Gesund oder Geil?

in „Gewicht reduzieren“

Zu diesem Thema gibt es 67 Antworten

Hi Selfcare,

vielleicht verstehe ich Dich nicht. Ich frag deshalb nochmal nach.

Aber zuerst danke, dass Du mir wenigstens etwas Höflichkeit zugestehst 😊

Wo habe ich geschrieben dass ich, in einer non-monogamen Konstellation jemand „bevormunden“ möchte?
Zugegeben, mein Anfangspost könnte man so verstehen. Muss man aber nicht. Ich habe aber nie von „Bevormundung“ gesprochen und habe das auch nicht gemeint. Wenn das so rüberkam: Mein Fehler. Sorry. (sagte ich auch schon). Allerdings habe ich sehr schnell klar gemacht, dass Bevormundung natürlich keine Option ist. Weder in Bezug auf Gewicht, Gesundheit oder sonst was. Das stand meines Erachtens auch nie wirklich zur Diskussion. Falls doch, dann weise mich bitte auf eine Bemerkung von mir hin, die Deine Aussage untermauert. Dann habe ich die Möglichkeit mich ggf. zu korrigieren. Oder auch nicht.

Vielleicht störst Du Dich auch an dem „Sir“? Ich komm nur drauf, weil Du mich mit „Sir“ und nicht mit „Thomas“ anredest. Dann frag doch einfach nach, was ich darunter verstehe. Um es kurz zu machen, falls es Dich interessiert, es steht für Anstand, Ehrlichkeit, Respekt und Höflichkeit. Werde ich dem selber immer gerecht? Natürlich nicht, aber ich gebe mir große Mühe.
Und ja, das „Sir“ steht auch dafür, dass ich beim Sex gerne das Sagen habe. Aber bitte nur und ausschließlich im Einvernehmen mit der Partnerin!!! Das wäre dann auch keine „Bevormundung“.
Wenn das nicht Dein Ding ist, cool! Akzeptiert! Selbstverständlich.

Habe ich zuvor die Situation in der sich schwergewichtige Frauen befinden (können) nicht richtig verstanden? Ja! Aber ich bin lernfähig und meine Ansicht diesbezüglich hat sich geändert. Und auch jetzt maße ich mir es natürlich nicht an, übergewichtige Frauen wirklich zu verstehen. Aber ich denke, ich kann jetzt besser nachvollziehen, wie man sich als betroffene Frau fühlen kann. Die hier geäußerten Ansichten sind nicht repräsentativ. Dafür ist die Schnittmenge zu kein. Aber es ist eine klare Tendenz erkennbar.

Ja, ich träume in meiner Ehe von anderen. Es freut mich und Du darfst Dich glücklich schätzen, wenn Du das nicht nötig hast. Prima. Aber, die Gedanken sind frei!

Nein, ich habe kein Untergewicht, bin aber sehr schlank und deswegen steht es mir eigentlich nicht zu an einer Unterhaltung mit übergewichtigen Menschen bezüglich Gewicht teilzunehmen. Und ich dachte tatsächlich, dass sich auf meinen Anfangspost hauptsächlich Männer melden, die ähnliche Gedanken/Probleme haben wie ich. Aber offensichtlich stehe ich da mit Kurvenfan allein auf weiter Flur.
Zum Glück aber haben sich fast nur Frauen gemeldet!
Zum Teil, weil sie sich angegriffen, bevormundet oder nicht ernst genommen gefühlt haben. So kam es jedenfalls zum Teil bei mir an. Und das war gut so, dass sich fast nur Frauen gemeldet haben! Wie ich hier schon öfter gesagt habe, ich bin wirklich dankbar für die Wortmeldungen. Ich bin zwar ein Mann, habe aber noch die Kapazität zu Lernen 😉

Wie gesagt, Du musst nicht glauben, was ich gesagt habe. Vielleicht war es aber auch nur ein Missverständnis. Und natürlich, wir müssen auch nicht einer Meinung sein 😉

Selfcare, hatte ich noch vergessen:

"Wie oft hat dir eine potenzielle Partnerin da schon reinreden wollen und wie hättest du das empfunden?"

Nein, hat mir noch nie jemand reingeredet.
Meine Reaktion würde aber tatsächlich von den konkreten Wünschen abhängen. Um beim Thema zu bleiben: Würde sie sich wünschen, dass ich z.B. 30kg zunehme, dann würde ich das verneinen. Wäre ich gekränkt deswegen oder würde mich bevormundet fühlen? Nein. Dann müsste man halt drüber reden, wie wichtig dieser Wunsch ist, ob und welche Lösungsansätze es gibt. Dass das dann nicht einfach sein kann wurde ja zur genüge dargelegt denke ich. Wobei es bei einer "potenziellen" Partnerin eher leichter ist, herauszufinden, ob man auf einen Nenner kommt. Wenn nicht, ist kein großer Schaden entstanden.

Nochmal: Ich möchte da meiner potenziellen Partnerin nicht reinreden. Aber ich darf Wünsche äußern.

Kurze Anmerkung: Falls mich noch jemand persönlich anspricht, ich habe die nächsten Tage wenig bis gar keine Zeit antworten zu können. Also bitte das nicht als Ignorieren oder Ausweichen interpretieren. Danke.
Ggf. würde ich mich aber zu einem späteren Zeitpunkt nochmal melden.

