
„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Was Du schreibst, kann ich gut nachvollziehen, Kaffee-Pause, allerdings wäre ja für Dich die Behinderung kein Nogo. Es ging ja um die Situation, dass eine Behinderung für jemanden ein Nogo IST und dieser erwartet, dass der andere sich zwangsläufig offenbart und nicht er mit seinen Wünschen und Vorstellungen. Aber Du hast natürlich recht, dass auch seine Wünsche und Vorstellungen zu formulieren eine Offenbarung ist und ggf. gleichermaßen blosstellend. Man denke nur an die Situation, dass jemand sich (rein sexuell) nicht angezogen fühlen würde von einem dunkelhäutigen Mensch, nun im Profil zu schreiben "keine dunkelhäutigen Menschen bitte" KÖNNTE auch durchaus falsch verstanden werden. 🙈🙊

„Pirna“ (Pseudonym)
Habe jetzt nicht ganz alles durchgelesen, darum sorry falls ich was wiederhole. Ich würde nur wenig reinschreiben, der Rest ergibt sich beim näheren kennen lernen.
Ich hatte schon ein Date wo jemand total auf Nummer sicher gehen wollte und am liebsten einen Frage Katalog mit mir durchgehen wollte. Schon bei der ersten Frage die er tatsächlich schon im Netzt für sich beantwortet hatte, - er zeigte mir sein Profil auf einer anderen Datingplattform- musste ich ihm aufzeigen, dass das nicht funktioniert, ich fand ihn sehr nett, hätte ihn aber schon aufgrund seiner ersten Antwort rausgekickt. So vor mir sitzend und real hatte ich einen total anderen Eindruck von ihm als die Antwort mir vermittelte.
Er hatte übrigens eine Behinderung die für andere ein No Go sein könnten, und mir ist das nicht mal richtig aufgefallen.
Was ich damit sagen will, Menschen sind verdammt vielschichtig, schlussendlich kann man sich und Andere nicht vor einer Enttäuschung schützen, auch wenn man auf noch so viele Baustellen hinweisen würde. Die hat übrigens jeder- denn perfekt gibt es einfach nicht.
Den Ausdruck "Tüv abgelaufen" finde ich übriges super ;-)

„Burgwedel“ (Pseudonym)
Ich hab mir jetzt nochmal die Profile der Männer angesehen, mit denen ich Kontakt hatte. Bei allen war das Profil nicht von Einschränkungen oder Warnhinweisen durchsetzt, sondern eher offenen Charakters.
Was ist mir wichtig, was mag ich gerne am Leben, am anderen Geschlecht, an der Sexualität, an mir. Wofür stehe ich ein, wo ist meine Grenze.
Das hat mich angesprochen oder nicht. Der Rest ergab sich dann im näheren Kontakt. Eine Gehbehinderung oder ein Rolli hätten mich tatsächlich nie interessiert.

„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Wofür stehe ich ein, wo ist meine Grenze.
Was dann ja aber schon in gewisser Weise zu "Einschränkungen oder Warnhinweisen" gehört, oder nicht?
Seine Nogos muss man doch nicht immer total negativ und abschreckend formulieren, das stimmt ja so auch nicht.
Angenommen jemand schreibt, dass er sehr auf mollige Frauen steht, besonders sprechen ihn Frauen an, so etwa im Bereich 90-120 kg, dann ist das kein Warnhinweis, es ist auch nichts unsympathisches, es ist positiv formuliert und dennoch weiß die 170 kg Frau, dass das für sie etwas knapp werden dürfte. Das gleiche ist zutreffend für den Rollifahrer. Schreibt nun der Profilinhaber ganz positiv und lebensbejahend, dass er leidenschaftlich gerne wandert und sich sehr wünscht, dass seine zukünftige Partnerin mit ihm begeistert auf Wandertouren geht, hat er sich nicht als Rollifahrerdiskriminierer geoutet und auch die Rollifahrerin weiß, dass DAS nicht ihr Traumpartner ist, ohne, dass sie sich outen muss.
Also man kann schon seine Wünsche und Vorstellungen (und damit verbunden durchaus die Nogos) unterbringen ohne mit einer Verbotsliste und Warnhinweisen ein Profil unsympathisch zu machen.

„Bad Waldsee“ (Pseudonym)
Schreibt nun der Profilinhaber ganz positiv und lebensbejahend, dass er leidenschaftlich gerne wandert und sich sehr wünscht, dass seine zukünftige Partnerin mit ihm begeistert auf Wandertouren geht, hat er sich nicht als Rollifahrerdiskriminierer geoutet und auch die Rollifahrerin weiß, dass DAS nicht ihr Traumpartner ist, ohne, dass sie sich outen muss
Wir reden glaube ich im Kreis :-) genau das hatte ich ja schon als beste Möglichkeit von meiner Sicht aus formuliert.
Zitat
einfach postitiv formulieren was (einen) selbst ausmacht.
So wie die Lust am Wandern gehört für mich nur eben der Rollstuhl auch zu den Dingen die einen ausmachen. Schliesslich schreibt nicht nur die Rollstuhlfahrerin den Wandersmann vielleicht an, sondern auch der Wandersmann die Rollstuhlfahrerin und braucht sich nicht die Mühe zu geben und die Zeit zu investieren, wenn es gar nicht passen kann. Alles andere als das (kurz) zu erwähnen fände ich persönlich unnatürlich und krampfig ... wenn man es doch dann beim ersten Treffen eh sieht bzw. bei einem nomalen, realen Kennenlernen auch auf den ersten Blick gesehen hätte?
Aber wie gesagt, das soll und darf doch jeder für sich selbst entscheiden. Das macht doch den Reiz und die Vielfalt der Profile aus, dass jedes anders ist.
Ich verstehe nicht so richtig warum wir da jetzt auf einen gemeinsamen Nenner kommen müssen?

