Hi Selfcare,
vielleicht verstehe ich Dich nicht. Ich frag deshalb nochmal nach.
Aber zuerst danke, dass Du mir wenigstens etwas Höflichkeit zugestehst 😊
Wo habe ich geschrieben dass ich, in einer non-monogamen Konstellation jemand „bevormunden“ möchte?
Zugegeben, mein Anfangspost könnte man so verstehen. Muss man aber nicht. Ich habe aber nie von „Bevormundung“ gesprochen und habe das auch nicht gemeint. Wenn das so rüberkam: Mein Fehler. Sorry. (sagte ich auch schon). Allerdings habe ich sehr schnell klar gemacht, dass Bevormundung natürlich keine Option ist. Weder in Bezug auf Gewicht, Gesundheit oder sonst was. Das stand meines Erachtens auch nie wirklich zur Diskussion. Falls doch, dann weise mich bitte auf eine Bemerkung von mir hin, die Deine Aussage untermauert. Dann habe ich die Möglichkeit mich ggf. zu korrigieren. Oder auch nicht.
Vielleicht störst Du Dich auch an dem „Sir“? Ich komm nur drauf, weil Du mich mit „Sir“ und nicht mit „Thomas“ anredest. Dann frag doch einfach nach, was ich darunter verstehe. Um es kurz zu machen, falls es Dich interessiert, es steht für Anstand, Ehrlichkeit, Respekt und Höflichkeit. Werde ich dem selber immer gerecht? Natürlich nicht, aber ich gebe mir große Mühe.
Und ja, das „Sir“ steht auch dafür, dass ich beim Sex gerne das Sagen habe. Aber bitte nur und ausschließlich im Einvernehmen mit der Partnerin!!! Das wäre dann auch keine „Bevormundung“.
Wenn das nicht Dein Ding ist, cool! Akzeptiert! Selbstverständlich.
Habe ich zuvor die Situation in der sich schwergewichtige Frauen befinden (können) nicht richtig verstanden? Ja! Aber ich bin lernfähig und meine Ansicht diesbezüglich hat sich geändert. Und auch jetzt maße ich mir es natürlich nicht an, übergewichtige Frauen wirklich zu verstehen. Aber ich denke, ich kann jetzt besser nachvollziehen, wie man sich als betroffene Frau fühlen kann. Die hier geäußerten Ansichten sind nicht repräsentativ. Dafür ist die Schnittmenge zu kein. Aber es ist eine klare Tendenz erkennbar.
Ja, ich träume in meiner Ehe von anderen. Es freut mich und Du darfst Dich glücklich schätzen, wenn Du das nicht nötig hast. Prima. Aber, die Gedanken sind frei!
Nein, ich habe kein Untergewicht, bin aber sehr schlank und deswegen steht es mir eigentlich nicht zu an einer Unterhaltung mit übergewichtigen Menschen bezüglich Gewicht teilzunehmen. Und ich dachte tatsächlich, dass sich auf meinen Anfangspost hauptsächlich Männer melden, die ähnliche Gedanken/Probleme haben wie ich. Aber offensichtlich stehe ich da mit Kurvenfan allein auf weiter Flur.
Zum Glück aber haben sich fast nur Frauen gemeldet!
Zum Teil, weil sie sich angegriffen, bevormundet oder nicht ernst genommen gefühlt haben. So kam es jedenfalls zum Teil bei mir an. Und das war gut so, dass sich fast nur Frauen gemeldet haben! Wie ich hier schon öfter gesagt habe, ich bin wirklich dankbar für die Wortmeldungen. Ich bin zwar ein Mann, habe aber noch die Kapazität zu Lernen 😉
Wie gesagt, Du musst nicht glauben, was ich gesagt habe. Vielleicht war es aber auch nur ein Missverständnis. Und natürlich, wir müssen auch nicht einer Meinung sein 😉
Selfcare, hatte ich noch vergessen:
"Wie oft hat dir eine potenzielle Partnerin da schon reinreden wollen und wie hättest du das empfunden?"
Nein, hat mir noch nie jemand reingeredet.
