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„Gelnhausen“ (Pseudonym)
Das ist doch ein ganz individuelles Gefühl. Ich fürchte aus meinem Seelenleben lässt sich keine allg. gültige Regel ableiten. Und das ist doch gut. Ich wollte lediglich darauf hinweisen das Distanz nicht notwendigerweise mit mangelnder Liebe zu tun haben muss. Das man dann nicht gut zusammen passt wenn ein Partner das so empfindet ist dann aber auch wahr.
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@dagmar, gute Idee!
Zur Sprache der Liebe speziell in Bayern fällt mir ein, dass das wohl ein großes Hindernis für mich war, endgültig "anzukommen". Hier heißt das nicht "Ich liebe dich", sondern "I mog di"... aber für mein Gefühl war das einfach nicht dasselbe. Ein Beispiel für bayrischen Humor im Bettzusammenhang:
Sie und er kuscheln. Plötzlich sagt sie: " Mein großer starker Löwe, lass uns uns doch Tiernamen geben..."
Kurzes Nachdenken, dann kommt zurück: "Wuidsau."
*hust*
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„Zülpich“ (Pseudonym)
@Feucht von Lipwig - das hat glaube ich auch keiner so gemeint das Distanz notwendiger Weise auf mangelnde Liebe hinweist . Aber hier geht es ja um Liebessprachen. Möglicherweise hast du dann einfach eine andere Sprache. Wenn du jetzt z.B. mit einem Partner zusammen bist der Nähe als Liebessprache spricht dann werdet Ihr euch vermutlich sehr schnell missverstehen. Der Schlüssel ist ja sich die Sprache des anderen zu eigen zu machen. Bzw eventuell bei der Partnerwahl schon darauf zu achten was nicht passt weil man selbst eben mit der Sprache des anderen so seine Probleme hat.
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„Düsseldorf“ (Pseudonym)
Wie Feucht schon sagte, zu viel Nähe kann auch ein Liebesgefühl töten. Verbundenheit kommt nicht zwangsläufig bei räumlicher Nähe. Sonder durch Gesten und Taten.
Eine kleine liebevoll Nachricht an den anderen kann schon Wunder bewirken. Wenn mir jemand ständig auf der Pelle hockt um mir seine Liebe zu beweisen, laufe ich weg. Es erdrückt mich.
Nimm mir den Atem, aber nicht die Luft zum atmen.
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„Brilon“ (Pseudonym)
"Zuviel Nähe tötet bei mir zum Beispiel jedes Liebesgefühl" - ich überlege echt, ob man sich in Liebesdingen diese Art Arroganz leisten kann oder sollte.
Liebe ist zwischen 2 Menschen. Diese Liebe bestimmen die 2. Liebe ist immer anders. Liebe hat Phasen. Liebe ist heute anders als gestern oder übermorgen. Liebe ist manchmal beständig. Liebe ist Liebe.
Mit allem Gutem, Schlechtem, Irrem, Wahnsinnigen oder auch Gemächlichem, Normalen.
Liebe bestimmt nicht einer. Liebe machen 2.
Liebe kann für den einen räumliche Nähe bedeuten, für den Anderen nicht notwendig sein.
Aber alleine kann man das nicht für sich entscheiden.
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„Albstadt“ (Pseudonym)
Feucht von - wenn ich es jetzt übersetze auf die Sprache der Liebe , heißt das, du fühlst dich geliebt und wertgeschätzt, wenn dein Gegenüber nicht zu viel Nähe braucht und dir viel Freiraum lässt?
artikulierst du das auch im Vorfeld?
Meine Erfahrung ist - man kann auch unterschiedliche Bedürfnisse haben, wenn man sie artikuliert und darüber spricht, dann kann man Wege finden miteinander. Das größte Problem entsteht immer dann, wenn zwei fremde und schon ausgereifte menschen aufeinandertreffen, jeder mit seinen macken, und keiner sagt dem anderen was er braucht bzw. was seine Nogos sind - das geht dann irgendwie in die Hosen..........
seht ihr das anders?
