
„Bad Oeynhausen“ (Pseudonym)
find es wunderschön, du wirst deinen weg finden

„Oberspreewald-Lausitz“ (Pseudonym)
@Lady_Famy,
diese Zeilen sind wunderschön.
Wenn Du der Meinung bist das Du diesen "kleinen Altar" (ich nenne ihn so) brauchst um Abschied zu nehmen und um das alles zu verarbeiten. Dann, so denke ich, ist das ok.
Tue das so wie es Dir im Moment gut tut.
Ich drücke Dir die Daumen das Du das geschehene verarbeitest.

„Tönisvorst“ (Pseudonym)
Was für ein schönes und trauriges Gedicht. Dein Pünktchen würde sich sicher freuen, wenn es wüßte, wie sehr es von Dir geliebt wird.

„Schweiz“ (Pseudonym)
Ich heul mir hier grad einen ab :-(
Erst einmal tut es mir schrecklich leid, was dir passiert ist.
Das Gedicht ist wirklich wunderschön, und es trifft mich, denn auch ich hab ein "Sternenkind" (hab es in der 11. Woche verloren) und mir ging es schrecklich.
Mein damaliger Partner, hatte auch relativ kühl reagiert und ich hab mich mit meiner Trauer und meinem Schmerz sehr alleine gefühlt. Ich wollte dieses Baby so sehr....
Ungefähr um den errechneten Geburtstermin wurde ich wieder schwanger, es war eine sehr schwierige Schwangerschaft, aber heute ist meine Kleine fast 2 Jahre alt und kerngesund.
Aber mein "Sternenkind" habe ich nie vergessen.
Ich hoffe, es macht dir Mut zu hören, dass es durchaus klappt, ein gesundes Baby nach einer Fehlgeburt zur Welt zu bringen. Auch die Ängste die ich durchgestanden habe, waren es wert.
Und diese "Leere", ich glaub das dauert noch etwas an, was unter anderem auch durch die Hormonschwankungen nicht gerade besser wird, das ist auch wie nach einer Geburt, da spielt alles verrückt und auch die Schmerzen gehören, leider, dazu, denn es muss ja erst einmal alles innerlich heilen.
Ich wünsche dir viel Kraft und Mut, es irgendwann, nocheinmal zu versuchen. Du hast schon einen gutan Anfang gemacht, indem du darüber sprichst, schreibst

„Ruhrpott“ (Pseudonym)
Danke für die lieben Worte
Es wird langsam besser , hab viel darüber geschrieben.Und mit einigen betroffenen geredet was wirklich gut tat.
Ich hab mich viel damit auseinandergesetzt , darüber gelesen und versucht zu verstehen.
Pünktchen wird immer mein erstes Baby sein und ein teil meines Lebens.Aber trotzdem hoffe ich das ich irgendwann nochmal das Glück erfahre Mama zu werden und dann alles gut ist.

„Reinbek“ (Pseudonym)
Hallo Lady_Famy
auch ich musste die schmerzhafte Erfahrung machen und mein Kind zu den Sternen gehen lassen. In der 21 SSW habe ich meinen kleinen Prinzen still geboren.
Es war die schlimmste Zeit meines Lebens und ich wünsche dieses schreckliche Erlebnis nicht mal meinem größten Erdsfeind.
Für mich brach eine Welt zusammen und ich entwickelte einen richtigen Hass anderen schwangeren Frauen gegenüber. Heute schäme ich mich für meine schlimmen Wünsche und Gedanken.
Aber man fühlt sich so leer und so alleine und fragt sich immer und immer wieder WARUM? Warum mein Baby? Leider ist das eine Frage auf die du nie eine Antwort bekommen wirst. Und die Zeit heilt auch nicht alle Wunden. Aber du wirst lernen mit der Situation umzugehen. Wichtig ist das du deine Trauer zulässt.
Mein Sohn ist am 21.2. schon 9 Jahre bei den Engelchen und es vergeht KEIN Tag an dem ich nicht an ihn denke, an dem ich nicht mit ihm rede. Er gibt mir sehr viel Kraft. Und vllt. ist es auch für dich eine schöne Vorstellung, dass dich von nun an stets dein eigenes Schutzengelchen begleitet!
Ich wünsche dir viel Kraft und alles Gute!

„Reinbek“ (Pseudonym)
....ich hab noch was ganz wichtiges vergessen!
Ich habe nach meinem Sternchen noch 2 kerngesunde Kinder zur Welt gebracht. Die Schwangerschaften verliefen reibungslos, nur so richtig genießen konnte ich sie nicht (weil die Angst halt doch immer bleiben wird)
Wirst sehen - Alles wird gut! :-)

„Spessart“ (Pseudonym)
Ich hatte 2 Fehlgeburten, beides absolute Wunschkinder.
Bei der 1. war meine Tochter gerade 2, ich war im Vollstress, hatte grad wieder angefangen Vollzeit zu arbeiten, mein Freund war nur am Wochenende da, Tochter sehr lebhaft etc. - ich hab mich gefreut wie Bolle. Dann 9. Woche kein Herzschlag mehr. Es ging alles sehr schnell, ich war auch zu erschlagen um richtig zu trauern.
2. Fehlgeburt - kurz vor Weihnachten 2000, neuer Mann, sehr verliebt, Freude war riesig, Zwillinge, Eileiterschwangerschaft, Eileiter ist geplatzt, war nicht zu retten, bin fast verblutet.
Ich habe sehr lange gebraucht, um damit umgehen zu können, habe wochenlang nur geheult, bin regelrecht zusammengeklappt, es kam alles von der 1. FG wieder hoch. Ich hab dann eine Therapie gemacht und es ging ganz langsam bergauf, 3 Jahre hab ich gebraucht um es zu "verdauen".
Leider wurde ich danach nie mehr schwanger und jetzt bin ich wohl schon zu alt.

„Ruhrpott“ (Pseudonym)
Guten morgen
Danke für die offenen Worte von euch
Sie haben mir sehr durch diese schwere Zeit geholfen
Wir haben unser kleines Ritual beibehalten und pünktchen hat jeden Abend eine Kerze neben dem Ultraschallbildchen am leuchten.
Vermissen tu ich das kleine immer noch aber es wird besser.

„Winnenden“ (Pseudonym)
Das tut mir leid! Mir ist das auch schon wiederfahren, mein Baby hatte in der 10. Woche keinen Herzschlag mehr. Es war ein absolutes Wunschkind und ich war untröstlich.
Was mich im nachhinein zu schaffen machte, war die Ausschabung, die auf Anraten des Frauenarztes bereits 2 Tage später stattfand. Heute würde ich eher eine kleine Geburt bevorzugen, um mich bewußt verabschieden zu können. So war es herausgerissen aus mir und die seelische Wunde wollte einfach nicht heilen. Hilfe hab ich bei Frauenworte gefunden, findet sich im Net. Hier konnte ich trauern, mich austauschen und letztendlich damit fertig werden. Mein Mann war mir überhaupt keine Hilfe. Der konnte nach 2 Wochen schon nicht mehr verstehen, dass ich traurig bin. Naja, die Beziehung hatte sich dann bald erledigt.
Alles Liebe!