Und falls jemand ganz skeptisch ist: Nein, ich bilde mir nicht ein, dass meine Meinung oder meine Kommentare hier von großer Wichtigkeit wären. Ich bin schließlich nicht die Krone der Schöpfung 😉
Wollte das nur nochmal sagen 😉
Und das war jetzt nett und salopp gemeint und nicht als Reaktion auf eine vermeintlich anstößige Bemerkung!

So, jetzt aber raus hier...

Grüße und ein schönes Wochenende allerseits 😊
Thomas

Thomas, witzig wäre, wenn du über das Thema mal mit meinem Mann reden könntest. Leider ist er kein Forianer. Aber glaube mir, er hatte exakt die gleichen Gedanken wie du.

Ich hatte mich, erstmal ohne ein Gespräch mit ihm, ihm hiesigen Adipositaszentrum gemeldet und um einen Termin gebeten. Mein Mann hatte mich dann dahin gefahren. Er hat mir noch aus dem Auto raus hinterher gerufen: "Lass dir keine OP aufschwatzen!"

Ihm war meine Gewichtsabnahme zuerst überhaupt nicht geheuer. Könnte es nicht auch sein, dass du dir viel zu viele Gedanken machst? Warum denkst du denn, dass sie dich nur als Dicke geil machen könnte.

Mal paar Gedankenansstöße: erheblich dünner, bin ich wesentlich beweglicher. Es ist für richtig dicke Frauen übrigens nicht so sonderlich geil, wenn sich ein Mann auf ihr abarbeitet. Selbst dabei belastet das Gewicht. Brüste, die einem schier die Luft nehmen auf dem Rücken liegend und man obendrein noch die Beine in die Höhe streckt. (eine Position, die für viele Rubensliebhaber sehr geil ist) Und dann erwarten Männer noch, dass man erregt ist und geil stöhnt. Dabei ist es eher ein Ringen nach Luft. 🤣🤣 Selbst auf Knieen ist es anstrengend. Das ganze Gewicht auf den Knien ist auch nicht so dolle geil. Oder auf der Seite. Dann zieht das ganze Gewicht nach einer Seite. Macht ihr Männer euch über sowas Gedanken? Eher nicht so wenn ihr erregt seid oder?

Klar, nicht alle Frauen sind so dick, dass solche Probleme auftreten. Aber wenn du schreibst, dass deine Partner sehr dick ist, wette ich, dass sie solche Probleme kennt, es aber dir zu liebe nicht laut anspricht. Was wäre, wenn sie es täte?

Vielleicht eröffnen sich euch als Paar ganz neue Horizonte, wenn weniger Gewicht zwischen euch ist. Wäre das für dich denkbar? Womöglich auch auf viel mehr Ebenen als dem sexuellen Gebiet? Mein Mann hat übrigens öfter schon gesagt, dass ich wie eine neue Frau für ihn sei. Ich nehme das als Kompliment. 😏

@ Selfcare
Ich glaube schon, dass da eine kleine Verständnis-Differenz besteht.
Zum einen bin ich weder verheiratet noch suche ich eine dicke Frau als Ersatz/Ergänzung zu einer schon vorhandenen. Des weiteren möchte ich einer eventuellen Partnerin weder vorschreiben, dass sie zu noch dass sie abnehmen soll. Das Thema Gesundheit wurde von mir mit besagtem "Totschlag-Argument" in einem anderen Kontext angesprochen.

Du sagst:
"Aus meiner Sichtweise sage ich, wenn du es nicht hinbekommst, ein Teamplayer zu sein, eine Frau zu unterstützen, ihr die Eigenverantwortung zu überlassen und sie als vollwertigen Menschen wahrzunehmen, dann bist du kein Partnerschaftsmaterial für eine selbstbewußte Frau - in jeder Gewichtsklasse."
aber was heißt das denn für den Mann? Dass er bedingungslos einfach alles hinnehmen muss und seine Bedürfnisse dann egal sind? Das ist für mich eine komische Vorstellung von Team-Play. Daher versuche ich ja heraus zu finden, was du oder auch andere Frauen sich darunter vorstellen. Ich glaube nämlich, dass so etwas im Grunde gar nicht funktioniert und sowohl Mann als auch Frau sich an der Stelle etwas vormachen.

Vermutlich sind wir beide negativ vorgeprägt. Ich habe bereits eine Langzeitbeziehung hinter mir in der ich nichts bzgl. dem Gewicht gesagt habe und meine Partnerin immer unzufrieden mit ihrem Gewicht gewesen ist, selbst nachdem sie es reduziert hat. Das Ergebnis war dann, dass es sexuell beschissen lief, auch wenn alles andere immer noch harmonisch und entspannt war. Sie hat mich dann für einen anderen Mann verlassen und daher geht für mich die Strategie mit dem "Team-Player" scheinbar nicht auf. Ich habe es ihr nicht mal krumm genommen und sie ohne Groll ziehen lassen. Sie ist jetzt verheiratet, hat Kinder und ist immer noch unzufrieden. Was soll ich sagen...

Theoretisch wünsche ich mir also eine Frau, die nicht den Drang verspürt ihren Körper um 180° ändern zu müssen oder maximal unzufrieden ist. Aber wie oft ist es einem Kerl schon passiert, dass er eine Frau datet und Sie im Gespräch sagt: "Also früher hab ich mal Kleidergröße 36 gehabt, das war schlimm. Dann hab ich beschlossen etwas mehr zu essen und jetzt mit Kleidergröße 48 fühle ich mich rundum sexy. Mein Gewicht halte ich auch schon seit 10 Jahren."

