GLP-1 wirkt, aber ist zum Kotzen

in „Gewicht reduzieren“

Zu diesem Thema gibt es 63 Antworten

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Ich versuche mich gerade auf geringster Dosis am Spritzen von GLP-1.

Seitdem ist mir schlecht und ich darf mich kaum von der Toilette entfernen.
Meine Konzentration ist die Eichhörnchens vor dem Nussregal, quasi nicht existent, ich habe für mich komplett untypische, irrationale Gedanken (Ängste, die ich sonst noch nie hatte) und ich bin dauermüde.

Appetit ist nicht weg, aber gut reguliert. Im Moment macht Essen aufgrund von dem, was ich weiß, was dann folgt, eh keinen Spaß.

Von ärztlicher Seite wurde mir gesagt "Durchhalten, das sind Anpassungsreaktionen, sie gewöhnen sich dran".

Könnte ein paar aufbauende Geschichten gebrauchen ,dass das mit der Gewöhnung wirklich klappt und alles gut wird.

„Hemer“ (Anonymer Beitrag)

Also was die Gemütsänderungen angeht, haben mir bislang alle mit denen ich darüber sprechen konnte gesagt, dass die bleiben und eher schlimmer statt besser werden. Wenn du bereits jetzt schon mit irrationalen Ängsten kämpfst sehe ich da eher schwarz.

Die Übelkeit soll wohl in vielen Fällen tatsächlich nach einigen Wochen besser werden. Allerdings ist die Übelkeit ja auch eine erwünschte Nebenwirkung, sie hält einen vom Essen ab.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Ja, aber Dauerübelkeit und Erbrechen sind keine Dinge, die ich für immer aushalte.
Dann muss ich nochmal ein anderes Medikament probieren, es gibt ja jetzt Varianten.
Das Medikament, das ich jetzt nutze (Ozempic/WeGovy), ist im Verhältnis durch die Klickmethode sehr günstig. Gerade wenn es eine Dauermedikamentation werden soll, wäre es schon schön gewesen, wenn das funktioniert hätte.

Bevor jemand das sagt: Ein zu alter Pin kann aber aktuell nicht das Problem sein. Er wurde frisch geöffnet und stammt auch ganz normal aus der Apotheke.

Das mit den Gemütsänderungen macht mir Angst. Hatte ich vorher gar kein Problem mit. Ich erkenne rational, dass ich emotional dumme Dinge/Ängste empfinde. Ganz seltsam. Das sich da seit dem Medikament was verändert hat, ist mir auch nicht sofort aufgefallen. Hoffe, ich kriege es hin da aktiv gegenzusteuern.

Freue mich über Tipps, falls jemand welche hat.

„Halberstadt“ (Anonymer Beitrag)

Ich habe vor nicht ganz einem Jahr angefangen mit Mounjaro. Zahlt bei mir die Krankenkasse, war die Idee meiner Hausärztin, dass es für mich hilfreich sein könnte. Einzige Nebenwirkung: Gelegentliche Verstopfung. Sehr selten leichte Übelkeit. Psyche kein Unterschied zu früher. Ich bin jetzt schon fast bei der Maximaldosis, habe sehr lange gebraucht um überhaupt Wirkung zu spüren. Nur mit Spritze würde ich auch nicht abnehmen, ich tracke mein Essen und mache begleitend eine Intetvall Formula- Diät. 33 kg weniger in einem Jahr finde ich einen tollen Ergolg, ich mache auf jeden Fall weiter. Ich würde nicht sagen, dass ich mir leichtfertig ein Medikament reinjuble, ich habe mich schon umfassend informiert, aber ich lasse es einfach geschehen, ohne mich jeden Tag ängstlich zu hinterfragen/hinterfühlen. Unpässlichkeiten hatte ich ja vor der Spritze 💉 auch schon mal. Nur Mut, gib deinem Körper die Chance, sich dran zu gewöhnen. Zitronenöl kann übrigens gegen Übelkeit helfen und die Stimmung heben. Vielleicht ist das was für dich?

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Zitronenöl klingt wie ein guter Tipp, das probiere ich definitiv aus.