Meine Reaktion würde aber tatsächlich von den konkreten Wünschen abhängen. Um beim Thema zu bleiben: Würde sie sich wünschen, dass ich z.B. 30kg zunehme, dann würde ich das verneinen. Wäre ich gekränkt deswegen oder würde mich bevormundet fühlen? Nein. Dann müsste man halt drüber reden, wie wichtig dieser Wunsch ist, ob und welche Lösungsansätze es gibt. Dass das dann nicht einfach sein kann wurde ja zur genüge dargelegt denke ich. Wobei es bei einer "potenziellen" Partnerin eher leichter ist, herauszufinden, ob man auf einen Nenner kommt. Wenn nicht, ist kein großer Schaden entstanden.
Nochmal: Ich möchte da meiner potenziellen Partnerin nicht reinreden. Aber ich darf Wünsche äußern.
Kurze Anmerkung: Falls mich noch jemand persönlich anspricht, ich habe die nächsten Tage wenig bis gar keine Zeit antworten zu können. Also bitte das nicht als Ignorieren oder Ausweichen interpretieren. Danke.
Ggf. würde ich mich aber zu einem späteren Zeitpunkt nochmal melden.
Und falls jemand ganz skeptisch ist: Nein, ich bilde mir nicht ein, dass meine Meinung oder meine Kommentare hier von großer Wichtigkeit wären. Ich bin schließlich nicht die Krone der Schöpfung 😉
Wollte das nur nochmal sagen 😉
Und das war jetzt nett und salopp gemeint und nicht als Reaktion auf eine vermeintlich anstößige Bemerkung!
So, jetzt aber raus hier...
Grüße und ein schönes Wochenende allerseits 😊
Thomas
Thomas, witzig wäre, wenn du über das Thema mal mit meinem Mann reden könntest. Leider ist er kein Forianer. Aber glaube mir, er hatte exakt die gleichen Gedanken wie du.
Ich hatte mich, erstmal ohne ein Gespräch mit ihm, ihm hiesigen Adipositaszentrum gemeldet und um einen Termin gebeten. Mein Mann hatte mich dann dahin gefahren. Er hat mir noch aus dem Auto raus hinterher gerufen: "Lass dir keine OP aufschwatzen!"
Ihm war meine Gewichtsabnahme zuerst überhaupt nicht geheuer. Könnte es nicht auch sein, dass du dir viel zu viele Gedanken machst? Warum denkst du denn, dass sie dich nur als Dicke geil machen könnte.
Mal paar Gedankenansstöße: erheblich dünner, bin ich wesentlich beweglicher. Es ist für richtig dicke Frauen übrigens nicht so sonderlich geil, wenn sich ein Mann auf ihr abarbeitet. Selbst dabei belastet das Gewicht. Brüste, die einem schier die Luft nehmen auf dem Rücken liegend und man obendrein noch die Beine in die Höhe streckt. (eine Position, die für viele Rubensliebhaber sehr geil ist) Und dann erwarten Männer noch, dass man erregt ist und geil stöhnt. Dabei ist es eher ein Ringen nach Luft. 🤣🤣 Selbst auf Knieen ist es anstrengend. Das ganze Gewicht auf den Knien ist auch nicht so dolle geil. Oder auf der Seite. Dann zieht das ganze Gewicht nach einer Seite. Macht ihr Männer euch über sowas Gedanken? Eher nicht so wenn ihr erregt seid oder?
Klar, nicht alle Frauen sind so dick, dass solche Probleme auftreten. Aber wenn du schreibst, dass deine Partner sehr dick ist, wette ich, dass sie solche Probleme kennt, es aber dir zu liebe nicht laut anspricht. Was wäre, wenn sie es täte?
Vielleicht eröffnen sich euch als Paar ganz neue Horizonte, wenn weniger Gewicht zwischen euch ist. Wäre das für dich denkbar? Womöglich auch auf viel mehr Ebenen als dem sexuellen Gebiet? Mein Mann hat übrigens öfter schon gesagt, dass ich wie eine neue Frau für ihn sei. Ich nehme das als Kompliment. 😏
@ Selfcare
Ich glaube schon, dass da eine kleine Verständnis-Differenz besteht.