Das klingt selbst beim Schreiben schon skurril kann ich sagen und das liegt nicht mal daran, dass dieses überzogene Beispiel natürlich ausschließlich auf diesen optischen Faktor reduziert ist. Die Realität ist doch, dass der überwiegende Teil der Frauen zwar dick ist, dies jedoch keine bewusste Entscheidung ist. Es gibt durchaus Frauen, die sich auch mit hohem Gewicht sexy finden, aber sie haben es sich nicht primär ausgesucht. Die größere Gruppe dürfte sich insgeheim nur damit abgefunden haben oder erträgt es als gegebenen Zustand. Daher glaube ich auch, dass für solche Frauen nur Männer in Frage kommen denen der Faktor Gewicht maximal "egal" sein darf. Ist die Frau dick: schön, ist sie es nicht: auch schön.

Natürlich wäre das eine wundervolle und idealistische Welt, aber so sieht meine Welt leider gerade nicht aus. Ich bin einer von den bekloppten Männern, die dicke Frauen tatsächlich und wirklich sexuell anziehender finden. Um direkt bei Tuppi Schleife einzuhaken auch bis zu einer gewissen Grenze. Aber die dürfte bei mir wohl ein gutes Stück höher liegen als jeder Hausarzt oder jeder BMI das vorschreiben würde.

Wenn man in meinem Alter versucht eine neue Beziehung einzugehen ist es ja auch nicht so, dass man wie bei Tuppi Schleife auf 10 oder 20 Jahre glückliche Beziehung mit einer runden Frau zurückschauen kann. Man fängt ja quasi gerade erst an und startet im Grunde schon mit den Problemen, die wahrscheinlich mit steigendem Alter eher noch vielfältiger werden.

Langer Rede kurzer Sinn kann man zusammenfassen entweder der Mann schaut was dieses sexuelle Bedürfnis angeht in die Röhre oder die Frau setzt ihre Gesundheit aufs spiel. Das ist doch keine gute Sache, oder? Theoretisch ist damit das ganze Konzept "Rubensfan" eine Farce, weil es das ja aus moralischer und gesundheitlicher Sicht überhaupt nicht geben sollte, oder?

Ja man liest es vielleicht ich bin frustriert und Selfcare würde vielleicht sagen ich jammere wieder nur rum. Aber ich versuche einfach nur zu verstehen, wie man als Mann diesem Anspruch denn überhaupt gerecht werden kann und sollte?

Nehmen wir bewusst nochmal das Beispiel von der Frau, die auf Männer mit Bart steht. Wenn der Mann nun entscheidet er hat keinen Bock mehr auf den Bart und will ihn abrasieren und die Frau ihn als Partnerin fragen würde, kannst du ihn nicht für mich dran lassen?
Daran ist für mich zumindest erst mal nichts verwerfliches. Ich würde als Mann wahrscheinlich sogar einknicken und sagen, ok dann lass ich ihn für dich dran, wenn du es so lieber magst. Umgekehrt würde ich mich als Mann doch nicht mal trauen zu fragen, wenn die Frau sagt du ich hab Gelenkschmerzen und kann nicht mehr lange Strecken laufen, dann sagt man doch nicht als Mann: "Aber kannst du vielleicht für mich dick bleiben?". Das ist einfach nicht vergleichbar und ja das Thema Alterserscheinungen, die noch dazu kommen wie Haarausfall, Muskelverlust, schrumplige Haut und vieles mehr die auch bei beiden Geschlechtern auftreten brauchen wir da noch gar nicht anschauen.

Es geht für mich einfach um die Frage wie komme ich mit meiner Sexualität klar und ist das überhaupt und wirklich langfristig vereinbar mit einer Beziehung? Oder ist das eine Sache, die es eigentlich gar nicht geben dürfte und man müsste in irgend einer Form "geheilt" oder abtrainiert oder was weiß ich werden?

@Kurvenfan Verheiratet mit einer schlanken Frau + auf der Suche nach einer dicken als Add-on beschreibt die Situation bei, Sir Thomas. Guck ins Profil.

Ich sehe es halt aus Sicht der Frau. Ein Mann, der einer Frau nicht die Autonomie über ihren Körper lässt, ist kein guter Partner. Keiner, auf den Frau sich schon rein aus Respekt vor sich selbst einlassen sollte. Mann/Frau muss ja auch nicht mit jedem ein Team bilden. Beide Seiten dürfen sich jemanden aussuchen, der einem gut tut.

Falls es dich beruhigt, Kurvenfan, ich finde du jammerst wenigstens auf einem hohen Niveau, wenn du jammerst. 😉😁

Denke, unterschiedliche Frauen wünschen sich auch unterschiedliche Dinge von einem Partner. Ich wünsche mir halt Support, egal wohin es gewichtstechnisch geht, aber eben auch keine Vorwürfe, Erwartung etc.. - dazu ist das Thema zu persönlich. Man schlägt einem glatzköpfigen Mann ja auch nicht ständig Friseurbesuche oder Haartransplantationen vor. Außerdem hege ich noch immer den Wunsch, dass sich jemand rein in die Haare auf meinen Zähnen verlieben möge und eine Freude bis ins hohe Alter darin finden möge, daraus Zöpfchen zu flechten, damit ich vortäuschen kann süß und niedlich zu sein. Wird sich das erfüllen: Vermutlich ebensowenig wie die Manifestation meines Clooney-Einstein-Gates-Klones. Aber verliebt habe ich mich ja auch immer in viel realere Exemplare mit viel realeren Features. Also... we will see. :) Warum sollten wir alle nicht träumen dürfen.