33kg in einem Jahr sind ein super Ergebnis! Wenn ich da in einem Jahr sein sollte, bin ich SEHR zufrieden. Das motiviert mich gerade - danke! 💛

Ich versuche das jetzt durchzuhalten und falls es nicht besser wird, probiere ich danach Mounjaro.

„Halberstadt“ (Anonymer Beitrag)

Mandarinen rot Öl ist auch toll. Entweder in einem Diffusor oder auf einem Duftstein. Kannst auch einen Raumspray selber machen mit Aqua dest. und Alkohol (zB Vodka) gemischt.

„Schleswig“ (Anonymer Beitrag)

Meine Erfahrung ist , dass Menschen sehr verschieden auf Ozempic / Wegovy reagieren. Eine Freundin hatte überhaupt keine Wirkung ( trotz steigender Dosis), eine andere bekam Probleme mit den Augen ( immer im Hinterkopf behalten und regelmäßig zum Augenarzt gehen) und ich hab mit einer ganz geringen Dosis ( 10 Klicks) begonnen und bisher 17 kg abgenommen. Mein Arzt meinte, es gibt Menschen , die sehr sensibel reagieren und hat mich bisher optimal unterstützt. Also ich würde immer auf meine Intuition achten und das mit dem Arzt besprechen. Wir können ja vieles versuchen , aber müssen nichts machen. Alles Gute bei deinem Weg .

„Winnenden“ (Anonymer Beitrag)

Bitte daran denken, daß die Spritzen auf das Belohnungszebtrum im Gehirn wirken. Die genaue Wirkung und Folgen sind noch unklar und nicht umfassend erforscht.
Bei psychisch heftigen Beeinträchtigungen: Finger weg davon. Die gehen nicht mit Gewöhnung weg.
Auch nicht die Tendenz zu eftigen Durchfällen....

Wechsel entweder das Medikament oder laß es sein.
Es ist nun mal nicht für alle bekömmlich.

Ein Kumpel von mir war plötzlich extrem depri, fast schon apathisch und hatte heftige Emotionsschwankungen.
So mies ging es ihm nicht nach dem Tot seiner Mutter. Wir Freunde waren echt erschrocken und haben uns heftig Sorgen gemacht. Er hat alle Spritzen durchprobiert. Es ging bei ihm nicht.
Sein Bruder verträgt sie sehr gut. So unterschiedlich kann sie wirken.

Der Kumpel hat sich übrigens für eine "Diät"/ Ernährungsumstellung entschieden und hat nun 12kg abgenommen. Ohne Spritzen.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Wenn das mit der Ernährungsumstellung ohne mal so einfach wäre. Ich wäre für Hilfe dankbar. Ohne ist es hart mit wenig Kalorien pro Tag entspannt und glücklich zu sein.

Ich beobachte das mal. Die Dosis zu reduzieren ist ja auch noch eine Option, wobei ich ungern "weniger Wirkung" hätte. Das passt jetzt schon genau so. Habe Hunger, aber deutlich seltener und es pendelt sich trotz nicht nur rationaler Essensentscheidungen (Schokolade und Kekse esse ich immer noch) auf abnehmrelevante Kalorien ein. Das kriege ich im Alltagsstress sonst nur mit maximaler Disziplin hin und die halte ich nicht so lange durch, wie es nötig wäre, um wirklich signifikant abzunehmen.

Mit den Spritzen "vergisst" man entspannt mal eine Mahlzeit und Snacks.

@Winnenden Das bei deinem Kumpel klingt heftig. Glaub auch, dass die psychischen Auswirkungen noch nicht besonders gut erforscht sind.

„Main-Taunus-Kreis“ (Anonymer Beitrag)

@Baden-Württemberg

Ich habe auch keine echten Tipps für Dich...
Nur eine weitere Erfahrung wie extrem unterschiedlich Körper auf Semaglutid & Co reagieren:
Ich habe wegen meines Diabetes schon vor Jahren angefangen zu spritzen (anfangs Liraglutid, dem auch schon hilfreiche Unterstützung beim abnehmen attestiert wurde) später Semaglutid in der maximal Dosierung (1 mg - für Ozempic!! ).
Ich hatte keinerlei (merkbare) Nebenwirkungen.
ABER:
...auch keine unterstützende Wirkung im Bezug auf das Gewicht :-(
(bzgl des Blutzuckerwertes hat es allerdings seinen Job getan)
Es scheint wirklich extrem individuell zu sein ob und wie diese Stoffe auf den Metabolismus wirken und deshalb gibt es keine allgemeingültigen Regeln des Umgangs damit.
Wenn es Dich gut stützt bei Deinen Bestrebungen würde ich auch- sehr langsam und mit ärztlicher Begleitung- auf den Gewöhnungseffekt hoffen.
Alles Gute für Dich und Deine Ziele!