aus welchem Grund "muss" ich überhaupt schon soviel vorab wissen?
In der Realität würde niemand, wirklich niemand bei einem ersten kennenlernen nach sexueller Ausrichtung, Gewichtsvorlieben, etc fragen. Logisch, eine Handicap wie zb. einen Rolli erkennt man sofort und kann entscheiden ob man in Kontakt geht oder nicht. Da wirkt der Mensch mit seiner Ausstrahlung, oder eben nicht.
Das Internet nimmt uns so viele Möglichkeiten des beschnupperns, am besten hat man vorher schon alles abgefragt um ja alle Eventualitäten auszuschließen und dann kommt es doch oftmals ganz anders als man denkt

„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Ich verstehe nicht so richtig warum wir da jetzt auf einen gemeinsamen Nenner kommen müssen?
Müssen wir doch gar nicht Kaffee-Pause. Es ist hier ja genauso wenig wie in den Profilen Pflicht etwas auszufüllen.
Es hört sich hier eben mehr und mehr an, als ob die Möglichkeit durch die Angabe seiner eigenen WÜNSCHE und Vorstellungen eine Verbotsliste und zwingend eine negative Darstellung des Profils entsteht während durch die Selbstdarstellung, das, was Du sagtest, einfach postitiv formulieren was (einen) selbst ausmacht einzig ein Profil positiv wird.
Und das ist es, was ich ausdrücken wollte. Seine Nogos zu formulieren, muss keinesfalls negativ formuliert klingen, nichtmal so, dass absolut gar kein Weg besteht, hier dran vorbei zu kommen, so eben mein Beispiel: "dass er sehr auf mollige Frauen steht, besonders sprechen ihn Frauen an, so etwa im Bereich 90-120 kg, dann ist das kein Warnhinweis, es ist auch nichts unsympathisches, es ist positiv formuliert und dennoch weiß die 170 kg Frau, dass das für sie etwas knapp werden dürfte"
Das wollte ich damit sagen, es hat sicher eine gewisse Grenze, aber es ist keineswegs so, dass sich selbst, das IST zu beschreiben, zwingend positiv und sympathisch formuliert ist, während den Wunsch, die Vorstellungen, das WILL, zu formulieren, zwingend negativ formuliert, eine unsympathische Verbotsliste sein muss oder ähnliches.

„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Gewichtsvorlieben
@sehrgriffige65 die Gewichtsvorlieben lassen sich real natürlich unglaublich leicht überprüfen/auschecken, im Netz gibts da natürlich Überraschungen. 😊

„Bad Waldsee“ (Pseudonym)
@ Mia
Ich glaube sie meint die Gewichtsvorlieben der Rubensfans die ihnen ja tatsächlich nicht auf der Stirn geschrieben stehen. 😉

„Erkelenz“ (Pseudonym)
Also ich wäre bei meiner Größe mit 90kg ziemlich schlank..... jemand mit nur 1,60m wohl weniger ;-))
Egal, was in Profilen steht oder nicht steht.
Leider wird man/frau immer Körbe wegstecken müssen und auch verteilen.
Zumal virtuell im Kontakt alles pretty sein kann und dann real die Chemie einfach nicht stimmt..... man sich z.B nicht riechen kann.

„Burgwedel“ (Pseudonym)
Sehe ich auch so@dagmar. Körbe oder Non-Matches gehören dazu.
Da haben sich bei mir aber trotzdem paar nette Bekanntschaften daraus entwickelt.

Schon alleine der Titel des Threads sagt es........Schuld, egal wie.
Ich weiß nicht, warum so viele Menschen denken, dass man bei Einwahl ins Internet einen Menschen bestellen kann, der eine Garantie auf Lebenszeit beinhaltet? Irgendwie muss dieser Gedanke bei vielen Menschen im Gehirn eingebrannt sein, denn sonst gäbe es nicht so viele Diskussionen um Bilder und Profile.
Wie soll das funktionieren, wenn ein Mensch gehandelt wird wie eine Ware?