Hallo Tuppi Schleife,

bitte entschuldige, dass ich Dir erst so spät antworte. Ich habe es vorher nicht auf die Reihe bekommen und nur kurz irgendetwas hinschreiben wollte ich auch nicht. T`schuldigung.
Vielen Dank aber für Deine Gedanken!

Nur nochmal kurz zum Verständnis, ich hatte das auch schon erwähnt glaube ich. Ich bin mit einer ganz lieben und schlanken Frau verheiratet. Tatsächlich stellt sich die Frage „Gesund oder Geil“ aktuell nicht. Trotzdem mache ich mir, wie Kurvenfan, ernste Gedanken darüber. Weil, ja, ich bin auf der Suche nach einer u.a. kräftigen Frau. Ich möchte das aber bitte nicht auf nur ein „Add-on“ reduziert sehen. Naja und dann würde sich die Frage früher oder später doch stellen. Weil, man macht sich einfach Sorgen und Gedanken um seinen (potentiellen) Partner.

Ja, es wäre wirklich witzig sich mit Deinem Mann austauschen zu können. Allerdings kann ich ihn gut verstehen, dass er kein Forianer ist, so drastisch, wie das hier manchmal zugehen kann. Da kann man schnell die Lust verlieren.

Ich kann Euch nur wiederholt beglückwünschen, wie gut Ihr das hinbekommen habt. Zum Glück hast Du den einzig richtigen Weg für Dich eingeschlagen. Ich denke, vielleicht wird der Leidensdruck bei hohem Übergewicht irgendwann so groß, dass schlicht keine andere Wahl bleibt. So klang es jedenfalls bei Dir. Dein Mann dagegen war erwartungsgemäß tolerant und zum Verzicht bereit. Er hatte ja auch keine Wahl und das war gut so in dem Fall. Und offensichtlich kommt er mit der neuen Situation klar. Erwartungsgemäß sagt er sich vermutlich, ich verzichte auf eine gaaaanz dicke Partnerin, es gibt mehr und Wichtigeres was uns verbindet und so ganz schlank ist meine Tuppi Schleife ja auch nicht 😉
Ist doch alles prima und gut aus Eurer Sicht und vermutlich würde es bei mir nicht anders laufen. Gleichwohl würde ich aber vermutlich an Deiner deutlichen (und absolut notwendigen) Gewichtsabnahme mehr zu knabbern haben, als Dein Mann. Daher auch meine Frage zu Beginn: Wie bekommt man den Wusch nach einer (stark) übergewichtigen Partnerin und gleichzeitig sein Sorge um deren Wohlergehen/Gesundheit/Lebensfreude unter einen Hut. Manch einer scheint der Meinung zu sein, Wohlergehen /Gesundheit/Lebensfreude geht nur die Partnerin etwas an, Mann hat sich da völlig rauszuhalten. Das mag stimmen. Trotzdem, Sorgen und Gedanken manche ich mir trotzdem, es geht ja um einen Menschen, der mir sehr viel wert ist, nicht nur, weil er dick ist. Ich denke Kurvenfan hat das mit „gar nicht“ gut „gelöst“. Es ist einfach ein Konflikt, der ist da, den kann man auch nicht wegdiskutieren. Bei manchen Menschen ist der schwächer, bei manchen stärker ausgeprägt.
Kurz und knapp: Thomas, hast halt Pech gehabt mit Deinen angeborenen Wünschen. Sie zu, wie du damit klar kommst, ohne jemandem dabei auf die Füße zu treten.

Danke auch für Deine offene Schilderung wegen dem Sex. Ich muss zugeben, das habe ich so nicht gesehen. Das war mir nicht bewusst, dass selbst beim Sex starkes Übergewicht für die betreffende Person recht unangenehm ist. Nochmals Danke und Hut ab, wie offen Du das angesprochen hast.

Es ist schon blöd, mit einem stark ausgeprägtem Fetisch „gesegnet“ zu sein, von dem man weiß, dass er für die Partnerin nur Nachteile und Unannehmlichkeiten bedeutet.
(Nein, kein Jammern 😉)

„Mein Mann hat übrigens öfter schon gesagt, dass ich wie eine neue Frau für ihn sei. Ich nehme das als Kompliment“
Und er hat es ganz bestimmt auch so gemeint!

Beste Grüße
Thomas

Hallo Kurvenfan,

nein, man kann unsere Situation nicht 1:1 vergleichen. Trotzdem denke ich, unsere Gedanken und Sorgen sind identisch. Von daher, lieben Dank, dass Du Dich hier auch zu Wort gemeldet hast.
Was Du zuletzt in Deinem längeren Post geschrieben hast… ich weiß nicht wie ich es besser hätte ausdrücken können.
U.A.: „Theoretisch ist damit das ganze Konzept "Rubensfan" eine Farce, weil es das ja aus moralischer und gesundheitlicher Sicht überhaupt nicht geben sollte, oder?“
Wow! Ja, da kommt man echt ins Grübeln!
Auf der anderen Seite gibt es viele Menschen, die halt kräftig gebaut sind, noch gut außerhalb eines, ich nenn es mal „gefährlichen“ BMI, und für die ist Rubensfan durchaus eine gute Alternative. Dann sind ja auch dicke Menschen hier, denen geht es gar nicht um Partnersuche, sondern nur um den Austausch mit ebenfalls dicken Menschen.
Klar, für Dich und mich und vermutlich viele andere Männer die sich hier befinden, mit eben besonders ausgeprägten Wünschen, muss dieser Satz zu denken geben.