„Hemer“ (Anonymer Beitrag)

„Baden-Württemberg“, aber wie stellst du dir das vor, wenn du selber sagst, dass du ohne Spritzen nicht genug Disziplin hast? Irgendwann hört man doch auch mal wieder auf mit Spritzen. Spätestens dann, wenn Bauchspeicheldrüse oder Augen die Grätsche machen.
Oder machst du begleitend eine Verhaltenstherapie? Ich fände es generell wünschenswert, sowas zur Pflicht zu machen bevor man die Spritzen bekommt, aber bislang ist es eine freiwillige Sache.

„Halberstadt“ (Anonymer Beitrag)

Augen-und Pankreasprobleme sind ja nicht zwingend eine Nebenwirkung. Und unter ärztlicher Aufsicht wird denke ich schon auch auf eine dauerhafte Ernährungsumstellung geschaut und Mangelernährung vermieden. Gefährlicher sind da die Selbstexperimente, gerade von nicht so stark adipösen Menschen die möglichst schnell möglichst viel abnehmen wollen und dann unter dem Grundumsatz navigieren. Da sind gesundheitliche Probleme während der Einnahme und Zunahme nach Absetzten vorprogrammiert.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Warum sollte die Bauchspeicheldrüse oder die Augen "die Grätsche" machen? Soweit ich weiß, ist das mit den Augen nur eine Komplikation, wenn man bereits Augenschäden durch Diabetes hat, dass die dann stärker wirken können, wenn der Blutzucker sehr schnell durch GLP-1 sinkt. Insgesamt ist ein ZU niedriger Blutzucker nicht gesund, weshalb man den Hunger ja auch nicht auf 0 fahren sollte.

Was ich aktuell mache ist nebenbei meine Kalorien tracken und mit Freunden darüber reden, die gerade ähnliches machen, damit man sich wechselseitig ein bißchen auf die Finger schaut. Von verpflichtender Verhaltenstherapie würde ich wenig halten, die meisten wissen ja was theoretisch zu tun wäre.

Die Spritzen zahlst du im Übrigen komplett selbst, nur Diabetiker bekommen sie als Medikament verschrieben.

„Schleswig“ (Anonymer Beitrag)

Wundermittel gibt es leider nicht . Und die Verantwortung für sich , trägt man immer selber . Ich bin schon sehr glücklich, dass es mittlerweile einige Möglichkeiten zur Gewichtsreduktion gibt. Und es wird ja intensiv daran geforscht und einige neue Medikamente sind ja schon in der Zulassungsprüfung . Die Pharma Industrie verdient ja sehr , sehr gut damit . Deswegen wird es weiter forciert.
Mir hat eine sehr gute Ernährungsberatung so geholfen. Hab viel falsch gemacht und wusste auch einiges nicht . Abnehmen bedeutet nicht Verzicht , sondern eine grundlegende Umstellung seiner Ernährung. Keinesfalls eine Diät . Von perfekt bin ich noch weit entfernt, aber ich fühle mich jetzt schon viel wohler.

„Schwäbisch Hall“ (Anonymer Beitrag)

Ich denke es geht darum zu unterscheiden, ob es um Gewichtsverlust um jeden Preis geht oder um Gesundheit.
Dauerübelkeit, Erbrechen, irrationale Ängste, Konzentrationsschwierigkeiten, fehlende Energie und Kraft ... das alles nur, um den Körper davon abzuhalten Essen zu fordern... ich sehe nicht wie es da wirklich noch um Gesundheit gehen kann?

Eindeutig leidet doch nicht nur die körperliche sondern auch die psychische Gesundheit. Sehr.