„Bad Waldsee“ (Pseudonym)
Wie soll das funktionieren, wenn ein Mensch gehandelt wird wie eine Ware?
Das empfinde ich als überdramatisiert. Das Kennenlernen im Internet ist nun mal anders, als wenn ich jemandem auf der Strasse begegne und viele Infos schneller und intuitiv über Augen, Ohren, Nase aufnehmen kann. Die Schrift soll das alles ersetzen. Natürlich fliessen da auch Überlegungen mit ein wie man das optimieren kann.
Hinzu kommt dass dieses Medium noch immer sehr neu ist und wir im Grunde gar nicht wissen wie wir damit umgehen sollen (auch wenn es uns nicht so vorkommt). Mit Menschen als Ware hat die Überlegung was in ein Profil kann und was nicht, nichts zu tun. Einfach mit einem Herantasten an: "So wenig wie möglich und so viel wie nötig".
Und: Es gibt ja eine überwältigende Zahl von Leuten die sich kaum Gedanken machen, die einfach alles mit "Frag mich" und "Finde es raus" ausfüllen. Es verbietet einem ja keiner sich an diese Puristen zu halten. 😉

„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Schon alleine der Titel des Threads sagt es........Schuld, egal wie.
Dette is halt meine Art wat zu schreiben, da hätte auch stehen können: wer informiert besser mehr, der Leser oder der Schreiber des Profils?
Ich weiß nicht, warum so viele Menschen denken, dass man bei Einwahl ins Internet einen Menschen bestellen kann, der eine Garantie auf Lebenszeit beinhaltet?
Ich weiß nicht, @Sonrisa, findest Du aber Online-Dating nicht insgesamt auch recht angenehm? Bei allem Gemecker jetzt mal über Profilschreiber, Profilleser, Vorstellungen von Profillesern, ist das vielleicht der Moment um zu sagen, dass das Jammern auf hohem Niveau ist, also von mir. Ansonsten find ich Online-Dating klasse. Und das obwohl ich bisher absolut erfolglos blieb. 😁 Trotzdem, ich finde die Verletzungsgefahr ist deutlich geringer als im Realleben. Und es ist doch trotzdem ganz nett. Denn, alleine schon meine Komplimentenquote (von Männern) hat sich so von 0 auf [keine Ahnung mehr und die Tatsache, dass ichs nicht mehr weiß, heißt mehr als vier] erhöht. Ich weiß auch, dass ich das jetzt nicht total bierernst nehmen darf, klar ist ein "Du bist aber hübsch" auch ein Ansatz ein Gespräch fortzuführen, was soll er auch sagen? Man siehst Du 💩 aus? 😁 Trotzdem! Es ist schön. Im Realleben passiert mir das nicht. Damit fühle ich mich auch nicht als Ware, sondern einfach potentiell erwünscht. ICH mag das, ich war lange genug nicht erwünscht. Ich finde das auch nicht schlimm, vorher möglichst gut abzuklären, ob es passen könnte, aber ich habe auch Verständnis dafür, wenn jemand vorsichtiger ist, wenn jemand das anders handhaben möchte.

@Mia, dann sind wir gänzlich anderer Meinung
Ich finde Online-Dating überhaupt nicht angenehm.
Was soll daran angenehm sein? Ich weiß ja noch nicht mal, ob da ein Mann mit mir schreibt, trotz Foto.
Dann dauert die Unterhaltung ewig. Letztendlich stellt sich heraus, dass die Ehefrau 100 im Kellerbüro des Single hereingeplatzt ist.😇
Hinzu kommt, dass ich online wesentlich zurückhaltender bin als face-to-face.
Ein Kompliment online bedeutet mir gar nichts. Wenn, dann will ich das schon live hören und zwar nicht nur als Weichspüler.
Das mit der Verletzungsgefahr empfinde ich auch anders. Wieviele Ghosting- und ‚ich bin aufs Tiefste verletzt‘ Threads gab es hier schon? Bei einigen habe ich den Eindruck, dass eine online-Verletzung noch viel mehr weh tut.
Daher treffe ich mich gerne zackig und plaudere ganz entspannt eine Runde. Da lernt man einen Menschen besser kennen als über 10 Poserbildchen im Profil. Wahrscheinlich bin ich aber nur altmodisch und ein verbittertes, altes Weib. 👍

„Erkelenz“ (Pseudonym)
@Sonrisa
Meine Erfahrung war auch.....schnell im realen Leben treffen. Und nicht viruell im endlosen Schreiben und Telefonieren mit dem eigenen Kopfkino in unendliche Träume abgleiten.
Komplimente sind gut fürs Ego. Aber Süßholzraspler bleiben nun mal Blender, egal, ob viruell oder real.
Bevor ich nicht jemanden ein paar mal real getroffen hatte, habe ich mir romatische Träumereien "verboten".
Schmeicheleien genossen, aber sehr wohl auch realisiert, daß sie oft nur Mittel zum Zeck waren..... für gemeinsamen Spaß. War für mich völlig ok.
Wenn sich Beziehungen entwickeln, bekommen eh ganz andere Dinge Wichtigkeit. ..... von alleine.

„Quedlinburg“ (Pseudonym)
Daher treffe ich mich gerne zackig und plaudere ganz entspannt eine Runde.
Ja, selbstverständlich, @Sonrisa, natürlich. Aber die Kontakte hast Du doch online/per Internetbörse bekommen, oder etwa nicht? Darum geht es doch. Ich sprach ja von Online-Dating und nicht von Chatten bis zum Tod. 😉