Beste Grüße
Thomas

Hi Selfcare,

Du hast mich zwar zuletzt nicht direkt angesprochen, trotzdem möchte ich Dir noch kurz etwas schreiben.

Du meintest „Ein Mann, der einer Frau nicht die Autonomie über ihren Körper lässt, ist kein guter Partner“
Das stimmt.
Wo hat denn jemand geschrieben und darauf bestanden, dass man einem Menschen nicht die Autonomie über seinen Körper überlassen sollte?

Du sprichst von einem Add-on.
Wenn Du meine Wünsche und Absichten darauf reduzieren möchtest, dann kannst Du das natürlich machen. Das wird mir aber nicht ansatzweise gerecht. Und wenn man mein Profil ergebnisoffen liest, so denke ich steckt da mehr dahinter.

Mit einigen Vermutungen, indirekten Anschuldigungen mir gegenüber bin ich absolut nicht einverstanden. Allerdings weiß ich nicht, wie ich meinen „Fall“ noch anders beschreiben soll.
Ich denke, die Schublade, in die Du mich gesteckt hast, wird mir nicht gerecht.
Aber wenn es für Dich so passt. Wer bin ich, dass ich mir anmaße das ändern zu wollen?

Nein, ich denke nicht, dass Du eine unangenehme und unehrlicher Zeitgenossin bist. Aber eine sinnvolle und gewinnbringende Kommunikation ist halt auch schwierig, wenn man den Aussagen seines Gegenübers keinen Glauben schenkt. Dadurch, dass es hier nur schriftlich geht, macht den Austausch auch nicht einfacher, weil man sein Gegenüber nicht sieht, nicht direkt nachfragen kann, nicht direkt um Klärung oder Bestätigung einer Aussage bitten kann.
Was wiederum bedeutet, dass man sich hier vielleicht eher vorsichtig und rücksichtsvoll verhalten sollte. Was mir aber natürlich auch nicht immer gelingt 😉

In diesem Sinne…
Thomas

@All

Wollen wir es dabei belassen?
Ich denke das Thema wurde erschöpfend behandelt. Danke nochmals an alle, die sich hier sinnvoll beteiligt haben. Echt stark! Eine Lösung des Problems gibt es nicht wirklich. Wie so oft ist es eine sehr individuelle Frage, die jede, jeder und jedes Paar individuell angehen müssen.
Aber es war die Frage trotzdem wert finde ich 😉

Beste Grüße
Thomas

@Thomas " ich denke nicht, dass Du eine unangenehme und unehrlicher Zeitgenossin bist. " Ja, für untergewichtige Männer, die darüber nachdenken übergewichtigen Frauen in ihr Leben reinzureden,, die eine Ehe mit einer schlanken Frau fortführen, aber "ergebnisoffen" nach einer Partnerschaft online suchen, bin ich bestimmt nicht der angenehmste Umgang.

Aber wer von uns beiden "unehrlich" ist und Egoismus vielleicht nur hinter guten höflichen Umgangsformen versteckt, würde ich der individuellen Bewertung der MItlesenden überlassen. Ich glaube, ich bin sogar sehr ehrlich und sehr direkt und sehr konsequent, mit einem gradlinig ausgerichteten moralischen Kompass.

Leidet darunter manchmal die Höflichkeit, gerade wenn ich das Gefühl habe, dass der andere vielleicht Übergriffigkeit und scheinbare Überlegenheit als Höflichkeit und die Probleme, die er anderen bereitet, als seinen inneren Kampf tarnt: Ja.

Auf mich wirkt das, als würdest du jede Beziehung zu einer Frau in deinem Leben so halten, dass du dich mit dem Verweis auf ein inneres Dilemma ihr jederzeit wieder entziehen kannst: Die Frau, die du geheiratet hast, aber auf die du gar nicht stehst, die dicken Frauen, die du hier suchst, mit denen du eventuell eine Beziehung eingehen würdest, aus der du dich dann eventuell rausziehen könntest, "weil ja die Gedanken um ihre Gesundheit dich so belasten". Hmmmm... die Gedanken um deine eigene Gesundheit belasten dich noch nicht mal so, dass du dein eigenes Gewicht im Optimalbereich hälst.

Sitzt du vielleicht einfach auf einem hohen Ross und hälst emotional Abstand, weil eine Partnerin auszuwählen und ihr zu stehen, auch wenn sie nicht perfekt ist (in irgendeinem Lebensbereich) anstrengend wäre? Weil du dich auch nicht trennen und Single sein willst, weil das ja anderen Unbill mit sich bringen würde?

Fakt ist doch, wenn du dich für einen Menschen mit all seinen Vor- und Nachteilen entscheiden könntest, hättest du dann überhaupt ein Problem? De facto machen das ständig Leute: Sie entscheiden sich für Partner mit Macken: Die unordentlich sind, verpeilt, familiäre Vorbelastungen haben. Und es gibt Partner, die zu diesen unperfekten Menschen stehen, auch wenn sie z.B. Dinge tun, die nicht immer perfekt logisch sind. Auch Leistungssportler oder Raucher haben Partner. Dein "Problem" entsteht doch daraus, dass du im Grund alles "perfekt" haben willst, ohne reale Nachteile.