Als erstes würde ich es absetzen, als zweites einen neuen Arzt suchen. Die Medikamente sind auch für Ärzte ein lukratives Geschäft.

Übrigens droht nicht nur beim Absetzen der Jojo Effekt. Selbst wenn das Mittel lange genommen wird fängt der Körper nach einer Weile (+/- 68 Wochen) wieder an zuzunehmen.
Schaut euch im eigenen Interesse die Studien an. Selbst die, die von Novo Nordisk finanziert wurden, sagen aus, dass man nach spätestens 68 Wochen wieder anfängt zuzunehmen. (Siehe Grafik!)


Ist es das wert? Zumal Bauchspeicheldrüsenentzündung und auch ein Augeninfarkt (auch ohne Diabetes) durchaus zu den gefährlicheren Nebenwirkungen gehören.
Quelle:
https://weightandhealthcare.substack.com/p/quick-guide-wegovyozempic-for-weight
https://weightandhealthcare.substack.com/p/wegovys-so-called-long-term-study
https://sizeinclusivemedicine.org/glp1/


Bitte informiert euch gut, passt auf euch auf und unterscheidet zwischen 'gesund' und 'schlank' - das ist nicht zwingend dasselbe.

„Riesa“ (Anonymer Beitrag)

Ich nehme Wegovy jetzt seit einem Jahr. Die ersten Wochen hatte ich nach fettem Essen Übelkeit, nie Erbrechen. Das ging irgendwann weg. Ich hatte viel weniger Hunger, aber habe selbst sonst nichts verändert und so 6 Monate fast gar nichts abgenommen.
Dann hatte ich den Norovirus, war tagelang nüchtern und habe die Chance genutzt. Eingestiegen mit Intervallfasten (2 Mahlzeiten am Tag zwischen 8 und 16 Uhr, keine Snacks, keine Süssgetränke, Kohlenhydrate reduziert). Arbeite mit Yazio, protokolliere alles was ich zu mir nehme, bewege mich deutlich mehr. So sind über 40 kg gepurzelt und inzwischen erlaube ich mir ab und zu Ausnahmen, das Programm läuft aber weiter.
Meine Lebensqualität hat massiv zugenommen, ich fahre 3-5 mal pro Woche +40km Fahrrad und habe Spaß dabei. Treppen laufe ich hoch ohne zu schnaufen, meine Blutdrucksenker musste ich 2 mal reduzieren und bin immer noch zu tief. Der Puls ist fast 30 Schläge tiefer und ich fühle mich einfach viel besser. Ausser ab und zu etwas Verstopfung und mangelndes Durstgefühl habe ich keine spürbaren Nebenwirkungen. Ich kann mir auch keine Nebenwirkungen vorstellen, die so schlimm wären, wie 40 kg mehr auf den Rippen. Ich bin dem Medikament dankbar, da es einfach die Gier, den Dauerhunger nimmt. Ausserdem spüre ich weitere positive Auswirkungen auf das Suchtzentrum, Online Shopping reizt mich deutlich weniger und nach einem Radler pro Woche bin ich glücklich und muss nicht Samstag Abend 6 Bier trinken. Ich ernähre mich sehr bewusst, man lernt ständig dazu. Mit dem Protein muss man aufpassen und gegen den Muskelverlust arbeiten, sonst kann der einen erwischen. Aber ich bereue nichts und freue mich auf schöne zusätzliche Jahre.
Ach so, ich arbeite nicht für die Pharmaindustrie und habe diesen Beitrag aus eigenen Stücken erstellt.

„Schwäbisch Hall“ (Anonymer Beitrag)

Ich kann mir auch keine Nebenwirkungen vorstellen, die so schlimm wären, wie 40 kg mehr auf den Rippen.

Also ich schon.
Tod zu sein zum Beispiel, was bei dem Medikament schon auch passieren kann und erschreckend oft schon passiert ist.
Mir selbst würden auch schon Selbstmordgedanken, mangelnde Konzentration und Dauerdurchfall und Erbrechen reichen, aber das entscheidet natürlich jeder für sich selbst, auch im Verhältnis zur Belastung durch das Gewicht und das Vertrauen es dann überhaupt halten zu können.