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„Gelnhausen“ (Pseudonym)
Ja. Das artikuliere ich auch im Vorfeld. ;-) Ich sehe das auch gar nicht als Problem. Wie Du sagtest: Es passt, oder eben nicht. Aber es kann nur passen wenn man den Mund aufmacht.
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„Albstadt“ (Pseudonym)
jaaaaa Mund aufmachen - wenn das endlich mal als Schulfach angeboten würde..........mich macht das fertig, dass immer alle irgendwie nicht so wirklich sagen können, was sie wollen und was sie nicht wollen..........und das dann auch nicht sagen..........seufz
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„Hildesheim“ (Pseudonym)
Liebe, dieses Wort oder Begrifflichkeit soll einen Zustand von Gefühl sowie Emotion bei einem Menschen beschreiben der scheinbar allgemeine Gültigkeit besitzt. Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Was für den einen Menschen schön, ist für den anderen Menschen schrecklich. Des einen Leid, des anderen Freud!
Somit ist doch "Liebe" für jeden etwas anderes und folglich auch dessen Ausprägung. Also sollte doch erst mal darüber Klarheit (soweit möglich) geschaffen werden, was Liebe bedeutet und wenn das einigermaßen abgeklärt wurde dann sich dem Thema von Liebe als Sprache widmen.
Deutsch als Sprache gilt doch nicht umsonst als so detailliert und davon ab als jene Sprache der Dichter und Denker, also wieso wird dann nicht mal ordentlich darüber nachgedacht?
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Ich halte Liebe für ein Phänomen, das mich befällt oder eben nicht - ich kann mich jedenfalls nicht dagegen wehren. Wär auch blöd, das schönste Abenteuer, was das Leben anbietet, zu bekämpfen...
Dann muss auch die Sprache noch passen, dann ist es perfekt. In der Sprache - auch gegendbezogen - fühle ich mich aufgehoben und zuhause. Dazu sehe ich als älteres Modell auch die ähnliche Sozialisation mittlerweile als wichtig an - es hat nie geklappt vorher mit meinen Männern, jetzt weiß ich besser, was ich wirklich brauche und will.
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„Witten“ (Pseudonym)
Also Meckern ist definitiv keine Sprache der Liebe. Ähm, Nörgeln auch nicht. Und beim Stöhnen kommt's drauf an... :-) Sorry Theodora für's bissken oT.
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„Albstadt“ (Pseudonym)
Herusker, da liegt wohl ein Missverständnis vor!
meine Frage war- was braucht ihr, um euch von anderen Menschen geliebt und wertgeschätzt zu fühlen! Egal ob partnerschaftlich oder freundschaftlich!
Die Sprache der Liebe als Synonym für - was ist es, das bei dir diese Gefühle auslöst
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„Hildesheim“ (Pseudonym)
@Theodora1: Möglicherweise könnte das stimmen, obgleich sich mir dennoch dann die Frage stellt bei wem von uns beiden? ;-)
Gefühle sind für Hoch-Sensible Menschen eine Thematik, die wohl genau so "heikle" ist wie die Frage nach dem Warum denn Pinguine noch Flügel haben. Sobald ich diese Fragestellung mit den Gefühlen und der Liebe für mich dahingehend relativ eindeutig beantworten kann, dann werde ich zu dieser Stelle zurück kommen um in einem neuen Beitrag meine Erkenntnisse zu schildern. Sollte bist dahin das Thema nicht mehr existieren, werde ich dank Archivierungen dann schlicht dort ansetzen wo aufgehört und ein neues Thema beginnen. :-D
NEIN, das ist kein Sarkasmus sondern entspricht dem Stand der Dinge.