Zum einen bin ich weder verheiratet noch suche ich eine dicke Frau als Ersatz/Ergänzung zu einer schon vorhandenen. Des weiteren möchte ich einer eventuellen Partnerin weder vorschreiben, dass sie zu noch dass sie abnehmen soll. Das Thema Gesundheit wurde von mir mit besagtem "Totschlag-Argument" in einem anderen Kontext angesprochen.
Du sagst:
"Aus meiner Sichtweise sage ich, wenn du es nicht hinbekommst, ein Teamplayer zu sein, eine Frau zu unterstützen, ihr die Eigenverantwortung zu überlassen und sie als vollwertigen Menschen wahrzunehmen, dann bist du kein Partnerschaftsmaterial für eine selbstbewußte Frau - in jeder Gewichtsklasse."
aber was heißt das denn für den Mann? Dass er bedingungslos einfach alles hinnehmen muss und seine Bedürfnisse dann egal sind? Das ist für mich eine komische Vorstellung von Team-Play. Daher versuche ich ja heraus zu finden, was du oder auch andere Frauen sich darunter vorstellen. Ich glaube nämlich, dass so etwas im Grunde gar nicht funktioniert und sowohl Mann als auch Frau sich an der Stelle etwas vormachen.
Vermutlich sind wir beide negativ vorgeprägt. Ich habe bereits eine Langzeitbeziehung hinter mir in der ich nichts bzgl. dem Gewicht gesagt habe und meine Partnerin immer unzufrieden mit ihrem Gewicht gewesen ist, selbst nachdem sie es reduziert hat. Das Ergebnis war dann, dass es sexuell beschissen lief, auch wenn alles andere immer noch harmonisch und entspannt war. Sie hat mich dann für einen anderen Mann verlassen und daher geht für mich die Strategie mit dem "Team-Player" scheinbar nicht auf. Ich habe es ihr nicht mal krumm genommen und sie ohne Groll ziehen lassen. Sie ist jetzt verheiratet, hat Kinder und ist immer noch unzufrieden. Was soll ich sagen...
Theoretisch wünsche ich mir also eine Frau, die nicht den Drang verspürt ihren Körper um 180° ändern zu müssen oder maximal unzufrieden ist. Aber wie oft ist es einem Kerl schon passiert, dass er eine Frau datet und Sie im Gespräch sagt: "Also früher hab ich mal Kleidergröße 36 gehabt, das war schlimm. Dann hab ich beschlossen etwas mehr zu essen und jetzt mit Kleidergröße 48 fühle ich mich rundum sexy. Mein Gewicht halte ich auch schon seit 10 Jahren."
Das klingt selbst beim Schreiben schon skurril kann ich sagen und das liegt nicht mal daran, dass dieses überzogene Beispiel natürlich ausschließlich auf diesen optischen Faktor reduziert ist. Die Realität ist doch, dass der überwiegende Teil der Frauen zwar dick ist, dies jedoch keine bewusste Entscheidung ist. Es gibt durchaus Frauen, die sich auch mit hohem Gewicht sexy finden, aber sie haben es sich nicht primär ausgesucht. Die größere Gruppe dürfte sich insgeheim nur damit abgefunden haben oder erträgt es als gegebenen Zustand. Daher glaube ich auch, dass für solche Frauen nur Männer in Frage kommen denen der Faktor Gewicht maximal "egal" sein darf. Ist die Frau dick: schön, ist sie es nicht: auch schön.
Natürlich wäre das eine wundervolle und idealistische Welt, aber so sieht meine Welt leider gerade nicht aus. Ich bin einer von den bekloppten Männern, die dicke Frauen tatsächlich und wirklich sexuell anziehender finden. Um direkt bei Tuppi Schleife einzuhaken auch bis zu einer gewissen Grenze. Aber die dürfte bei mir wohl ein gutes Stück höher liegen als jeder Hausarzt oder jeder BMI das vorschreiben würde.
Wenn man in meinem Alter versucht eine neue Beziehung einzugehen ist es ja auch nicht so, dass man wie bei Tuppi Schleife auf 10 oder 20 Jahre glückliche Beziehung mit einer runden Frau zurückschauen kann. Man fängt ja quasi gerade erst an und startet im Grunde schon mit den Problemen, die wahrscheinlich mit steigendem Alter eher noch vielfältiger werden.