Ach so, ich arbeite nicht für die Pharmaindustrie und habe diesen Beitrag aus eigenen Stücken erstellt.

Wieso es diesen Disclaimer braucht, weißt wohl nur du selbst.

„Riesa“ (Anonymer Beitrag)

Lass doch andere selbst entscheiden, was Sie wollen oder nicht. Mit quasireligiösem Eifer kommt man nicht weiter. Meine Nebenwirkungen waren, wie erwähnt, vernachlässigbar und die vielen, vielen Wegovy-Toten sitzen wohl im Paulanergarten.
Den Disclaimer habe ich genau für solche Menschen wie Dich geschrieben, die natürlich dahinter sofort die nächste Weltverschwörung sehen.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Bitte keinen Streit, keine persönlichen Angriffe und auch keine Unterstellungen, Erfahrungen und Meinungen teilen aber gerne.

Selbstmordgedanken wären definitiv ein Abbuchgrund, aber das ist bei mir nicht der Fall.

Bin bei Riesa, starkes Übergwicht hat auch massive Nachteile und die OPs ja auch. Jeder hat da eine inidviduelle Schmerzgrenze. Für mich persönlich bin ich fein damit mir Dinge etwas leichter zu machen, um z.B. Essensentscheidungen "rationaler" treffen zu können und nach einem Keks einfach denselben "Kick" zu haben, wie sonst vielleicht nach 5.

Die Medikamente klingen "relativ" safe, aber man kann ihre Wirkungen relativ einfach umgehen. Wenn ich weiterhin 5 Kekse esse "weil ich Lust drauf habe" (aber auf meinen Hunger nicht höre), werden sie nichts bringen. Man muss ja auch sagen, dass viel was uns so als "normales" Essverhalten suggeriert wird, ein Essverhalten ist, dass sich nur Sportler leisten können. Da braucht es Umgewöhnung bei der Art und der Menge, man muss sich teilweise deutlich von aktiveren Menschen oder Menschen mit besserem Stoffwechsel in seinem Umfeld "absetzen", weil was für sie funktioniert, für einen selbst nicht funktioniert. Ich weiß das z.B., aber die Umsetzung ist nicht so einfach.

Denke man muss das einfach beobachten. Das mit dem Onlineshopping auch. 😄

Meine Idee war zwischendurch vielleicht auch mal 1 Woche oder so absetzen, um immer mal wieder auf mein "normales" Niveau zurückzukommen, um einfach auch eine Nullinie zu haben a la "Sind die Auswirkungen des Medikament", "Was ist normal". Zu möglichen Nachteilen dazu habe ich bisher nichts gefunden - außer das man natürlich Gefahr läuft, wieder in alte Muster zu fallen. Hat dazu mal jemand was gehört?

„Schwäbisch Hall“ (Anonymer Beitrag)

Für mich persönlich bin ich fein damit mir Dinge etwas leichter zu machen, um z.B. Essensentscheidungen "rationaler" treffen zu können

Wenn es für dich leichter und rationaler ist psychische Probleme zu haben, die vorher nicht da waren und dauermüde und unkonzentriert den Alltag kaum meistern zu können ist das so. Im Anfangsbeitrag klang es nicht so, als seist du fein damit. Ich finde es gefährlich sich das mit dem Argument schön zu reden es ginge um die Gesundheit. Ginge es darum würde man meiner Ansicht nach zu dem Schluß kommen, dass eine gewünschte Wirkung rational nicht durch 5 massive, einschränkende Nebenwirkungen zu rechtfertigen sind. Übergewicht ist keine Krebserkrankung wo es vielleicht wirklich nur die Optionen Chemotherapie oder Tod gibt. Muskelaufbau z.b ist immer möglich und sehr vernünftig um das Leben zu erleichtern und die eigene Gesundheit zu verbessern. Und dem Muskelaufbau arbeitet man mit Weygovy nicht nur massiv entgegen, man verliert damit sogar unverhältnismäßig viel an Muskelmasse. Auch nichts was wirklich der allgemeinen Gesundheit zuträglich ist.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

@Schwäbisch Hall Vielleicht suchst du dir einfach einen anderen Thread an dem du dich beteiligen kannst. Auf Unterstellungen, Bewertungen "von oben herab" und diesen agressiven Ton kann ich persönlich verzichten.

