoncieren und dann dürften die Bewerbungen kartonweise kommen.

„Jerichower Land“ (Pseudonym)
Falsch
Die Ausbildungsplätze sind seit Anfang des Jahres bei IHK und AA ausgeschrieben. Inseriert in der Zeitung wurde auch. Unsere Firma war auch bei einer lokalen Ausbildungsmesse vertreten.
Wie gesagt das ist nur unsere Abteilung, andere haben es da etwas leichter (Handwerkliche Berufe wie Schlosser und Elektrotechniker).
Aber trotzdem rennen einen die Azubis nicht das Haus ein und dazu kommt leider noch die schwachen schulischen Leistungen.
Wir wollen ja keine 1er Abiturienten, weil wir genau wissen die können wir nicht halten. Aber 4er-5er Gesamtschüler(Hauptschüler) bringen uns da auch nicht weiter.
Zumal ich selbst erleben musste das die Schüler heutzutage kaum gelernt haben zu lernen.
Jemand der frisch aus der Schule kommt und nicht mal einen Dreisatz aufstellen können oder eine Einheit umrechnen....

„Emden“ (Pseudonym)
@malekins, die schulischen Leistungen, da gebe ich dir Recht. Wodran liegts? Gewiss kann man den Schülern die Schuld geben. Aber ich sehe das Problem im Bildungssystem an sich. Kenne das ja alles aus meinem Werdegang.
Weiterhin liegt das meiner Meinung auch daran das viele Berufe einfach zu unpopulär sind. Gerade diese wo naturwissenschaftliche Kentnisse gefordert sind. Wen man sich mal anschaut in was für einem Land wir leben ist das schon verwunderlich. In Deutschland wurden Motoren entwickelt und viele viele bedeutende Erfindungen gemacht. In den 1930er Jahren war Deutschland auf Platz 3 der wissenschaftlichen Entwickelungen, heute?
Meiner Meinung nicht nur ein verlodertes Bildungssystem sondern auch eine gezielte Abwertung da Deutschland nie mehr in irgendwas führend seien soll, und da haben sie ganze Arbeit geleistet!

„Lausanne“ (Pseudonym)
...man könnte die Schuld auch bei den Eltern suchen, die sich wundern warum ihre Kinder in Kita oder aus dem Fernsehen nicht mehr vernünftige Werte vermittelt bekommen.
Im Regelfall sind Kinder nur ein Spiegel ihrer Eltern. Lehrer werden als Ersatzeltern angesehen und die Schulen müssen als Sammelbecken für alle Leistungsstandards herhalten. Der schwächste Schüler bestimmt die Geschwindigkeit... so kommt es mir in vielen (nicht allen) Bildungseinrichtungen vor.

„Emden“ (Pseudonym)
...die Eltern sind ja meist auch schon durch Fernsehen etc. geprägt. Merkwürdigerweise können Medien machen was sie wollen, während andere da peinlichst aufpassen müssen.
Ach und wo jetzt bei Werten sind, ich glaube die sind doch aus dem BRD Bildungsystem total verbannt.
Ordnung und Sauberkeit, Pünktlichkeit, Höflichkeit, Kameradschaft ,Fleiss, Ehrgeiz.......
Die meisten Klassen sehen aus wie Sauställe, und an den Unis nicht besser, alles vollgeschmiert und geklebt. Pünktlichkeit? Heute reinste Anarchie, ich glaube ich hatte nicht mal Lehrer die regelmäßig pünktlich waren. Fleiss? wer fleissig ist gilt als Streber und wird gemobbt und schlimmstenfalls geprügelt. Kameradschaft ist ganz pfui,sowas zu predigen wäre ja bestimmt Kündigungsgrund. Ehrgeiz ist aufgrund persönlicher Eigenschaften vorhanden wird aber kaum gefördert. In den USA bekommt zb jeder Schüler Urkunden bzw Anerkennungen zusätzlich zu den Noten. Ein Professor aus dem Bildungsbereich hat mir erklärt das dies nicht mehr gemacht würde weil es auch in den und insbesonder DER Diktatur Standart gewesen sei aber mittlerweile wolle man dies überdenken.
Natürlich will ich dies alles nicht pauschalisierend aussagen, aber in einem Gross der Schulen dürfte es so aussehen.

„Wetzlar“ (Pseudonym)
Also meine Tochter geht auf eine Ganztagesschule. Und ich will betonen, dass es sich dabei um eine Brennpunktschule handelt..
Ich war als Kind auch schon Schülerin da und seit damals hat sich einiges verändert..
Dort wird peinlichst genau geschaut, dass die Kinder pünktlich sind( Wer zu spät kommt, schreibt die Schulordnung ) Wer Kaugummi kaut, kratzt 10 Kaugummis vom Schulhof, Wessen Handy auffällt, muss es bei der Rektorin abgeben und die Eltern müssen es wieder abholen.
Erst letzte Woche hatten wir einen Elternabend, an dem mir klar wurde, dass ich doch eine gute Mutter bin..
Und nicht jedes Kind, das aus einem sozial Schwachen Umfeld kommt, hat schlechte Karten..

„Delmenhorst“ (Pseudonym)
Nun muß ich die Schulen aber doch verteidigen. In den letzten Wochen habe ich mit bestimmt 200 Schülern aus 7. Klassen gearbeitet. Es waren 6 verschiedenen Schulen, die ich von innen sah. Die Klassenzimmer waren sauber und okay, die SchülerInnen waren pünklich und meißt sehr nett.
Klar versuchten sie Grenzen zu testen, áber meißt nicht schlimm.
Zudem erfährt man ja sehr viel über die Eltern, wenn man mit den Kids redet. Da bin ich schon oft schockiert, was die armen alles aushalten müssen. Das kleinste Problem sind dann 4 Kinder einer Mutter mit 4 verschiedenen Vätern und auch Nachnamen.

„Wedemark“ (Pseudonym)
Leiharbeit ist moderner Sklavenhandel ,gehört aus meiner Sicht abgeschafft und ist diskriminierend für die Arbeitnehmer. Viele Unternehmen bauen Stammbelegschaften ab und ersetzen sie dann mit deutlich billigen Leiharbeitern.
Die These, das Leiharbeit den Weg in ein festes Beschäftigungsverhältnis öffnet, ist mittlerweile selbst auch von Wirtschaftsinstituten als absurdum geführt worden.

„Bad Schwartau“ (Pseudonym)
Ich war auch mal kurz bei einer Leiharbeitsfirma. Ich wurde an einen Einsatzort geschickt und die wussten dann angeblich nichts von mir. Das war dummerweise ein Ort, an dem man auch net so einfach wieder wegkam. Als ich dann, wieder in der Firma war, wurde mir gekündigt, weil ich angeblich nicht aufgetaucht bin. Nein, nie wieder. Sorry.