Langer Rede kurzer Sinn kann man zusammenfassen entweder der Mann schaut was dieses sexuelle Bedürfnis angeht in die Röhre oder die Frau setzt ihre Gesundheit aufs spiel. Das ist doch keine gute Sache, oder? Theoretisch ist damit das ganze Konzept "Rubensfan" eine Farce, weil es das ja aus moralischer und gesundheitlicher Sicht überhaupt nicht geben sollte, oder?
Ja man liest es vielleicht ich bin frustriert und Selfcare würde vielleicht sagen ich jammere wieder nur rum. Aber ich versuche einfach nur zu verstehen, wie man als Mann diesem Anspruch denn überhaupt gerecht werden kann und sollte?
Nehmen wir bewusst nochmal das Beispiel von der Frau, die auf Männer mit Bart steht. Wenn der Mann nun entscheidet er hat keinen Bock mehr auf den Bart und will ihn abrasieren und die Frau ihn als Partnerin fragen würde, kannst du ihn nicht für mich dran lassen?
Daran ist für mich zumindest erst mal nichts verwerfliches. Ich würde als Mann wahrscheinlich sogar einknicken und sagen, ok dann lass ich ihn für dich dran, wenn du es so lieber magst. Umgekehrt würde ich mich als Mann doch nicht mal trauen zu fragen, wenn die Frau sagt du ich hab Gelenkschmerzen und kann nicht mehr lange Strecken laufen, dann sagt man doch nicht als Mann: "Aber kannst du vielleicht für mich dick bleiben?". Das ist einfach nicht vergleichbar und ja das Thema Alterserscheinungen, die noch dazu kommen wie Haarausfall, Muskelverlust, schrumplige Haut und vieles mehr die auch bei beiden Geschlechtern auftreten brauchen wir da noch gar nicht anschauen.
Es geht für mich einfach um die Frage wie komme ich mit meiner Sexualität klar und ist das überhaupt und wirklich langfristig vereinbar mit einer Beziehung? Oder ist das eine Sache, die es eigentlich gar nicht geben dürfte und man müsste in irgend einer Form "geheilt" oder abtrainiert oder was weiß ich werden?
@Kurvenfan Verheiratet mit einer schlanken Frau + auf der Suche nach einer dicken als Add-on beschreibt die Situation bei, Sir Thomas. Guck ins Profil.
Ich sehe es halt aus Sicht der Frau. Ein Mann, der einer Frau nicht die Autonomie über ihren Körper lässt, ist kein guter Partner. Keiner, auf den Frau sich schon rein aus Respekt vor sich selbst einlassen sollte. Mann/Frau muss ja auch nicht mit jedem ein Team bilden. Beide Seiten dürfen sich jemanden aussuchen, der einem gut tut.
Falls es dich beruhigt, Kurvenfan, ich finde du jammerst wenigstens auf einem hohen Niveau, wenn du jammerst. 😉😁
Denke, unterschiedliche Frauen wünschen sich auch unterschiedliche Dinge von einem Partner. Ich wünsche mir halt Support, egal wohin es gewichtstechnisch geht, aber eben auch keine Vorwürfe, Erwartung etc.. - dazu ist das Thema zu persönlich. Man schlägt einem glatzköpfigen Mann ja auch nicht ständig Friseurbesuche oder Haartransplantationen vor. Außerdem hege ich noch immer den Wunsch, dass sich jemand rein in die Haare auf meinen Zähnen verlieben möge und eine Freude bis ins hohe Alter darin finden möge, daraus Zöpfchen zu flechten, damit ich vortäuschen kann süß und niedlich zu sein. Wird sich das erfüllen: Vermutlich ebensowenig wie die Manifestation meines Clooney-Einstein-Gates-Klones. Aber verliebt habe ich mich ja auch immer in viel realere Exemplare mit viel realeren Features. Also... we will see. :) Warum sollten wir alle nicht träumen dürfen.
@ Selfcare
Ja nicht jeder ist mit jedem kompatibel, so ist es wohl. Dass die Situation bei Sir Thomas so ist habe ich gelesen. War wohl etwas unglücklich von mir, weil meine Situation dann nicht so richtig zum Thread passt. Naja gut, ich denke ich werde es dann auch dabei belassen.