Ohne selbst perfekt zu sein. Ohne solidarisch zu sein. Ohne konsequent zu sein - z.B. deiner Ehefrau oder deinem eigenen Körper gegenüber. Und ja, wenn jemand die Situation so aufschlüsselt und nicht einfach dir nur empathisch gegenübertritt und sagst: "Du Armer!", dann kann das ziemlich unangenehm zu lesen sein. Das verstehe ich.

Horch mal in dich rein, woher keine Gedanken wirklich kommen und beobachte, ob du wirklich im Leben anderer eine positive Kraft bist.

@ Sir Thomas
Du kannst einen Thread als Ersteller schließen, wenn du keine Beiträge hier mehr haben möchtest, das zur Info.

Ich denke es gibt einen wesentlichen Unterschied zwischen uns beiden und der ist in deinen letzten Postings denke ich ganz gut heraus zu lesen.
Du scheinst dir in einer Art "Führsorger-Rolle" Gedanken über das Gewicht deiner vielleicht zukünftigen Partnerin/Addon Frau Gedanken zu machen.
Das ist bei mir etwas anders, da ich an der Stelle einer Erwachsenen Person in meinem Alter das ganz gut selbst zutraue. Es geht mir nicht primär darum meinen Partner zu verändern, sondern darum dass die Wünsche und Ziele der meisten Frauen gar nicht mit meinen eigenen Übereinstimmen.

Es ist quasi eine Gesetzmäßigkeit, dass die meisten Frauen eigentlich ihr Gewicht reduzieren wollen, damit aber nur mehr oder minder erfolgreich sind, denn sonst wären sie nicht auf dieser Plattform. Für mich besteht das Problem eher in dem Szenario von Tuppi Schleife, wo der Partner sich auf eigenen Wunsch radikal verändert.
Auf Grund der Umstände hat man dann als Partner, weil es um die Gesundheit geht keine andere Wahl als das hinzunehmen und im Grunde wird in den meisten Fällen auch noch Zuspruch erwartet. Ich bin mir lediglich nicht sicher, ob ich damit gut umgehen könnte. Das ist sicherlich ein unangenehmes Thema und dürfte den Großteil der Frauen abschrecken, wenn man das so offen anspricht. Trotzdem ist es mir wichtiger ehrlich zu mir selbst und auch zu meinem Partner zu sein, als etwas verkaufen zu wollen, das man hinterher nicht halten kann.

Daher ist es wohl so wie Selfcare schreibt, wenn man direkt und gradlinig zu seiner Meinung und seinen Werten steht und diese vielleicht auch an der ein oder anderen Stelle von der gesellschaftlichen Norm abweichen, dann kommt man schnell seltsam oder unbequem rüber. Ich hatte eigentlich immer in meinen Anzeigen stehen, dass ich eine Partnerin suche, die mit ihrem Gewicht zufrieden ist. Wahrscheinlich hat deswegen nie jemand darauf reagiert, weil der Prozentsatz der Frauen, die das wirklich ist auch hier in diesem Portal sehr sehr klein ist...

Selfcare,

ich fühle mich ja schon fast geehrte, wie Du Dich an mir abarbeitest. Aber ich denke, wir kommen hier nicht weiter. Wiederhole ich mich da?
Auch wenn es kaum noch was mit dem eigentlichen Thema zu tun hat, ich möchte einiges was Du zuletzt geschrieben hast, nicht unkommentiert lassen.
Auch in Deinem letzten Post konfrontierst Du mich mit Vorwürfen und Unterstellungen, zum Teil garniert mit Belehrungen. Dass man mit dieser Herangehensweise, Du magst es „ehrlich“ oder „direkt“ nennen, ich würde es in dem Zusammenhang eher als ungerechtfertigte Unterstellungen sehen, kein fruchtbares Gespräch erwarten kann, ist naheliegend.

„Ja, für untergewichtige Männer, die darüber nachdenken übergewichtigen Frauen in ihr Leben reinzureden…“
Habe ich mehrfach richtiggestellt und versucht zu verdeutlichen, dass das nicht meine Intension ist. Ja, mein Eingangspost kann so verstanden werden. Ich habe mehrfach geschrieben, dass meine Formulierung ein Fehler war. Und ich habe geschrieben, dass ich lernfähig bin und habe auch bereits mehrfach geschrieben, dass ich nach dem Austausch hier auch eine andere Perspektive (nicht nur diesbezüglich) bekommen habe.
Wenn man nun Sorgen und Gedanken über seinen Partner mit Übergriffigkeit und Reinreden gleichsetzt, dann reden wir aneinander vorbei. Mir kommt es so vor: Ich sage „A“ und Du verstehst „B“. Jetzt müssten wir uns zusammensetzten und Begriffe und deren Bedeutung definieren, damit wir effektiv kommunizieren können. Denn offensichtlich haben für uns gleiche Wörter nicht die gleiche Bedeutung.
Aber ich denke das würde den Rahmen hier sprengen.