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„Schortens“ (Pseudonym)
Ich denke grad wenn Ich lese zuviel nähe töte Liebe wer sowas sagt hat noch nie richtig geliebt wer wirklich liebt will seinen Partner bei sich haben, weil man gehört zusammen ist eine Einheit
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Ich denke viele verwechseln verliebt sein mit Liebe. Wenn man frisch verliebt ist will man keine Sekunde vom anderen getrennt sein.
Liebe muss sich entwickeln , das heißt auch mal Phasen zu überstehen und auch zu brauchen ohne den Anderen.
Nur so konnte meine Ehe 23 Jahre überdauern, was heute kaum noch möglich ist, da zu schnell aufgegeben wird.
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„Mühlheim am Main“ (Pseudonym)
"Die Liebe ist das Kind der Freiheit"
sagt ein französisches Sprichwort.
Ich glaube daran, dass je mehr Freiheit ich dem Anderen lassen kann um so mehr drücke ich meine Liebe und mein Vertrauen aus.
Je enger man(n) mich binden will, umso eher muss ich weg.
Freiheit in einer Beziehung kann sehr viel Nähe und Verbindung sein.Und ja: Das ist erprobt über 35Jahre.
(auch wenn die letzten davon nicht mehr so dolle waren..)
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„St. Ingbert“ (Pseudonym)
Liebe kann nur in Freiheit wachsen.
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... was man liebt, sollte man los lassen können .....DAS alleine ist wahre Liebe!

„Erfurt“ (Pseudonym)
Glaub ich nicht. Es gibt Paare, die genügen sich selbst voll und ganz und drehen sich voller Zufriedenheit nur um einander.
Die Liebe kennt keine Standards.

Liebe bedeutet für mich Vertrauen, Unbefangenheit, keine Wertung, Freiheit - unabhängig von den Posts vorher. ;) Also angenommen und gesehen zu werden, egal ob in aufgebröselt oder verknittert kurz nach dem Aufstehen.
Die Freiheit, Unzulänglichkeiten zugeben zu können, ohne dafür bewertet zu werden - das gibt mir Vertrauen und Sicherheit.
Nähe und Verbundenheit definiere ich nicht über die Quantität, sondern die Qualität der räumlichen Nähe.
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Ja für mich sind das auch zwei wichtig Säulen, Vertrauen und Akzeptanz, ebenso Nähe und Zärtlichkeit. Und in einer Paarbeziehung zähle ich auch die Fähigkeit zur Hingabe dazu.
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„Schortens“ (Pseudonym)
Wenn Du etwas liebst lass es aus kommt es zurück lieb es Dich, kommt es nicht mehr zurück hat es Dich nie geliebt und gehört nicht zu Dir
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„Schortens“ (Pseudonym)
Wenn Du etwas liebst lass es aus kommt es zurück lieb es Dich, kommt es nicht mehr zurück hat es Dich nie geliebt und gehört nicht zu Dir
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„Witten“ (Pseudonym)
Dieser Spruch ist so unwahr wie es nur geht!
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„Dillenburg“ (Pseudonym)
Bei der Eingangsfrage von Theodora1: Was braucht ihr, damit ihr euch geliebt und wertgeschätzt fühlt von anderen Menschen und in Partnerschaften im Speziellen? denke ich unweigerlich an die Publikation von Erich Fromm, "Die Kunst des Liebens", die ich 1980 gelesen und damals nicht unbedingt für mich immer einordnen konnte.
Liebe zu Kindern, Eltern, Freunden, Partnern und und und.
Es ist Ja-Sagen zu anderen in Verbindung mit dem eigenen Liebesvermögen, welches in der eigenen aufwachsenden und unmittelbar erfahrenden Umwelt entsteht, vermittelt wird oder auch nicht.
Liebe ist allumfassend, gütig und niemals fordernd. Liebe bedeutet auch sehr Freiraum, Entwicklung und Nachdenken für andere, sich selbst und im Zusammenhang.