„Riesa“ (Anonymer Beitrag)

Ich gehe davon aus, dass ich es mein Leben lang nehmen werde. Oder ein anderes Medikament, dass gerade in der Entwicklung ist. Aber, wie gesagt, für mich funktioniert es und alles ist besser, als wieder 180 kg zu haben (ich bin weiterhin am abnehmen).
Die mir bekannten Studien sagen, dass Menschen, die es länger genommen haben, nach dem Absetzen zwar einen Jojo-Effekt haben, aber doch ca. 10% Verlust bleibt. Ob das jetzt von Verhaltensänderungen kommt oder von was anderem, weiß man nicht. Aber wenn ich mich anschaue, hat alleine schon die Beschäftigung damit bei mir viel verändert. Ich esse quasi nichts hoch verarbeitetes mehr, wenn möglich frisch und gesund. Wenn ich mal unbedingt etwas brauche, weil Hunger will ich keinen haben, dann esse ich einen Apfel und keine Schokolade. Oder Joghurt mit Obst, jedenfalls nichts, was ich inzwischen als "nicht gut für mich" ansehe. Brot und Nudeln esse ich auch nicht mehr, aber ich vermisse sie auch nicht.
Dieser Artikel hat mich sehr inspiriert, Food Noise, ein Gefühl, dass wirklich weg ist und früher so stark war. Und dafür bin ich sehr dankbar.
https://www.nytimes.com/2026/04/27/health/food-noise-obesity-drugs-glp-1.html?unlocked_article_code=1.hFA.fmUU.45MzQWOEQDpA&smid=url-share

„Rottenburg am Neckar“ (Anonymer Beitrag)

Ich habe Ozempic 2023 ausprobiert - meine Abnahme resultierte m.M. nach aus dem Dauerdurchfall, den ich bei Steigern der Dosis über 0,5 bekam - ich setzte es dann ab & versuchte es 1 Jahr später noch einmal … leider wieder genauso. Schade.
Da der Leidensdruck aufgrund meines extremen Übergewichtes so groß war, entschied ich mich für einen Schlauchmagen - schade ist, dass ich den Mut hierzu nicht schon viel früher hatte!
Wisst Ihr, extremes Übergewicht hat so viele Schattenseite, gerade je älter man wird, daher würde ich die Abnehmspritze mit zur Hilfe in Betracht ziehen.
Macht es Euch schön.

„Baden-Württemberg“ (Anonymer Beitrag)

Ich werde mal meine Stop & Go-Taktik versuchen. Ja, ich habe sie mit einer AI diskutiert. Termine bei Fachärzten dauern ewig.

Wichtigster Input war: Semaglutid verschwindet extrem langsam und hat eine Halbwertszeit von etwa 7 Tagen.

Das bedeutet:

Nach 1 Woche sind noch etwa 50 % im Körper.
Nach 2 Wochen noch etwa 25 %.
Nach 3 Wochen noch etwa 12 %.

Ich kann mich also beobachten, ob ich mit der Hälfte der Dosis z.B. noch einen Effekt merke - es mir aber besser geht. Das würde dann ja dafür sprechen, die Anfangsdosis nochmal runterzuschrauben. Also lasse ich die Dosis diese Woche weg und hoffe auf das Beste. Die Kalorien tracke ich weiter, d.h. ich sollte auch gut sehen, wie es so um meine Selbstbeherrschung bestellt ist.

Eine OP würde ich gerne vermeiden.
@Riesa Ich hoffe noch, mir den Spaß an Schokolade erhalten zu können und sie in Zukunft in kleineren Mengen zu genießen. Aber klar, es ist eine Droge. Wenn man erstmal anfängt... Mal schauen, ob es geht.

„Riesa“ (Anonymer Beitrag)

Viel Erfolg! Ich will noch ein paar Kilo verlieren, deshalb bleibe ich erstmal bei der Höchstdosis. Aber da ich eh kaum unerwünschte Wirkungen habe, spielt das für mich auch keine große Rolle.