„…die eine Ehe mit einer schlanken Frau fortführen, aber "ergebnisoffen" nach einer Partnerschaft online suchen, bin ich bestimmt nicht der angenehmste Umgang…“
Warum bist Du in dem Fall nicht der angenehmste Umgang Selfcare?
Ich gehe davon aus, dass Dein moralischer Kompass nichts gegen eine offene und für alle Beteiligten transparente Dreierbeziehung hat. Wenn doch, dann würden wir zwei ein echtes Problem miteinander bekommen.
Wenn Dir so eine Konstellation nicht gefällt, Du nichts damit anfangen kannst, dann geht das völlig in Ordnung. Thema erledigt. Cool. Aber Du wirst es anderen doch nicht verbieten wollen?

„Aber wer von uns beiden "unehrlich" ist und Egoismus vielleicht nur hinter guten höflichen Umgangsformen versteckt, würde ich der individuellen Bewertung der Mitlesenden überlassen“.
Was bedeutet Egoismus für Dich? Ist es ein Streben nach Erfüllung von Wünschen? Oder ist es rücksichtsloses Handeln, um eben diese Wünsche durchsetzen zu können? Eine Mischung aus beiden?
Ist ein gewisses Maß an Egoismus nicht auch notwendig für das Überleben eines Individuums? Wir müssten uns erst über Begrifflichkeiten einigen.
Du unterstellst mir Unehrlichkeit und mit Höflichkeit getarnten Egoismus.
Welche Reaktion erwartest Du darauf von einem Menschen, den Du so gut wie nicht kennst?

„Ich glaube, ich bin sogar sehr ehrlich und sehr direkt und sehr konsequent, mit einem gradlinig ausgerichteten moralischen Kompass“
Interessante Aussage.
Würde ich für mich tatsächlich in der Form nicht reklamieren wollen.

„Leidet darunter manchmal die Höflichkeit, gerade wenn ich das Gefühl habe, dass der andere vielleicht Übergriffigkeit und scheinbare Überlegenheit als Höflichkeit und die Probleme, die er anderen bereitet, als seinen inneren Kampf tarnt: Ja.“
Du formulierst es nun etwas diplomatischer: Du sprichst von Deinem Gefühl und Du benutzt auch wieder das Wort „vielleicht“. Ich fühle mich da auch nicht angesprochen. Glaube aber trotzdem, dass das auf mich gemünzt war. Daher frage ich mich, wie kommst Du auf diese wirklich steile Unterstellung?
Du hast ein „vielleicht“ vor die Behauptung gestellt. Akzeptierst Du, wenn ich Dir sage, dass das auf mich nicht zutrifft?

Was Du weiterhin schreibst, ist der missglückte Versuch einer Interpretation meiner Persönlichkeit, eine gegenstandslose Mutmaßung über ein mögliches Verhalten von mir.

"Und ja, wenn jemand die Situation so aufschlüsselt und nicht einfach dir nur empathisch gegenübertritt und sagst: "Du Armer!", dann kann das ziemlich unangenehm zu lesen sein. Das verstehe ich.“
Danke, dass Du mir meine Situation so trefflich aufgeschlüsselt und fehlerlos analysiert vor Augen geführt hast. Und gleichzeitig Verständnis für meine dadurch ausgelöste Betroffenheit äußerst. Ich bin sprachlos.
Ironie off…

„Horch mal in dich rein, woher keine Gedanken wirklich kommen und beobachte, ob du wirklich im Leben anderer eine positive Kraft bist“
Ich vermute, Du wolltest „deine“, statt „keine“ schreiben? Anders würde es auch keinen Sinn ergeben.
Thema: „Gute Ratschläge“, „Übergriffig“, „Bevormundung“, „Überlegenheit“…
War da was?
Kann es ein, dass Du mit zweierlei Maß misst. Eines was für Dich und Deinen moralischen Kompass passt, ein anderes was für andere zutrifft?
Hörst Du Dir eigentlich selber zu?
Außerdem: Gute Ratschläge sind Schläge… Deine Worte. Oder hast Du Dich nun meiner Meinung angeschlossen, dass Ratschläge, je nach Situation durchaus angebracht sein können?

Ich habe den Eindruck, ich kann schreiben was ich will, Du legst es mir wahlweise als Übergriffigkeit, scheinbare Überlegenheit, Egoismus, Unehrlichkeit zum Teil gut getarnt mit Höflichkeit aus. Im Prinzip ist es aber auch egal, denn mit Deiner Aussage, dass Du mir keinen Glauben schenkst zu dem was ich hier schreibe, erübrigt sich auch jeder weiterer Austausch.

Was machen wir jetzt Selfcare? Sollen wir uns weiter Freundlichkeiten an den Kopf werfen? Oder sagen wir Agree to disagree? Du kommst mit mir nicht klar und umgekehrt ebenso. Ich für meinen Teil halte unter diesen Umständen diese Debatte mit Dir für sinnlos, für Zeitverschwendung und möchte sie deswegen auch nicht weiter fortführen. Auch, wenn dieser Post hier viele Fragezeichen aufzeigt. Gerne überlasse ich Dir aber das letzte Wort, falls Du noch etwas anmerken möchtest.

Thomas

Hi Kurvenfan,

danke für den Hinweis mit der Möglichkeit das hier zu Ende zu bringen. Vielleicht ist das dann mal eine Option.

Es ist doch keine Frage, dass ich es einer erwachsenen Person zutraue für sich selber zu sorgen und auf sich selber achten zu können. Und dass man da nicht reinzureden hat wurde ja auch mehrmals so unterstrichen. Alles gut.

Aber warum darf ich mir keine Gedanken dazu machen? Mir scheint, schon alleine die Überlegung (ohne je etwas in dieser Richtung zum Partner gesagt zu haben): „Hm, schweres Übergewicht gefährdet u.a. die Gesundheit, meine Partnerin bedeutet mir etwas, ich mache mir deswegen Gedanken und Sorgen“ ist nicht zulässig, wird als Übergriffig, Bevormundung, fehlgeleitete Fürsorge angesehen.

Es tut mir leid, man kann es jetzt fehlgeleitete Empathie oder sonst was nennen, aber ich würde mir tatsächlich Sorgen machen. Ich hätte ein Problem damit zuzuschauen, wie es ihr vielleicht immer schlechter geht. Ich könnte nicht so cool sein (ich unterstelle Dir das aber auch nicht!) und denken, hey, ich genieße die dicke Frau (nicht nur beim Sex! Was mir eh nicht mehr so möglich ist, dank der Schilderung von Tuppi Schleife), was sie mit ihrem Körper, ihrer Gesundheit macht, lässt mich kalt.
So neutral kann ich über einen Menschen, der mir nahe steht nicht empfinden.
Bedeutet das, dass ich dem Menschen das Recht auf Selbstbestimmung abspreche, dass ich für mich reklamiere es besser zu wissen?
Nein.
Bedeutet das, dass da ein Konflikt in mir entsteht? Ja.
Wie man dann damit umgeht ist wieder eine ganz andere Frage.
Und lässt sich m. E. aus dem o.g. auch nicht herauslesen oder hineininterpretieren.
Klappe halten ist eine oft erwähnte und gängige Option. Und ok!

Ja, vielleicht sind meine Überlegungen nicht so „gradlinig“, wie das manch einer vielleicht wünschen würde. Ja, ich mache mir Gedanken. Es sind nicht immer dieselben Gedanken, die auch meine Mitmenschen haben. Wie und ob ich das hier mit meiner Partnersuche unter einen Hut bekomme? Work in progress.
In meinem Verständnis würde man dafür das Wort „Lernen“ gebrauchen. Deswegen auch meine Eingangsfrage. Gut möglich, dass jemand dafür Begriffe wie wankelmütig, nicht gradlinig, nicht Prinzipientreu verwenden würde.

Beste Grüße
Thomas

@Sir Thomas Was mein Punkt ist: Es ist die Entscheidung und auch die Pflicht einer dicken Partnerin oder eines dicken Partners Verantwortung für seine Figur zu übernehmen. Du bist da nicht "auf dem Fahrersitz", sondern der Beifahrer. Es ist die Entscheidung der Person, mit der du zusammen bist.

Übergewicht ist nicht grundsätzlich so schädlich, wie es oft dargestellt wird: Es kommt auf das Ausmaß und meistens auch auf Begleiterkrankungen an, die es verstärken kann. Aber wie "schlecht" es der Person geht und was sie tun muss oder will, ist ihr Entscheidung. Es braucht da einfach keine Person auf dem Beifahrersitz, die beständig vermeindlich alles besser weiß. Der/die Beifahrer:in kann unterstützen bei der Navigation, aber manchmal sollte der/die Beifahrer:in sich auch einfach raus halten. Ungefragte Ratschläge können als Schläge auch bestehende Herausforderungen negativ verstärken. Das gilt auch für andere Lebensbereiche mit denen Partner struggeln. Ich bin da auch schon in die Falle getappt, zu denken, ich könnte da für mein Gegenüber hilfreich sein in einem Bereich, der mir leicht und ihm schwer fiel. Aber letztendlich bleibt es die Entscheidung des Gegenübers. Jeder muss seine eigenen Kämpfe führen und seine eigenen Entscheidungen fällen. Alles andere entmündigt das Gegenüber nur irgendwie und wertet es ab und das ist spürbar. Richtig ist das Mantra: "Ich bin für dich da (und schau mir das erstmal an)." In langjährigen Beziehungen durchlebt man ohnehin meist mehrere Zyklen, weil Menschen sich im Laufe ihres Lebens verändern. Beziehungen halten, wenn man trotzdem eine gemeinsame Basis findet. Oder um einen Beziehungstipp aus Criminal Minds zu zitieren: "Gemeinsam weniger leidet als alleine." 😉

Wer seine: n Fahrer:in wirklich mag/liebt, der lässt sie/ihn auch einfach machen und sorgt dafür, dass sie/er für sich das bestmögliche (gemeinsame) Leben erreichen kann. Wenn man nach den Grundsätzen von Eigenverantwortung und Unterstützung eine Beziehung führt, kann man sich diese ganzen für eine Beziehung destruktiven Gedanken einfach sparen. Die nützen nämlich eh nichts und führen zu nichts Gutem. Ist das leicht? Natürlich nicht und würde ich mich meinen Traummann auch gerne selber backen: Na klar. 😉Wer seinen Partner auf Krampf verändern will, macht ihn entweder totunglücklich oder vertreibt ihn. Idealerweise hat man eine so gute Kommunikationskultur, dass man eh über alles spricht, aber das ist nichts, wass man forcieren kann und dazu braucht es bei so persönlichen Dingen viel Vertrauen: Das zerstört man mit Bulldozer-Ich-Weiß-Alles-Besser-Ansprachen.

"Gut gemeint" != "gut gemacht"